Industrielle Kennzeichnung

Bei der industriellen Kennzeichnung gibt es zwei Haupttechnologien: Funkbasierte und optische Technologien

14 Min
27. Juni 2024
Labeling identification use case

Sie können sich auf Folgendes freuen:

Die industrielle Kennzeichnung und Identifizierung wird immer intelligenter. Smart Labels mit RFID- und NFC-Technologien ermöglichen die drahtlose Kommunikation zur Objektidentifizierung in Echtzeit. Bei Audi werden Autoteile mit RFID gekennzeichnet, und in Kanada verfolgt Toro Aluminium die Produktion von Fenstern mit RFID. Zu den jüngsten Innovationen gehören druckbare intelligente 5G-Etiketten. Das Ziel: mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette.

1. Status Quo

Was ist industrielle Kennzeichnung?

Die industrielle Kennzeichnung ist in der heutigen Welt entscheidend, um die betriebliche Effizienz, die Sicherheit, die Einhaltung von Vorschriften sowie die Traceability zu gewährleisten. Da Lieferketten immer komplexer und globaler werden, ermöglicht eine präzise Kennzeichnung die kontinuierliche Verfolgung und Verwaltung von Produkten von der Herstellung über den Vertrieb bis hin zum Endanwender. Etiketten liefern wichtige Informationen wie Produktidentifikation, Konformitätszertifikate, Chargennummern und Verfallsdaten, die für die Objektkennzeichnung, Fahrzeugidentifikation, Bestandskontrolle, Qualitätssicherung und das Rückrufmanagement unerlässlich sind. In Branchen, in denen Sicherheit und die Einhaltung von Vorschriften extrem wichtig sind, wie z. B. in der Pharma-, Chemie-, Automobil-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, ist die industrielle Kennzeichnung unverzichtbar, um Unfälle zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Produkte den gesetzlichen Normen entsprechen.

Die industrielle Etikettierung bezieht sich auf die Erstellung und Anbringung von Etiketten auf Produkten, Geräten und verschiedenen Objekten in einem industriellen Umfeld. Das Hauptziel der industriellen Kennzeichnung besteht darin, sicherzustellen, dass Gegenstände während ihres gesamten Lebenszyklus – von der Produktion bis zur Entsorgung – leicht identifiziert, nachverfolgt und verwaltet werden können. Bei diesem Prozess werden robuste Materialien und Druckverfahren verwendet, um sicherzustellen, dass die Etiketten den rauen industriellen Umgebungsbedingungen standhalten, wie z. B. der Einwirkung von Chemikalien, extremen Temperaturen und physischem Abrieb. Industrieetiketten müssen außerdem sicher auf einer Vielzahl von Objekten mit unterschiedlichen Formen, Größen und Oberflächenarten angebracht werden.

Im Rahmen von Industrie 4.0 hat der Aufschwung von automatisierten Systemen und dem Internet of Things (IoT) die Wichtigkeit der industriellen Kennzeichnung noch verstärkt. Manuell betriebene Drucker werden durch intelligentere Systeme und cloudbasierte Kennzeichnungslösungen vernetzt und gesteuert.

Für die industrielle Kennzeichnung und Identifizierung werden zwei Haupttechnologien eingesetzt. Funkbasierte Technologien wie Readio-Frequency-Identification (RFID) und optische Zeichenerkennungssysteme, die 1D- und 2D-Codes wie Barcodes und Data-Matrix-Codes (DMC) oder Quick-Response-Codes (QR-Codes) umfassen. Die Integration dieser Technologien in Kennzeichnungssysteme ermöglicht die Verfolgung und Datenerfassung in Echtzeit. Das Ergebnis ist: Erhöhte Transparenz und betriebliche Effizienz. Diese Fähigkeit ist entscheidend für die Optimierung der Digitalisierung in der Logistik, die Reduzierung von Fehlern und die Unterstützung datengesteuerter Entscheidungsprozesse.

Eine weitere Technologie, die für die industrielle Kennzeichnung verwendet wird, ist Near-Field-Communication (NFC), eine Unterkategorie von RFID. NFC-Technologie wird in Anwendungen eingesetzt, die Interaktionen in unmittelbarer Nähe erfordern. Neben der Einbindung von Verbrauchern, der Produktidentifizierung und der Bestandskontrolle ermöglichen NFC-Etiketten auch Anwendungen wie die Temperaturüberwachung und Fälschungssicherheit.

RFID vs. optische Codes

Wie entscheiden Unternehmen, welche industrielle Kennzeichnungstechnologie sie einsetzen? Um diese Entscheidung treffen zu können, ist es notwendig, die Unterschiede zwischen RFID- und optischen Zeichenerkennungstechnologien zu kennen. Unternehmen müssen wissen, was sie nachverfolgen wollen, wie sicher die Informationen sein müssen, wie und wo die Bestandsverfolgung stattfinden soll, und das Gesamtbudget berücksichtigen.

RFID-Systeme nutzen Funkwellen zur Kommunikation zwischen Etikett und Lesegerät. RFID-Tags und -Etiketten enthalten einen Mikrochip und eine Antenne. Dadurch können im Vergleich zu Barcodes größere Datenmengen gespeichert werden. Einer der Hauptvorteile von RFID ist die Fähigkeit, aus der Ferne gelesen zu werden, ohne dass eine direkte Sichtverbindung erforderlich ist. Diese Fähigkeit und die Möglichkeit, mehrere Tags gleichzeitig zu lesen, machen RFID zu einem sehr effizienten Verfahren für Massenlese- und Verfolgungsanwendungen. Darüber hinaus sind RFID-Etiketten langlebig, halten rauen Umgebungsbedingungen stand und können mit Sicherheitsmerkmalen wie Verschlüsselung und Passwortschutz ausgestattet werden, was die Datensicherheit erhöht.

Im Gegensatz dazu beruhen optische Zeichenerkennungstechnologien wie Barcodes, QR-Codes und Data-Matrix-Codes auf dem visuellen Scannen. Barcodes sind die traditionellste Form und bestehen aus parallelen Linien, die Daten darstellen, welche von einem Scanner gelesen werden. Barcodes sind zwar schnell und effizient für das Scannen individueller Objekte, aber sie erfordern eine direkte Sichtverbindung und können nur eine begrenzte Menge an Informationen speichern, in der Regel bis zu 20-25 Zeichen. Barcodes werden im Einzelhandel häufig zur Produktidentifizierung, für Kassentransaktionen und für die einfache Bestandsverwaltung verwendet. Sie können allerdings leicht durch Kratzer, Schmutz oder Feuchtigkeit beschädigt werden, was sie im Vergleich zu RFID weniger haltbar macht.

2D-Codes wie QR-Codes und Data-Matrix-Codes sind weiterentwickelte Formen der optischen Kennzeichnung. QR-Codes bestehen aus schwarzen Quadraten auf weißem Hintergrund und können bis zu 4.296 alphanumerische Zeichen speichern. Sie können mit den Kameras von Smartphones oder speziellen Lesegeräten gescannt werden und werden für verschiedene Anwendungen wie Marketing, Produktkennzeichnung und Event-Ticketing eingesetzt. Data-Matrix-Codes hingegen bieten eine noch höhere Datendichte und können bis zu 2.335 alphanumerische Zeichen auf kleinem Raum speichern. Sie sind besonders nützlich in Branchen, in denen nur wenig Platz zur Verfügung steht, z. B. in der Elektronikfertigung, der Medizintechnik und der Luft- und Raumfahrt, wo sie direkt auf Materialien aufgebracht werden können, um die Haltbarkeit in rauen Umgebungen zu gewährleisten. Dieses Verfahren wird als direkte Teilekennzeichnung (Direct-Product-Marking (DPM)) bezeichnet.

Wireless IoT Technologien und industrielle Kennzeichnung

  • RFID

    Radio-Frequency-Identification (RFID) wird aufgrund ihrer Fähigkeit, Daten drahtlos zu speichern und zu übertragen, in der industriellen Kennzeichnung häufig eingesetzt. RFID-Etiketten, die mit Mikrochips und Antennen ausgestattet sind, kommunizieren mit RFID-Lesegeräten und ermöglichen so die Verfolgung und Identifizierung von Produkten und Objekten in Echtzeit.

  • QR-Code

    QR-Codes in der industriellen Kennzeichnung bieten eine leistungsstarke, leicht zu scannende Lösung für die Codierung detaillierter Produktinformationen, verbessern die betriebliche Effizienz und ermöglichen die Rückverfolgbarkeit.

  • NFC

    Near-Field-Communication (NFC) ist für die Kommunikation im Nahbereich konzipiert. Sie wird in der industriellen Kennzeichnung für Anwendungen eingesetzt, die eine Interaktion in unmittelbarer Nähe erfordern, wie z. B. Zugangskontrolle, Wartungsprotokolle für Geräte und interaktive Produktinformationen. NFC-Tags und -Etiketten können von kompatiblen Geräten wie Smartphones und speziellen Lesegeräten gelesen werden, was einen einfachen Datenzugriff und -aktualisierung ermöglicht.

  • WLAN

    Wi-Fi wird in großem Umfang für die Verbindung von industriellen IoT-Geräten, einschließlich Etikettiersystemen, mit einem zentralen Netzwerk verwendet. Wi-Fi-fähige Etikettiersysteme können Daten in Echtzeit an zentrale Datenbanken oder Cloud-Plattformen übertragen, was eine effiziente Datenmanagement und Remote Monitoring ermöglicht.

  • 5G / 6G

    Wie funktioniert 5G in der industriellen Kennzeichnung? 5G-Etiketten stellen eine Verbindung zu einem Mobilfunknetz her, um automatisch Standortdaten aus dem Netz zu sammeln und Ereignisse auszulösen, sobald z. B. Lieferungen eintreffen.

Industrielle Etikettiersysteme und Etikettiersoftware

Die Herstellung und Anbringung von Industrieetiketten wird durch den Einsatz von industriellen Etikettiersystemen erreicht. Industrielle Etikettiersysteme beziehen sich auf die Hard- und Software, die für die Herstellung und Anbringung von physischen Etiketten oder für die direkte Kennzeichnung von Produkten verwendet werden. Es gibt zahlreiche unterschiedliche industrielle Etikettiersysteme:

„Print and Apply“ System

Diese Systeme drucken automatisch Etiketten und bringen sie auf Produkte, Pakete oder Paletten auf. Sie werden häufig in hochvolumigen Produktionsumgebungen eingesetzt, um eine einheitliche und genaue Etikettierung zu gewährleisten. Hauptkomponenten dieses Systems sind Etikettendrucker, die Barcodeetiketten, QR-Codes, Text und Grafiken drucken können, sowie Applikatoren.

„Direct Part Marking“ (DPM) System

Bei den DPM-Systemen werden die Produkte direkt mit Identifikationsinformationen gekennzeichnet, ohne dass separate Etiketten verwendet werden. Diese Systeme sind für die dauerhafte Identifizierung und Rückverfolgbarkeit wichtig. Zu den Methoden gehören: Lasermarkierung, „Dot-Preen-Marking“ und Tintenstrahlmarkierung.

Thermotransfer-Etikettiersysteme

Thermotransferdrucker verwenden Wärme, um Tinte von einem Farbband auf ein Etikettenmaterial zu übertragen. Diese Methode ist für ihre Langlebigkeit bekannt und wird für den Druck von Barcodes, Text und Grafiken verwendet, die rauen Umgebungen standhalten müssen. Stand-alone-Drucker werden in Produktionslinien für die kontinuierliche Etikettierung eingesetzt.

RFID-Etikettierungssysteme

Bei diesen Systemen werden RFID-Tags und -Etiketten gedruckt und kodiert. RFID-Etiketten speichern mehr Informationen als Barcodes und können ohne direkte Sichtverbindung gelesen werden, was sie ideal für eine erweiterte Nachverfolgung und Bestandsverwaltung macht. RFID-Drucker werden verwendet, um Informationen auf die RFID-Etiketten zu drucken und zu kodieren, während RFID-Applikatoren verwendet werden, um sie auf Produkte oder Verpackungen aufzubringen.

NFC-Etikettiersysteme

Zu den NFC-Etikettierungssystemen gehören eigenständige NFC-Etikettendrucker, NFC-Etiketten oder -Tags sowie stationäre oder mobile NFC-Lesegeräte. Auch NFC-fähige Smartphones können zum Auslesen der Etiketten und Tags verwendet werden.

Automatisierte Etikettenapplikatoren

Automatisierte Applikatoren werden verwendet, um vorgedruckte Etiketten auf Produkte aufzubringen. Sie können in Produktionslinien integriert werden und sind für ein schnelles und präzises Aufbringen konzipiert. Typischerweise werden dafür Tamp-Blow-Applikatoren und Wisch-Applikatoren verwendet.

Handheld-Etikettiersysteme

Handetikettiergeräte sind tragbare Geräte, die für die Etikettierung an Ort und Stelle in verschiedenen industriellen Umgebungen, wie z. B. in Lagern, auf Baustellen und bei Wartungsarbeiten, eingesetzt werden. Dazu gehören Handheld-Thermodrucker und Etikettenspender.

Wärmeschrumpfende Etikettiersysteme

Diese Systeme werden hauptsächlich für die Kennzeichnung von Kabeln und Drähten verwendet. Die Etiketten bestehen aus wärmeschrumpfenden Materialien, die bei Erwärmung schrumpfen und sich sicher um das zu kennzeichnende Objekt legen. Teil dieser Systeme sind Schrumpfdrucker und Heißluftpistolen.

Etikettierungssoftware

Zusätzlich zu diesen verschiedenen industriellen Etikettiersystemen wird Etikettensoftware für die Gestaltung, Verwaltung und Steuerung des Etikettendrucks verwendet. Mit Etikettendesignsoftware können Benutzer benutzerdefinierte Etikettendesigns mit Text, Strichcodes, Grafiken und mehr erstellen. Mit Etikettensoftwareprogrammen werden außerdem QR-Codes und Barcodes automatisch generiert. Ein Uniform-Resource-Locator (URL) oder ein European-Article-Number (EAN)-Code in die Schnittstelle eingegeben.

Etikettendesignsoftware ist auch wichtig, um die Einhaltung von Vorschriften zu überwachen. Dies erfolgt durch die Verwaltung der Serialisierung und Rückverfolgbarkeit, die von Industrievorschriften wie GS1 Digital Link, Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS), Unique Device Identifier (UDI), FDA 21 CFR Part 11/GMP Annex 11, EU Food Information to Consumers (FIC) und ATA SPEC 2000 gefordert wird.

RFID-Etiketten haben auch eigenen Zertifizierungen, die eingehalten werden müssen, z. B. International Standards Organization (ISO), GS1 und Electronic Product Code (EPC). Für die verschiedenen Branchen sind unterschiedliche Zertifizierungen erforderlich.

Bildverarbeitungssysteme

Bildverarbeitungssysteme werden auch zur Überprüfung der Genauigkeit und Platzierung von Etiketten eingesetzt. Sie verwenden Kameras und Software, um Etiketten auf ihre Korrektheit zu prüfen, die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und Fehler zu reduzieren. Diese Systeme umfassen Barcode-Prüfgeräte und Etikettenprüfsysteme.

Zahlen & Fakten

Einem Bericht des Forschungs- und Beratungsunternehmens „Verified Market Research“ zufolge wird der Weltmarkt für Industrieetiketten zwischen 2024 und 2030 um 5,18 Prozent wachsen. Zu den Treibern dieses Wachstums gehören die steigende Nachfrage nach der Einhaltung von Vorschriften und Maßnahmen zum Schutz vor Fälschungen, die zunehmende Industrialisierung und die Entwicklung von Kennzeichnungstechnologien. Laut der Marktforschungsplattform „Gitnux“ hatte die verarbeitende Industrie einen Marktanteil von 33 Prozent am globalen Markt für Industrieetiketten. Im Jahr 2020 hatte die Automobilindustrie einen Marktanteil von 25 Prozent.

2. In der Praxis

Erfolgreiche Beispiele für IoT-basierte industrielle Kennzeichnung

Die RFID-Technologie wird zunehmend für die industrielle Kennzeichnung und Identifizierung in vielen Branchen eingesetzt. Die folgenden Beispiele aus der Praxis zeigen, wie RFID zur Kennzeichnung in der Produktion, in der Automobilindustrie und in der Filmindustrie eingesetzt wird.

Fensterkennzeichnung bei Toro Aluminium

Toro Aluminium, ein kanadischer Anbieter von Fenstern und Türen für Hochhäuser, verwendet seit 2023 UHF-RFID zur Identifizierung vorgefertigter Aluminiumkomponenten. Aluminiumprofile werden mit CNC-Maschinen auf Maß geschnitten. In die CNC-Maschinen integrierte RFID-Drucker erzeugen kodierte RFID-Etiketten mit Produktionsdaten wie Abmessungen. Diese sind mit dem ERP-System verbunden und werden von RFID-Deckenantennen von Feig Electronic an den Montagelinien und von RFID-Antennen von Times-7 im Bereich des Warenausgangs erfasst.

Teaser: Toro Aluminium setzt auf UHF-RFID und RTLS
Großer kanadischer Bauteilproduzent setzt auf RFID & RTLS

„Wir haben das Pilotprojekt sechs Monate lang in ihrem Werk an einem Eingang der Produktionslinie und an einer Versandtür durchgeführt. Wir gaben ihnen vorgedruckte und vorcodierte Etiketten, die manuell angebracht wurden. Ziel war es, die Ergebnisse dieses Systems mit denen des vorherigen Barcode-Systems zu vergleichen. Die Ergebnisse waren sehr motivierend und zeigten ihnen das Potenzial der Technologie. Sie sahen den Unterschied zwischen den automatischen Scans mit RFID und den manuellen Scans durch die Bediener des vorherigen Barcodesystems.“

Khaled Elshimy

CEO, RFID Canada

Logo RFID Canada

Fahrzeugidentifikation bei Audi

Seit 2020 ist jedes vollelektrische e-tron GT-Fahrzeug am Audi-Standort Neckarsulm mit einem UHF-RFID-Transponder ausgestattet, der auf der Karosserie aufgeklebt wird. Damit erhält jede Karosserie eine eindeutige Identität, die Daten wie Modell, Lackierung und Motorisierung enthält. RFID-Lesegeräte erfassen diese Daten, die dann über ein zentrales IT-System zugänglich sind. Während der gesamten Produktion werden die Fahrzeuge an vorher festgelegten Kontrollpunkten identifiziert.

Identifizierung von Mietgegenständen bei Rentex

Der US-amerikanische Filmausrüster Rentex hat eine UHF-RFID-Lösung von HID eingeführt, um die Identifizierung von Mietgegenständen zu erleichtern. Über 200.000 Artikel wurden mit passiven RFID-Tags ausgestattet. Die Mitarbeiter verwenden ein RFID-Handlesegerät, um die Gegenstände zu verfolgen und zu identifizieren. Die mit Tags versehenen Gegenstände können in einer Entfernung von bis zu 10 Metern gelesen werden. Die Gegenstände können in großen Mengen innerhalb weniger Sekunden ohne Sichtkontakt ausgelesen werden. Dies entspricht einer Zeitersparnis von 99,24 Prozent. Das macht den Identifikationsprozess effizienter.

Teaser: AV-Ausrüstungsverleih wird durch UHF-RFID beschleunigt
AV Ausrüstungsvermietung durch UHF RFID beschleunigt

„Stellen Sie sich vor, Sie gehen in die Kabelabteilung eines Lagers. Es gibt 25.000 Kabel in verschiedenen Regalen, und Sie müssen ein bestimmtes Kabel ausfindig machen und herausziehen, das sich dort befindet. Die Unternehmen stellen fest, dass sie durch den Einsatz von RFID all diese Prozesse enorm abkürzen können, so dass es jetzt sehr einfach ist, zu erkennen, wo sich etwas in einem Regal befindet. Sie können in die Kabelabteilung gehen und Ihr RFID-Handlesegerät einschalten. Sie können eine Funktion namens Geigerzähler einschalten, bei der das Lesegerät schneller pingt, wenn Sie sich dem gesuchten Objekt nähern. Es führt Sie zu dem jeweiligen Kabel.“

Richard Aufreiter

VP Product Marketing, HID

Logo HID

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3. Panorama

Die Zukunft der industriellen Kennzeichnungs- und Identifizierungstechnologien

Die Zukunft der industriellen Kennzeichnungs- und Identifikationstechnologien ist geprägt von einer starken Betonung der Nachhaltigkeit und der Integration moderner Technologien.
Smart Labels werden zunehmend für die industrielle Produktkennzeichnung und industrielle Markierung eingesetzt. Ein Beispiel dafür sind die weltweit ersten druckbaren 5G-Smart-Labels für die logistische Versandverfolgung, die Ende 2023 von der Firma Reelables vorgestellt wurden. Diese Entwicklung geht einen Schritt weiter und erspart das manuelle Scannen und Lesen von RFID- oder Barcode-Etiketten.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Augmented-Reality-Technologien (AR) wird die Nachfrage nach AR-Etiketten sicherlich steigen. Unternehmen wie Buffalo Red Wings, Lego, Red Bull und 19 Crimes verwenden bereits AR-Labels. Diese Etiketten bieten den Nutzern eine dynamischere Möglichkeit, mit digitalen Inhalten zu interagieren. Ein weiterer Zukunftstrend ist die Integration von IoT mit AR-Labels, die zu kontextbezogeneren AR-Erlebnissen führen könnte.

Neue Technologiestandards wie der GS1 Digital Link werden ebenfalls dazu beitragen, die industrielle Kennzeichnungsbranche zu verändern. GS1 Digital Link ermöglicht die Einbettung von Weblinks in Barcodes, QR-Codes und NFC-Tags, so dass Verbraucher und Unternehmen online auf Produktinformationen zugreifen können. Dieser Standard zielt darauf ab, die Transparenz, Rückverfolgbarkeit und das Engagement der Nutzer zu verbessern. Initiativen wie das Amazon-Transparenzprogramm verwenden eindeutige Transparenzcodes, um die Echtheit von Produkten zu überprüfen und Artikel durch die Lieferkette zu verfolgen, um Fälschungen zu verhindern und die Produktintegrität sicherzustellen.

Nachhaltigkeit für Unternehmen wird auch in Zukunft ein zentrales Thema bei der industriellen Kennzeichnung sein. Der Einsatz von umweltfreundlichen Materialien und Verfahren, wie biologisch abbaubare Etiketten, recyclingfähige Klebstoffe und ungiftige Druckfarben, wird sich durchsetzen. Unternehmen werden nachhaltige Prozesse einführen, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern, angetrieben durch gesetzliche Vorschriften und die Nachfrage der Verbraucher nach umweltfreundlicheren Produkten. Dazu gehört auch die Gestaltung von Etiketten, die das Recycling und die Wiederverwendbarkeit erleichtern und so zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen.

Vorteile der industriellen Kennzeichnung und Identifikation

Die industrielle Kennzeichnung und Identifizierung bietet viele Vorteile.

Effektive industrielle Kennzeichnungssysteme optimieren die Bestandskontrolle, indem sie Echtzeitdaten über Lagerbestände, Standorte und Bewegungen liefern. IoT-fähige Etiketten ermöglichen die Echtzeitverfolgung und -überwachung von Produkten und Anlagen in der gesamten Lieferkette. Dadurch werden minutengenaue Daten über den Standort, den Status und den Zustand von Gegenständen bereitgestellt. Diese Transparenz hilft Unternehmen, ihre Lagerbestände zu optimieren, Überbestände zu reduzieren und Fehlbestände zu vermeiden. Die Bestandsverwaltung wird verbessert und Kosten werden eingespart.

Etiketten liefern wichtige Informationen zur Rückverfolgung von Produkten in der gesamten Lieferkette. Diese Rückverfolgbarkeit ist für die Qualitätskontrolle, das Rückrufmanagement und die Authentifizierung von Produkten unerlässlich. Sie stellt sicher, dass Unternehmen die Herkunft, den Transport und die Geschichte ihrer Produkte genau verfolgen können. Etiketten enthalten auch Sicherheitsinformationen wie Gefahrenwarnungen, Handhabungsanweisungen und Notfallmaßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmern und Verbrauchern. Diese Informationen sind entscheidend für die Vermeidung von Unfällen, die ordnungsgemäße Verwendung von Produkten und Geräten und die Aufrechterhaltung einer sicheren Arbeitsumgebung.

Die in Etiketten oder Tags eingebetteten IoT-Sensoren können für Condition Monitoring verwendet werden. Der Zustand von Assets und Geräten wird kontinuierlich in Echtzeit überwacht werden, was die Predictive Maintenance ermöglicht.

Einer der Hauptvorteile der industriellen Kennzeichnung besteht darin, dass sie die Einhaltung von Branchenvorschriften und -normen gewährleistet. In vielen Branchen, z. B. in der Automobilindustrie, der Pharmaindustrie, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie und der chemischen Industrie, gelten strenge Kennzeichnungsvorschriften, um Sicherheit und Transparenz zu gewährleisten. Eine ordnungsgemäße Kennzeichnung hilft den Unternehmen, diese rechtlichen Verpflichtungen zu erfüllen und Bußgelder und rechtliche Probleme zu vermeiden.

Vorteile von Wireless IoT

  • Erhöhte Transparenz und Sichtbarkeit
  • Ermöglicht Fälschungssicherheit
  • Optimierte Bestandsverwaltung
  • Verfolgung in Echtzeit
  • Erhöhte Sicherheit

Herausforderungen bei der industriellen Kennzeichnung und Identifizierung

Obwohl Etiketten verwendet werden, um die Einhaltung von Vorschriften und Normen zu gewährleisten, entwickeln sich diese ständig weiter. Unternehmen müssen sich über die neuesten Compliance-Vorschriften und -Verfahren auf dem Laufenden halten, die von den zuständigen Behörden und Branchenverbänden eingeführt werden.

Es ist sehr wichtig, dass die Etiketten korrekt auf den Produkten angebracht werden, um sicherzustellen, dass den Akteuren in der Lieferkette die richtigen Informationen zur Verfügung gestellt werden. Fehler bei der Etikettierung können zu Produktrückrufen und Unterbrechungen der Lieferkette führen.

Unternehmen, die international tätig sind, müssen sicherstellen, dass ihre Produktetiketten den jeweiligen sprachlichen Anforderungen sowie den länderspezifischen Etikettenvorschriften entsprechen. Etikettensoftware wird zur Entwicklung von Etiketten in verschiedenen Sprachen verwendet.

Es ist auch wichtig, die Umgebung der Etiketten zu berücksichtigen. RFID-Etiketten zum Beispiel sind in der Nähe von Metall oder Wasser störanfällig. Barcodes sind nicht für raue Umgebungen geeignet, die das Etikett beschädigen und ein ordnungsgemäßes Lesen und Identifizieren verhindern können.

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Ausblick – Next-Level industrielle Kennzeichnung und Identifikation

Zukünftige Trends in der industriellen Kennzeichnung und Identifikation sind die zunehmende Integration von KI in Kennzeichnungssysteme, AR-Etiketten für eine verbesserte und dynamische Kundeninteraktion und die steigende Nachfrage nach personalisierten Etiketten.

Künstliche Intelligenz (KI)

KI hat das Potenzial, Etikettierungsprozesse vom Etikettdesign über den Druck bis hin zur Etikettierungssoftware zu verbessern. KI-Algorithmen verbessern sowohl die Geschwindigkeit als auch die Genauigkeit von Etikettierprozessen. Etikettiermaschinen mit KI sind in der Lage, sich an unterschiedliche Produktgrößen und -formen anzupassen.

Augmented Reality (AR)-Etiketten

AR-Etiketten enthalten Trigger oder Markierungen, die von einer entsprechenden AR-App erkannt werden. Durch die Erfassung des AR-Labels mit Geräten wie Smartphone- oder Tablet-Kameras und AR-Brillen erkennt die AR-App oder der Browser die Markierungen und löst die Überlagerung der digitalen Inhalte aus. Dazu gehört zum Beispiel die Aktivierung von Videos, 3D-Modellen, Animationen oder interaktiven Spielen.

Personalisierung

Durch den Einsatz moderner Drucktechnologien, IoT-Integration und Datenanalyse können Unternehmen maßgeschneiderte Etiketten erstellen, die Rückverfolgbarkeit, Compliance, Effizienz und Kundenzufriedenheit verbessern. Der Schwerpunkt liegt auf der Anpassung von Etiketten und Kennzeichnungen an spezifische Anforderungen, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

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