Digitalisierung und IT im Einzelhandel

13 Min
02. Mai 2024
Einzelhandel Industrie

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Das Ladensterben in den Innenstädten geht auch nach der Pandemie ungebremst weiter. Hohe Energie- und Mietpreise sowie ein verändertes Einkaufsverhalten haben viele Einzelhändler in die Insolvenz getrieben. Für diese Entwicklung machen die Einzelhändler nicht nur die Verbraucher selbst verantwortlich, sondern fordern auch von der Politik, die Rahmenbedingungen für den Handel zu verbessern. Einzelhändler, die bereits vor Jahren ihre Verwaltungsprozesse digitalisiert, das Online-Geschäft ausgebaut und Personal abgebaut haben, werden chancenreich aus der Einzelhandelskrise hervorgehen.

1. Status Quo

Der Handel im Digitalzeitalter

Der Wandel im Einzelhandel ist in den Innenstädten sichtbar. Fazit: Der stationäre Einzelhandel befindet sich derzeit in einer Krise, der Handelsverband Deutschland (HED) rechnet bis 2024 mit einem Rückgang von 5.000 Einzelhandelsbetrieben allein in Deutschland. Diese Entwicklung betrifft sowohl große Warenhäuser als auch alteingesessene Fachgeschäfte, die neben den bereits genannten Herausforderungen auch mit Nachfolgeproblemen zu kämpfen haben. Die Zahlen zeigen, dass auch der Mittelstand betroffen ist.

Die Experten des Handelsverbandes sehen neben den gestiegenen Energiekosten auch die Inflation und die Konjunktursorgen der Verbraucher als Gründe für die Krise. Auch der russisch-ukrainische Krieg und die Pandemie werden als Ursachen genannt. Wichtigster Punkt bleibt aber, dass immer noch fast 60 Prozent aller Einzelhändler keine Produkte über das Internet anbieten. Das veränderte Einkaufsverhalten vieler Konsumenten zwingt viele Einzelhändler dazu, dem E-Commerce eine immer größere Bedeutung beizumessen. Bevor wir in die Analyse einsteigen und vor allem die drahtlosen IoT-Technologien in den Mittelpunkt rücken, soll an dieser Stelle die Branche selbst vorgestellt werden.

Welche Sparten gibt es im Einzelhandel

Alle Branchen und Unternehmen des Einzelhandels konzentrieren sich auf den Verkauf von Waren und nicht auf deren Verarbeitung. Zum Lebensmitteleinzelhandel gehören kleine Läden, Getränkemärkte, Supermärkte und auch kleine Feinkostläden. Der Sammelbegriff Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist der Fachbegriff für Unternehmen, deren Sortiment fast ausschließlich aus Lebensmitteln besteht.

Der Bereich Bekleidung und Mode umfasst Bekleidungsgeschäfte, Schuhgeschäfte oder Modeboutiquen. Ein weiterer Bereich des Einzelhandels sind Baustoffe, elektronische Produkte wie Smartphones und Computer oder Haushaltswaren und Möbel sowie Spielwaren, Sport- und Freizeitartikel. Im Bereich Gesundheitswesen und Körperpflege bieten Drogerien, Apotheken oder Kosmetikstudios ihre Produkte an. Neben Kfz-Werkstätten zählen auch Dienstleistungsbetriebe wie Banken, Reisebüros, Versicherungen oder Postämter zum Einzelhandel.

Die Retail Supply Chain

Neben den Kaufhausketten und Kleinbetrieben existieren darüber hinaus noch Händler Großhändler zeichnen sich dadurch aus, dass sie waren in sehr großen Mengen an Einzelhändler weiterverkaufen. Sie sorgen dafür, dass Einzelhändler immer mit ausreichend Ware versorgt werden. Die Logistikdienstleister, deren Hauptfunktion in der Distribution von Waren liegt, gehören nicht direkt zur Branche der Einzelhandelsunternehmen, sind aber sehr eng mit ihr verknüpft. Bei der Betrachtung von Wireless IoT Funktechnologien zeigt sich zeigt sich, dass reibungslose Retail Supply Chains auf die enge Zusammenarbeit zwischen den Transportunternehmen und den Einzelhändlern angewiesen sind.

Smart Retail mit Beratung

Auf dem Dienstleistungssektor wird der Einzelhandel von Verpackungsunternehmen, Marketingfirmen und Werbeagenturen sowie Finanzdienstleister unterstützt. Immer wichtiger wird vor allem das Beratungsgeschäft durch IT Unternehmen. Sie sorgen dafür, dass der Einzelhandel eine neue Ausrichtung in Zeiten des E-Commerce und der Digitalisierung finden kann. IT Unternehmen. Sie beraten den Einzelhandel zum Thema Big Data im Handel, IT im Handel, Smart Retail Systeme und Edge Computing.

System Kundenbindung muss neu gedacht werden

Bevor der Status von Wireless IoT genauer beleuchtet werden kann, macht es Sinn erst einmal den Status vom Kaufverhalten und Kundenbindung in der EU zu betrachten. Nicht erst seit der Pandemie hat sich das Online Shopping sehr stark entwickelt. Von einem Boom kann gesprochen werden. In 2023 haben über 75 Prozent aller Menschen zwischen 16 und 75 Jahren schon einmal waren im Internet bestellt. Vor allem in den Niederlanden liegt der prozentuale Anteil von online Shopping bei 95 Prozent. Auf Platz acht im Ranking liegt Deutschland. Knapp über 80 Prozent haben in Deutschland bereits einmal Waren online bestellt.

Vor allem Kleidungsstücke sind im E-Commerce am beliebtesten. 70 Prozent aller Kleidungsstücke werden im EU Durchschnitt online eingekauft. In 2023 haben laut Prognosen 26 Prozent aller Käufer Möbel, Gartenartikel oder ein Zubehör ebenfalls online gekauft. Auf dem Sektor Arzneimittel wurden 22 Prozent Onlineeinkäufe getätigt. Bei Lebensmitteln betrug der Anteil 17 Prozent. Alle Angaben beziehen sich auf die Altersgruppen der 16 bis 74-jährige. Dass der Einzelhandel sich mit einer strukturellen Veränderung und auch einer veränderten Kundenbindung konfrontiert sieht, liegt auf der Hand. Darüber hinaus haben 34 Prozent aller Menschen in der EU Streaming Dienste genutzt, um Filme zu konsumieren.

Quelle: Eurostat, Statistisches Bundesamt

Digitalisierung und IoT im Retail System

Auch die Verbraucher merken, das Wireless IoT Technologien im Einzelhandel immer häufiger präsent sind. Das betrifft nicht nur das kontaktlose Bezahlen, sondern beispielsweise Retail Apps, die über Rabattangebote informieren oder NFC-Tags, die Information über Produkte und deren Herkunft enthalten.Die kontaktlose Technologie hat im Einzelhandel in den letzten Jahren rapide an Bedeutung gewonnen. Inzwischen gehört auch das Bezahlen mit einer Smart Watch zu den Varianten der innovativen Zahlungslösung. Kunden schätzen die Bequemlichkeit und Geschwindigkeit kontaktloser Zahlungen, während Einzelhändler von verkürzten Wartezeiten an der Kasse und einer erhöhten Kundenbindung profitieren.

An vielen Point of Sales (POS) dürfen Kunden inzwischen ihre Waren selber scannen. Noch innovativer sind Kassensysteme, die die Waren eigenständig erkennen, sobald diese in einen Korb oder auf eine Waage gelegt werden. Self-Checkout-Systeme nehmen immer mehr zu. Diese Praxisbeispiele betreffen den Kunden selber. Auf Seiten der Einzelhändler ist ein noch höherer Anstieg an Wireless IT Technologien in den Logistikprozessen, den Kommissionierungsprozessen, der Warenpräsentation im Shop oder den Kundenbindungsprozessen über Loyalty-Programme zu verzeichnen.

Wireless-IoT-Technologien im Einzelhandel

  • BLE

    Bluetooth Low Energy (Bluetooth LE) und BLE Beacons werden für die Standortverfolgung von Kunden, die Bereitstellung von personalisierten Angeboten und das digitale Marketing in Geschäften eingesetzt.

  • RFID

    Radio-Frequency Identification (RFID) und Near Field Communication (NFC) im Einzelhandel werden zur Bestandsverfolgung, Diebstahlsprävention, Lagerverwaltung und zur Verbesserung der Effizienz bei der Inventur eingesetzt.

  • Sensorik

    Verschiedene Arten von Sensoren, wie Temperatur-, Feuchtigkeits- und Bewegungssensoren, werden im Einzelhandel eingesetzt, um Umgebungsbedingungen zu überwachen, die Sicherheit zu verbessern und das Kundenverhalten zu analysieren.

  • RTLS

    Real-Time Location System (RTLS) und Ultra-Wideband (UWB) ermöglichen die Verfolgung von Waren in Echtzeit.

Produkte für den smarten Einzelhandel

Die Palette der Produkte im Einzelhandel, sei es Software oder Hardware, ist so vielfältig das im Prinzip so gut wie alle Produkte im Handel effizient eingesetzt werden können. Dazu gehören RFID Schreib-/Lesegeräte, Bluetooth LE- oder LoRaWAN-Gateways zur Standortbestimmung von Waren, Scanner, Antennen zur Erfassung von RFID-Tags, Kameras, die den Warenbestand vor Diebstahl schützen sowie Roboter, die selbstständig Regale einräumen, Kunden bedienen oder Fragen beantworten.

2. In der Praxis

Einsatzbereiche von Wireless IT

Es gibt mehrere Einsatzbereiche im Einzelhandel, in denen die Integration von Wireless-IoT-Technologien besonders innovativ ist und eine hohe Effizienz bietet. Die folgenden Beispiele zeigen, dass der Schwerpunkt der Wireless IoT Effizienz auf der Automatisierung, der Transparenz von Prozessen, der Konnektivität von Daten und der Auswertung vom Kaufverhalten liegt. Zu diesen Praxisbeispielen gehören das Asset Tracking, das Asset Management, Temperaturüberwachung, Diebstahlschutz, Fälschungssicherheit, Facility Management und das Bestandsmanagement im Einzelhandel. Alle Lösungen und Einsatzbereiche beruhen auf der Konnektivität von Daten. Die Stichworte lauten Retail Connectivity und Cloud Computing. Lösung für den Kunden, auch als Consumer IoT bezeichnet, beinhalten die personalisierte Kundeninteraktion, das standortbasierte Marketing, kundenspezifische Werbung und Kundenstromanalysen.

Stadium verbessert die Bestandsgenauigkeit mit UHF-RFID

Der Sportbekleidungseinzelhändler Stadium nutzt RFID, um die Bestandsgenauigkeit zu erhöhen und Überproduktionen zu reduzieren. Die Entscheidung, RFID in den 180 Geschäften von Stadium einzuführen, wurde im Jahr 2020 getroffen. Bis Ende 2021 wurden 30 Millionen Artikel in den Geschäften mit RFID gekennzeichnet, was einem Anteil von 85 Prozent aller Artikel entspricht. Die Waren werden ab der Produktion mit UHF-RFID-Etiketten gekennzeichnet. Durch den Einsatz von RFID werden die Inventuren nun wöchentlich statt jährlich durchgeführt. Die Inventur wird über die zwei bis drei Handlesegeräte im Geschäft durchgeführt. Der Zeitaufwand für die Inventur konnte von 200 Stunden oder 4.500 Arbeitstagen auf nur noch zwei bis drei Stunden reduziert werden. Dies entspricht einer Reduzierung des Inventuraufwands um mehr als 30 Prozent. Zudem konnte die Inventurgenauigkeit von 70 auf nahezu 100 Prozent gesteigert werden.

Teaser: RFID-controlled Supply Chain at Stadium
Die RFID-gesteuerte Supply Chain bei Stadium

„Erst durch den Einsatz von RFID haben wir erkannt, wie viele Waren nicht rechtzeitig oder gar nicht auf der Shopfläche ankamen. Durch die Bestandsgenauigkeit wurde kein zusätzlicher Lagerbestand mehr benötigt. Auch die Lagerfläche konnte reduziert werden. In Geschäften, die neu eröffnet werden kann Stadium durchschnittlich 30 Quadratmeter Lagerfläche einsparen und in Verkaufsfläche umwandeln.“

Johan Stenström

Supply Chain Developer and Project Manager, Stadium

Logo Stadium

Einkaufswagen-Tracking mit 5G bei Spar Austria Group

Das Handelsunternehmen Spar Austria Group hat in Floridsdorf in Wien einen 5G-Testmarkt eingerichtet. Im Interspar-Markt kommunizieren 5G-fähige intelligente Einkaufswagen mit einem privaten 5G-Campus-Netz. Die Position der Einkaufswagen wird mit einer Genauigkeit von bis zu 20 Zentimetern erfasst. Aus den gesammelten Standortdaten der einzelnen Einkaufswagen lassen sich unter anderem Informationen über die zurückgelegten Wege im Markt, die Einkaufsdauer und die Zeit bis zum Checkout ableiten. Die Daten werden anonym erhoben. Auf Basis der Daten können Warteschlangen an der Kasse und Diebstähle vermieden werden.

5G in the Supermarket
SPAR Österreich-Gruppe optimiert die Customer Journey mit 5G

„Schon jetzt wird KI eingesetzt, um ideale Erntezeiten für Obst und Gemüse zu errechnen und die Produktverfügbarkeit im Supermarkt zu steigern.“

Andreas Kranabitl

CIO, Spar Austria Group

Spar Austria Group Logo

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3. Panorama

Achterbahnfahrt beim Konsumverhalten

Die negativen Auswirkungen der Pandemie auf den Einzelhandel waren deutlich spürbar. Die Ausgaben der privaten Haushalte für Konsumgüter gingen zurück. Geschäfte wurden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Reisen eingeschränkt. Diese Veränderungen führten auch dazu, dass die Kundinnen und Kunden weniger Geld ausgaben. Anfang 2023 belastete zudem die steigende Inflation das Konsumverhalten. Die negative Wahrnehmung der gesamtwirtschaftlichen Lage wurde durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine noch verstärkt. Diese negative Wahrnehmung wirkte sich auch auf das Verbrauchervertrauen aus. Die Verbraucher begründen ihre negative Wahrnehmung mit den steigenden Verbraucherpreisen für Lebensmittel und Energie sowie der Inflationsrate. Verzögerungen in den Lieferketten haben ebenfalls das Vertrauen der Verbraucher in den Einzelhandel geschwächt.

Die Perspektive des Einzelhandels ist ähnlich. Die Pandemie hat zu Geschäftsschließungen und damit zu Umsatzeinbußen geführt. Nach einer Normalisierung des Kaufverhaltens im Jahr 2021 begann das Jahr 2022 erneut mit einer Kaufzurückhaltung. Für die drahtlose Informationstechnologie ist die wirtschaftliche Gesundheit des Einzelhandels entscheidend, um Investitionen in innovative Technologien zu tätigen. Aktuelle Insolvenzen, auch bei großen Handelsketten, stimmen eher kritisch. Einzelhändler, die ihre Marktanteile auch in Zukunft halten wollen, müssen innovative Prozesse und E-Commerce vorantreiben, um zu wachsen.

KI Advanced Analytics und Metaverse

Künstliche Intelligenz und Metaverse könnte man auch als populäre Buzzwords bezeichnen. Oder etwa nicht? Handelsverbände sind sich einig, dass einer der größten Trends im Jahr 2024 die Integration von generativer künstlicher Intelligenz und Advanced Analytics in allen Handelsbereichen sein wird. Einkaufsassistenten in Form von Chatbots sollen den Kunden motivieren und den Einkauf zum Erlebnis machen. Mit dem Projekt Text-to-Shop hat Walmart 2023 einen großen Schritt in Richtung Conversational Commerce gemacht. Per SMS erhalten Kunden individuelle Einkaufsvorschläge, Rezepte oder Zutatenlisten. Die Wertschöpfung im Einzelhandel und neue Geschäftsmodelle werden stark von KI beeinflusst. Je stärker der Conversational Commerce wächst, desto effizienter können Preise, Sortimente, Rabattaktionen und Werbung platziert werden. Wie funktioniert das? Gesammelte Daten werden in Echtzeit ausgewertet und so die Customer Journey optimiert.

Experten berichten, dass Händler durch den Einsatz von KI ihre EBIT-Marge um bis zu 1 Prozent optimieren können. Es wird erwartet, dass der Einzelhandel in den kommenden Jahren bis zu 20 Prozent Effizienzsteigerung durch KI freisetzen wird. Virtuelle Anproben werden den CO2-Fußabdruck im Metaverse deutlich reduzieren und gleichzeitig das Einkaufserlebnis innovativ verändern.

Handel sucht nach innovativen Konzepten

Beginnen wir mit dem Konzept des Digital Twin im Einzelhandel. Hierbei handelt es sich um die Schaffung eines virtuellen Abbilds eines physischen Geschäfts, das Daten in Echtzeit nutzt, um Abläufe zu analysieren und zu verbessern. Ein Digital Twin ermöglicht Einzelhändlern, verschiedene Szenarien zu simulieren, um die Auswirkungen von Änderungen im Layout oder in den Betriebsabläufen zu verstehen ohne diese physisch umsetzen zu müssen.

Geofencing ist eine weitere Technologie, die im Einzelhandel an Bedeutung gewinnt. Durch die Erstellung virtueller Grenzen um einen geografischen Standort können Einzelhändler automatisch spezifische Aktionen auslösen, wenn ein Kunde mit einem Smartphone diese Grenzen betritt oder verlässt. Ein Geofence kann beispielsweise genutzt werden, um Kunden beim Betreten eines Geschäfts personalisierte Angebote oder Rabatte direkt auf ihr Smartphone zu senden. Diese zielgerichteten Maßnahmen können die Kundenbindung erhöhen und den Umsatz steigern.

Im Bereich der Smart-Home-Integration entwickeln Einzelhändler innovative Möglichkeiten, ihre Produkte und Dienstleistungen in das alltägliche Leben der Kunden zu integrieren. Durch die Verbindung von Smart-Home-Geräten mit Einkaufsplattformen können Kunden beispielsweise Haushaltsgeräte direkt aus ihrer Smart-Home-App heraus nachbestellen oder Einkaufslisten automatisch basierend auf ihrem Verbrauch aktualisieren. Die nahtlose Verbindung zwischen Online-Shopping und der physischen Produktnutzung erhöht die Bequemlichkeit für den Kunden und eröffnet gleichzeitig neue Vertriebskanäle für den Einzelhandel.

Machine Vision im Einzelhandel nutzt Kameratechnologien und künstliche Intelligenz, um Objekte, Menschen und sogar deren Handlungen automatisch zu erkennen und zu interpretieren. Im Geschäft können Machine-Vision-Systeme zur Überwachung der Lagerbestände, zur Analyse des Kundenverhaltens und zur Optimierung der Produktplatzierung verwendet werden. Darüber hinaus ermöglicht Machine Vision eine effizientere und genauere Kassenabwicklung, indem Produkte automatisch erkannt und berechnet werden. Dies führt zu einer schnelleren Abwicklung und verbessert die Kundenzufriedenheit.

Spezialisierte Partner für Einzelhandelslösungen

Stationärer Handel war gestern?

In den vorangegangenen Abschnitten wurden die Herausforderungen für den Einzelhandel deutlich. Immer weniger Geschäfte und immer weniger Kunden in den Innenstädten. Wie der Bekleidungssektor erlebt auch der Lebensmitteleinzelhandel den größten Wandel seiner Geschichte. Der tiefgreifende Wandel des Handels ist in vollem Gange. Es ist nicht übertrieben, von disruptiven Ereignissen zu sprechen.

Die Zukunft liegt im mobilen Einkaufen. Nutzer mobiler Apps und Geräte sind bis zu 40 Prozent aktiver beim Einkaufen. Das betrifft sowohl die Anzahl der Produkte als auch die Häufigkeit. Moderne Shopping-Apps erfreuen sich großer Beliebtheit. Werbung auf Papier war gestern. Die Apps deutscher Händler verzeichnen zwischen 55 Millionen Downloads. Ihre Attraktivität beruht vor allem auf digitalen Rabattcoupons.

Die rasante Entwicklung stellt den Handel aber auch vor neue Risiken. Big Data und Cloud Transformation bedeuten, dass Cybersicherheit und Datenschutz deutlich erhöht werden müssen. Gleichzeitig müssen Handelsunternehmen ihren CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren, um junge Konsumenten zu begeistern. Zu diesen Herausforderungen kommt noch das Problem der Lieferketten hinzu. KI kann Handelsunternehmen helfen, aus diesen Krisen herauszukommen. Die Integration von KI-Lösungen bedeutet jedoch, die Systeme von Grund auf zu erneuern.

Visionen für den Einzelhandel 

Künstliche Intelligenz im Einzelhandel spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht personalisierte Einkaufserlebnisse, indem sie Kundenpräferenzen analysiert und maßgeschneiderte Produktempfehlungen erstellt. Durch den Einsatz von Computer Vision im Einzelhandel können Geschäfte das Kundenverhalten in Echtzeit beobachten und analysieren, was eine gezielte Gestaltung von Verkaufsflächen und eine bessere Kundenansprache ermöglicht.

Das Facility Management im Einzelhandel profitiert ebenfalls von diesen technologischen Fortschritten. Sensoren und IoT-Geräte überwachen kontinuierlich die Infrastruktur eines Geschäfts, was die Wartung und den Betrieb effizienter und kostengünstiger gestaltet. Ein weiterer innovativer Ansatz ist der Retail Digital Twin, der digitale Replikate von physischen Einzelhandelsgeschäften erstellt. Diese digitalen Zwillinge ermöglichen es, verschiedene Szenarien zu testen und Optimierungen durchzuführen, bevor sie in der realen Welt umgesetzt werden.

Effizientes Bestandsmanagement im Handel ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Durch die Nutzung von Retail Big Data können Einzelhändler ihre Lagerbestände besser verwalten, Nachbestellungen optimieren und Engpässe vermeiden. Machine Learning im Einzelhandel hilft dabei, Verkaufsdaten zu analysieren und präzise Prognosen über die Nachfrage zu erstellen. Diese Vorhersagen unterstützen die Planung und tragen dazu bei, dass stets die richtigen Produkte in den richtigen Mengen verfügbar sind.

Das Internet der Dinge im Einzelhandel vernetzt verschiedene Geräte und Systeme, um ein nahtloses Einkaufserlebnis zu schaffen. Von intelligenten Regalen, die den Bestand automatisch überwachen, bis hin zu vernetzten Kassensystemen, die Wartezeiten reduzieren, tragen IoT-Lösungen zur Effizienz und Kundenzufriedenheit bei. Künstliche Intelligenz im Handel unterstützt zudem die Automatisierung von Routineaufgaben und verbessert die Entscheidungsfindung, indem sie wertvolle Einblicke aus großen Datenmengen gewinnt.

Insgesamt bieten diese Technologien eine Vision für den Einzelhandel, die geprägt ist von Effizienz, Personalisierung und einem verbesserten Kundenerlebnis. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz, Computer Vision, digitalem Facility Management, digitalen Zwillingen, verbessertem Bestandsmanagement, Big Data, Machine Learning und dem Internet der Dinge können Einzelhändler ihre Prozesse optimieren, Kosten senken und die Kundenzufriedenheit steigern. Diese Innovationen ermöglichen es dem Einzelhandel, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen und gleichzeitig neue Chancen zu nutzen.

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