BTRY erhält 2,2 Mio. € EIC-Förderung für Dünnschicht-Festkörperbatterien
Die Förderung unterstützt die Industrialisierung der ultradünnen Festkörperbatterietechnologie von BTRY und die Vorbereitung einer großvolumigen Produktion in Europa.
DÜBENDORF, Schweiz, 16. Juni 2026 – BTRY erhält 2,2 Millionen Euro an nicht verwässernder Förderfinanzierung aus dem EIC Accelerator des Europäischen Innovationsrats. Die Mittel sollen die Industrialisierung der Dünnschicht-Festkörperbatterietechnologie des Unternehmens beschleunigen.
Der EIC Accelerator zählt zu den wettbewerbsintensivsten europäischen Förderprogrammen für Deep-Tech-Start-ups. In der aktuellen Förderrunde wurden nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren 38 Unternehmen aus Europa ausgewählt. Die Erfolgsquote lag bei unter fünf Prozent.
Vom Forschungsspin-off zur industriellen Fertigung
BTRY wurde als Spin-off der ETH Zürich und der Empa gegründet. Das Unternehmen entwickelt und fertigt ultradünne Festkörperbatterien für Industrial IoT, Medizintechnik, Wearables und Unterhaltungselektronik.
Die Technologie richtet sich an kompakte Geräte, bei denen herkömmliche Batterien hinsichtlich Bauform, Sicherheit, Temperaturbereich, Leistungsabgabe oder Herstellbarkeit an Grenzen stoßen.
BTRY verbindet Energiespeicherung und hohe Leistungsabgabe in einer einzigen Batterie. Dadurch kann in bestimmten Anwendungen auf die zusätzliche Kombination mit Superkondensatoren verzichtet werden.
Lösungsmittelfreie Fertigung im Rolle-zu-Rolle-Verfahren
Ein zentrales Merkmal der Technologie ist das lösungsmittelfreie Vakuumbeschichtungsverfahren. Dabei nutzt BTRY etablierte Rolle-zu-Rolle-Anlagen aus der Halbleiterindustrie.
Dieser Ansatz soll eine skalierbare und kosteneffiziente Produktion ermöglichen und zugleich zu einer nachhaltigeren und resilienteren Batteriefertigung in Europa beitragen.
Mit der Förderung will BTRY seine Produktionsprozesse weiter industrialisieren, die Marktreife erhöhen und die Technologie auf eine kommerzielle Fertigung vorbereiten.
Grundlage für eine europäische Batteriefabrik
BTRY plant, mit den Fördermitteln die Grundlage für Europas erste Fabrik für Dünnschicht-Festkörperbatterien zu schaffen. Die Anlage soll perspektivisch mehrere Millionen Batterien pro Jahr produzieren können.
Die künftigen Kapazitäten sollen Anwendungen in den Bereichen Industrial IoT, MedTech, Wearables, Smart Sensoring und kompakte Elektronik bedienen.
„Die Förderung durch den EIC Accelerator ist ein wichtiger Meilenstein für BTRY“, sagte Moritz Futscher, CEO und Co-Founder von BTRY. „Sie hilft uns dabei, unseren Produktionsprozess zu industrialisieren, den Markteintritt zu beschleunigen und die Grundlage für eine großvolumige Fertigung von Dünnschicht-Festkörperbatterien in Europa zu schaffen.“
BTRY sieht in der Förderung einen wichtigen Schritt, um die europäische Position in der fortschrittlichen Batteriefertigung und Energiespeicherung zu stärken.
BTRY beim Think WIoT Livestream
Am 17. Juni 2026 spricht Moritz Futscher im Think WIoT Livestream „Ultra-Low-Power Design: Harvesting & Storage for Tags & Sensor Nodes“ zum Thema „Solid-State Batteries for BLE Labels“.
Die Session zeigt, wie ultradünne Festkörperbatterien kurze Stromspitzen, lange Laufzeiten und Energy-Harvesting-Systeme in BLE-Labels, LoRaWAN-Trackern, Wearables und kompakten IoT-Geräten unterstützen können.
Uhrzeit: 13:00–13:30 Uhr CEST
Hier registrieren: https://wiot-group.com/think/de/livestreams/think-wiot-ultra-low-power-harvesting-smart-storage-iot/
Über BTRY
BTRY ist ein Schweizer Batterietechnologieunternehmen und ein Spin-off der ETH Zürich und der Empa.
Das Unternehmen entwickelt ultradünne Festkörperbatterien für Industrial IoT, Medizintechnik, Wearables und Unterhaltungselektronik. Die Technologie ist für kompakte Anwendungen ausgelegt, bei denen herkömmliche Batterien hinsichtlich Bauform, Sicherheit, Temperaturbereich, Leistungsabgabe oder Produktion an Grenzen stoßen.
BTRY nutzt ein lösungsmittelfreies Vakuumbeschichtungsverfahren auf Basis skalierbarer Rolle-zu-Rolle-Fertigungstechnologie und bereitet die industrielle Produktion in Europa vor.
Über den Europäischen Innovationsrat (EIC)
Der Europäische Innovationsrat wurde im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe eingerichtet.
Mit einem Budget von 10,1 Milliarden Euro unterstützt der EIC risikoreiche und wirkungsstarke Innovationen von der frühen Forschung und dem Proof of Concept bis zur Kommerzialisierung und Skalierung von Start-ups sowie kleinen und mittleren Unternehmen.