RFID-Sicherheit im Gesundheitswesen: Vom Neugeborenenschutz bis zum Personalalarm

Martin Hartwigsen

Martin Hartwigsen

Business Development Manager

Veröffentlicht

07. Oktober 2026

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RFID im Gesundheitswesen kann weit mehr als nur Personen oder Gegenstände identifizieren. Wenn die Identifikation mit definierten Erfassungszonen, Zugangskontrolle und automatisierten Alarmen kombiniert wird, wird RFID Teil eines aktiven Sicherheitssystems.

In diesem Vortrag erläutert Martin Hartwigsen, Business Development Manager bei deister electronic, wie das „amanTag Personal Protection System“ des Unternehmens zum Schutz von Neugeborenen, Patienten, Bewohnern und Mitarbeitern in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eingesetzt wird.

RFID-Erfassungszonen für Sicherheit in Echtzeit

Das Herzstück der Lösung bilden RFID-Transponder, die von Personen getragen oder an Gegenständen befestigt werden, sowie strategisch installierte Ortungsgeräte, die diese erkennen, sobald sie definierte Bereiche betreten. Hartwigsen stellt das Ortungsgerät LCA 500 LT vor, das Antenne und Lesegerät in einem einzigen Gehäuse vereint und ein einstellbares Erfassungsfeld von bis zu fünf Metern erzeugt.

Transponder, die in dieses Feld eintreten, werden aktiviert und senden ihre ID mit 868 MHz. Es können mehrere Tags gleichzeitig identifiziert werden, sodass das System nicht nur einzelne Personen, sondern auch Situationen erkennen kann, in denen sich mehrere Transponder in derselben Zone befinden.

Verschiedene Transponderausführungen unterstützen unterschiedliche Anwendungsbereiche. Neben Asset-Tags bietet deister electronic einen speziellen Baby- und Asset-Tag, am Handgelenk zu tragende Tags, einen konfigurierbaren Transponder sowie eine Version mit integriertem Alarmknopf an.

Schutz von Neugeborenen und Entbindungsstationen

Eine Anwendungsmöglichkeit ist der Schutz von Neugeborenen und Entbindungsstationen. Müttern und Babys können RFID-Tags zugewiesen werden, sodass ihre Identität und ihre Bewegungen elektronisch überprüft werden können.

Definierte Zonen und Durchgänge können überwacht werden, wodurch unbefugte Bewegungen erkannt oder Maßnahmen ausgelöst werden können, bevor sich eine kritische Situation entwickelt. Das System kombiniert somit Identifizierung mit standortbezogenen Sicherheitsprozessen, anstatt sich ausschließlich auf manuelle Kontrollen zu verlassen.

Verhindern von Weglaufen in der Demenzpflege

Das gleiche Prinzip kommt in der Alten- und Demenzpflege zum Einsatz. Bewohner, bei denen die Gefahr des Weglaufens besteht, können einen Transponder tragen, der automatisch erkannt wird, wenn sie sich geschützten Ausgängen oder gesperrten Bereichen nähern.

Elektronische Türen lassen sich direkt in das Ortungssystem integrieren, sodass Zugangsentscheidungen oder Alarme automatisch ausgelöst werden können. Hartwigsen demonstriert zudem, wie sich die Bewegungsrichtung mithilfe von zwei Ortungsgeräten ermitteln lässt. So kann das System unterscheiden, ob jemand einen Bereich betritt oder verlässt, und gleichzeitig unnötige Alarme reduzieren.

Schutz ohne Abschottung: Funktechnik für mehr Freiheit bei Demenz

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RFID-basierte Notrufe

RFID kann auch eine aktive Notruffunktion bereitstellen. Ein am Körper tragbarer Tag mit integriertem Knopf ermöglicht es Bewohnern oder Pflegekräften, selbst einen Alarm auszulösen.

Das System kann die Transponder-ID zusammen mit der Position des erfassenden Ortungsgeräts übertragen, wodurch das Personal leichter erkennen kann, wo Hilfe benötigt wird. Ein „Airlink Spot“ erweitert dieses Konzept um die Kommunikation in Innenräumen über Entfernungen von bis zu etwa 25 Metern und kann Statusmeldungen, elektronische Türschlösser sowie die „Commander“-Software von deister miteinander verbinden.

Schutz des Personals in Gefahrenbereichen

Für Mitarbeiter, die in potenziell gefährlichen Umgebungen arbeiten, kann dieselbe Technologie als persönliches Alarmsystem dienen. Hartwigsen zeigt Szenarien, in denen das Personal diskret einen Notruf auslösen kann, wenn es mit Aggressionen oder anderen Bedrohungen konfrontiert wird.

Die RFID-Erkennung kann auch dazu genutzt werden, Personal von Gefahren- oder Sperrbereichen fernzuhalten, wodurch die Technologie nicht nur für Gesundheitseinrichtungen, sondern auch für andere sicherheitskritische Arbeitsstätten relevant ist.

Von der Identifizierung zum automatisierten Schutz

Die Präsentation demonstriert einen praktischen Ansatz für RFID-basierte Sicherheit: Anstatt Identifizierung, Ortung, Zugangskontrolle und Alarmierung als separate Systeme zu behandeln, verbindet amanTag diese innerhalb betrieblicher Arbeitsabläufe.

Das Ergebnis ist eine konfigurierbare Infrastruktur, die automatisch reagieren kann, wenn Personen kritische Bereiche betreten, Hilfe anfordern oder zusätzlichen Schutz benötigen.

Bei Fragen zu den im Video gezeigten Anwendungen, zur Systemintegration oder zu Einsatzmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an Martin Hartwigsen, Business Development Manager bei deister electronic.

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