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Eine Milliarde Cellular-LPWAN-Verbindungen: Die nächste Phase des IoT beginnt

  • Veröffentlicht: 23. März 2026
  • Lesezeit: 3 min
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Eine Milliarde Cellular-LPWAN-Verbindungen: Die nächste Phase des IoT beginnt
Mehr als eine Milliarde LTE-M- und NB-IoT-Verbindungen zeigen, dass mobilfunkbasierte LPWAN-Netzwerke zu einer globalen Grundlage für skalierbare IoT-Implementierungen geworden sind. Bildquelle: Sierra Wireless

Der Markt für mobilfunkbasiertes IoT hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nach Angaben der GSMA hat das Mobilfunk-Ökosystem bis Ende 2025 die Marke von einer Milliarde aktiver NB-IoT- und LTE-M-Verbindungen überschritten. Diese Zahl zeigt, dass mobilfunkbasiertes IoT mit geringem Stromverbrauch keine Nischenlösung mehr ist. Es hat sich zu einer bewährten globalen Grundlage für vernetzte Geräte entwickelt.

Anlass für diesen Artikel ist ein kürzlich erschienener Semtech-Blogbeitrag auf der ehemaligen Website von Sierra Wireless. In diesem Beitrag blickt Gus Vos, Chief Scientist bei Semtech, auf den langen technischen Weg von den frühen 3GPP-Arbeiten bis hin zu den heutigen groß angelegten LPWAN-Implementierungen zurück. Semtech gibt an, seit 2008 an der Entwicklung von LTE-M und NB-IoT beteiligt zu sein – lange bevor zelluläres LPWAN zum Mainstream wurde.

Was ist zellulares LPWAN?

Cellular LPWAN steht für Low Power Wide Area Network und nutzt lizenzierte Mobilfunkinfrastruktur. Praktisch gesehen ist es für Geräte konzipiert, die relativ kleine Datenmengen über große Entfernungen senden müssen und dabei nur sehr wenig Energie verbrauchen.

Die beiden derzeit wichtigsten zellularen LPWAN-Technologien sind LTE-M und NB-IoT. Sie sind für Anwendungen wie intelligente Stromzähler, Tracker, Sensoren und Überwachungsgeräte konzipiert, die jahrelang mit Batteriestrom betrieben werden müssen und dabei eine zuverlässige Netzabdeckung gewährleisten.

Genau diese Lücke konnten frühe Mobilfunknetze nicht gut schließen. Herkömmliches LTE wurde für Smartphones und Anwendungen mit höherer Bandbreite entwickelt, nicht für Millionen kostengünstiger IoT-Geräte, die eine lange Batterielebensdauer, niedrigere Modulkosten und eine erweiterte Netzabdeckung benötigten.

Semtech erklärt in seinem Blog, dass diese Herausforderung dazu beitrug, seine Ingenieure in frühe Standardisierungsdiskussionen einzubeziehen.

Von der Standardisierung zum Massive IoT

Als LTE-M und NB-IoT 2017 offiziell eingeführt wurden, war ein Großteil der Vorarbeit bereits geleistet. Was folgte, war kein plötzlicher Durchbruch, sondern ein stetiger Prozess der Produktoptimierung, der Abstimmung mit Netzbetreibern und der praktischen Umsetzung.

Semtech beschreibt die ersten LTE-M-Geräte als funktionsfähig, jedoch noch nicht hinsichtlich Kosten oder Batterielaufzeit optimiert. Im Laufe der Zeit verbesserten spezielle LPWAN-Module den Stromverbrauch, die Batterieleistung und die Reichweite und trugen dazu bei, dass sich zelluläres LPWAN in den Bereichen intelligente Zähler, Logistik, Landwirtschaft und Asset-Tracking etablieren konnte.

Die Marke von einer Milliarde zeigt, dass die Technologie kommerzielle Reife erreicht hat. Für Unternehmen sind LTE-M und NB-IoT nicht mehr nur Standards auf dem Papier. Sie sind etablierte Konnektivitätsoptionen mit echter Skalierbarkeit, breiter Unterstützung durch das Ökosystem und wachsendem Vertrauen in den Betrieb. Die GSMA präsentiert diesen Meilenstein als Ergebnis jahrelanger Zusammenarbeit zwischen Betreibern, Normungsgremien und der gesamten Mobilfunkbranche.

Wie geht es weiter?

Auch der Blog von Semtech blickt über den aktuellen Meilenstein hinaus. Gus Vos verweist auf erste Diskussionen zu 6G, die darauf abzielen, die IoT-Konnektivität weiter zu vereinfachen. Zu den Themen gehören ein einheitlicheres IoT-Framework, stärkere globale Unterstützung von Anfang an und Geräte, die effizient bleiben und sich gleichzeitig nahtloser in zukünftige Mobilfunknetze einfügen.

Damit ist der Meilenstein von einer Milliarde mehr als nur ein Grund zum Feiern. Er ist ein Zeichen dafür, dass sich zelluläres LPWAN von einem vielversprechenden Anfang zu einer echten Infrastruktur entwickelt hat. Die nächste Frage lautet nicht mehr, ob LTE-M und NB-IoT skalierbar sind. Es geht vielmehr darum, welche Branchen als Nächstes darauf aufbauen werden.


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Veröffentlicht von
Think WIoT
Kontakt:
Anja Van Bocxlaer