Identiv-Interview beleuchtet sichere digitale Identität für vernetzte Verpackungen
Ashley Burkle, Director of Business Development bei Identiv, erläutert in einem neuen Q&A, das von The Retail Bulletin (3. Februar 2026) veröffentlicht wurde, wie sichere digitale Identitäten, die in Verpackungen und Produkte eingebettet sind, zu einem praktischen Werkzeug für den Einzelhandel und Markenbetriebe werden.
Verpackungen werden zu digitalen Kontaktpunkten
Das Interview liest sich wie eine Roadmap für die Zukunft vernetzter Verpackungen. Burkle erklärt, warum Verpackungen nicht mehr nur Behälter oder Werbefläche sind, sondern zunehmend zu digitalen Kontaktpunkten werden, die die Echtheit von Produkten bestätigen, vertrauenswürdige Produktdaten enthalten und Produkte mit Cloud-Diensten und Kundenerlebnissen verbinden können.
Die Kernidee: eine sichere digitale Identität für jeden Artikel
Mithilfe von NFC-, BLE- und UHF-RFID-Inlays, -Tags und -Etiketten ermöglicht Identiv die eindeutige Identifizierung von Produkten vom Zeitpunkt der Herstellung über die Logistik und den Ladenbetrieb bis hin zum Verbraucher. Burkle betrachtet diese Identitätsebene als Brücke zwischen den betrieblichen Anforderungen und den Erwartungen der Verbraucher, die Produkte zu zuverlässigen Quellen für markenautorisierte Echtzeitdaten macht.
Warum dies für den Einzelhandel und Marken wichtig ist
Das Interview verbindet vernetzte Verpackungen mit messbaren Ergebnissen. Auf der operativen Seite können sichere Identitäten die Authentifizierung, Fälschungssicherheit und eine genauere Bestandsübersicht unterstützen. Auf der Kundenseite kann durch einfaches Antippen Produktinformationen, Nachhaltigkeitsdetails, Tutorials, Werbeaktionen, Prämien und Nachbestellungen abgerufen werden.
Die Kernaussage ist, dass die Kundenbindung an eine verifizierte Produktidentität geknüpft ist, wodurch eine stärkere Vertrauensbasis geschaffen wird.
Vom Pilotprojekt zur Produktion: Design für die reale Welt
Burkle gibt praktische Hinweise zur Umsetzung. Programme beginnen mit der Zusammenarbeit und der technischen Planung für reale Bedingungen, einschließlich anspruchsvoller Materialien und Formfaktoren wie gebogenes Glas, kleine Etikettenflächen oder schwierige Oberflächen.
Der Erfolg wird an den Ergebnissen gemessen, zum Beispiel an einer Verringerung der Rückgaben aufgrund von Fälschungen, einer Umstellung von manueller auf automatisierte Berichterstattung oder einer deutlichen Steigerung des Engagements durch Tap-to-Connect.
DPP-Bereitschaft und gemeinsame Innovation durch Partnerschaften
Ein aktuelles Thema ist die durch Vorschriften geförderte Transparenz. Burkle hebt die wachsende Bedeutung des digitalen Produktpasses hervor und erklärt, wie sichere Identifikatoren Marken dabei helfen können, Informationen auf Produktebene zugänglich und glaubwürdig zu machen und gleichzeitig das Erlebnis für Käufer und Partner einfach zu halten.
Sie betont auch, dass Partnerschaften für die Entwicklung von End-to-End-Lösungen, die sichere Identifikatoren mit Cloud-Plattformen und Datenökosystemen kombinieren, von entscheidender Bedeutung sind.
Was kommt als Nächstes: sensorgestützte Etiketten
Mit Blick auf die Zukunft weist die Fragerunde auf sensorgestützte Etiketten als nächste Welle hin. Burkle skizziert, wie durch die Erweiterung der BLE-Fähigkeiten Zustandsüberwachungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Stöße hinzugefügt werden können, wodurch die digitale Identität auf die Sichtbarkeit des Produktzustands ausgeweitet wird, um Frische, Sicherheit und Kreislaufwirtschaft in den Lieferketten zu unterstützen.
„Wenn Informationen leicht verständlich sind und Interaktionen sich natürlich anfühlen, tritt die Technologie selbst in den Hintergrund und hinterlässt Vertrauen in das Produkt, in die Marke und in die Entscheidungen, die Menschen jeden Tag treffen.“ – Ashley Burkle, Director of Business Development bei Identiv
Um zu erfahren, wie sichere digitale Identitäten und vernetzte Verpackungen die Authentifizierung, Rückverfolgbarkeit und Kundenbindung unterstützen können, wenden Sie sich an Identiv.
Dieses Interview wurde erstmals am 3. Februar 2026 von The Retail Bulletin veröffentlicht.