CLCs Ansatz: Digitale Logistik beginnt mit einer Frage, nicht mit einem Tracker
In einer kürzlich erschienenen Folge des Podcasts „LogisticsMatter“ diskutierte Davy Baars, CEO von Connected Load Carrier (CLC), mit Moderator Martijn Graat über die Veränderungen in den globalen Lieferketten. Als Gründer von LogisticsMatter beschäftigt sich Martijn seit über einem Jahrzehnt mit Innovationen, die die Welt in Bewegung halten. Damit war dieser Podcast die perfekte Plattform für ein Gespräch über die nächsten Herausforderungen der digitalen Logistik.
Ist Logistik wichtig?
Martijn eröffnete die Sitzung mit einer einfachen Frage, die er seinen Gästen immer zu Beginn eines Podcasts stellt: „Ist Logistik wichtig?“
„Natürlich ist Logistik wichtig“, antwortete Davy. Er erklärte, dass zwar der physische Transport von Gütern die Grundlage bildet, die eigentliche Chance jedoch in der „digitalen Ebene“ liegt, die darüber liegt. Im Laufe des Gesprächs wurde deutlich, dass sich die Art und Weise, wie Logistik Wert schafft, weiterentwickelt. Diese Vision treibt CLC dazu an, die Branche herauszufordern und sich über interne Silos hinaus zu einem digital vernetzten Ökosystem zu entwickeln.
In dieser Folge wird untersucht, was eine digitale Lieferkette eigentlich bedeutet, warum viele Transformationen in der Hardware-Phase ins Stocken geraten und wie Unternehmen messbaren Wert schaffen können, indem sie sich auf die operativen Fragen konzentrieren, die sie beantworten müssen, und nicht auf die Technologie, die sie kaufen.
Von Tech-Startups zur Transformation der Lieferkette
Davys Weg in die Logistik war von einer klaren Mission geprägt: seine Erfahrungen im Technologiebereich und bei Start-ups auf globale Herausforderungen anzuwenden. Er erkannte, dass die Lieferkette, eine Branche, die durch enorme Volumina und ständige Bewegung gekennzeichnet ist, das perfekte Umfeld für den großflächigen Einsatz des IoT war. Es war ein Sektor, der auf physischer Stärke basierte und nur darauf wartete, dass eine digitale Ebene sein volles Potenzial freisetzte.
Diese Erkenntnis führte zur Gründung von CLC. In den letzten acht Jahren hat sich dieser Fokus zu einer klaren Mission entwickelt: über den „siloartigen” Ansatz hinauszugehen und traditionelle Lieferketten in digital vernetzte Ökosysteme zu verwandeln.
Was ist also eine digitale Lieferkette?
Laut Davy ist eine digitale Lieferkette eine digitale Nachbildung, eine Ebene, die über dem physischen Fluss liegt und Bewegungen, Vermögenswerte und Transaktionen widerspiegelt.
Diese digitale Ebene wurde entwickelt, um Folgendes zu ermöglichen:
Transparenz: Sie kennen jederzeit den tatsächlichen Status Ihrer Abläufe.
Effizienz: Identifizieren Sie Engpässe, bevor sie zu kostspieligen Verzögerungen führen.
Verwertbare Erkenntnisse: Verwandeln Sie Rohdaten in klare Geschäftsentscheidungen.
Die größte Herausforderung dabei ist, dass Lieferketten Ökosysteme sind. Während Unternehmen oft versuchen, die Effizienz innerhalb ihrer eigenen vier Wände zu verbessern, liegt die eigentliche Chance in den „Handschlag“-Momenten: den Übergaben, bei denen Waren, Verantwortung und Papierkram zwischen den Partnern innerhalb dieser Ökosysteme den Besitzer wechseln.
Asset-Tracking vs. Sendungsverfolgung
Davy unterscheidet klar zwischen der Verfolgung von Vermögenswerten (Paletten, Rollkäfige, Mehrwegbehälter) und der Verfolgung von Sendungen (die Waren selbst).
„Der Eigentümer der Sendung und der Eigentümer der Assets sind in der Regel immer noch zwei verschiedene Unternehmen”, erklärte Davy . „Man muss sie als zwei unterschiedliche Aufgaben betrachten, die es zu lösen gilt.”
Viele Unternehmen beginnen mit der Verfolgung von Vermögenswerten, um Verluste zu vermeiden. Davy weist jedoch darauf hin, dass die Konzentration auf Verluste nur eine einmalige Einsparung darstellt. Der wahre, wiederkehrende Wert ergibt sich aus dem Verständnis, wie sich Vermögenswerte verhalten:
Wie schnell werden sie umgeschlagen?
Wo liegen sie ungenutzt herum?
Indem sie erkennen, wo der Fluss stoppt, können Unternehmen aufhören zu raten und stattdessen operative Änderungen vornehmen, die tatsächlich die Effizienz steigern.
Die Gefahr des „Hardware-Kuschelns“
Eine der wichtigsten Botschaften des Podcasts war eine Warnung an die Verantwortlichen für die Lieferkette: Beginnen Sie nicht mit dem „Verwöhnen von Hardware”.
Viele Unternehmen sehen neue IoT-Geräte oder RFID-Lösungen und stürzen sich in deren Einsatz. Aber wie Davy erklärte, ist es oft kontraproduktiv, mit der Hardware zu beginnen. Technologie ist ein Werkzeug, aber ohne ein definiertes operatives Ziel liefert sie selten einen strukturellen Mehrwert.
Stattdessen sollten Unternehmen mit klaren Fragen beginnen:
Welches geschäftliche Problem lösen wir?
Wo liegen unsere größten Effizienzgewinne?
Welche blinden Flecken wirken sich tatsächlich auf den Betrieb aus?
Erst wenn diese Fragen geklärt sind, sollte die richtige Technologie ausgewählt werden.
Der Entwurf für die Standardisierung
Bevor eine Lieferkette digitalisiert werden kann, muss sie standardisiert werden. Davy merkte an, dass es „verblüffend” sei, wie viele Lieferketten mit einer chaotischen Mischung aus Etikettengrößen, Barcode-Formaten und Identifizierungsmethoden arbeiten.
Der Weg zum Erfolg:
Eindeutige Identitäten: Jedes Asset eindeutig kennzeichnen (z.B. Nummerierung von 1 bis 100 statt nur „100 vom Typ B”).
Universelle Etiketten: Verwendung standardisierter SSCC-Etiketten (Serial Shipping Container Codes), die Ihre „Nachbarn“ in der Lieferkette tatsächlich lesen können.
Digitale Zwillinge: Anpassung an kommende Vorschriften wie die PPWR der EU, die eine digitale Darstellung von Assets zur Verwaltung der Kreislaufwirtschaft fordert.
Über die Papierdokumente hinaus
Bei der digitalen Transformation geht es ebenso sehr um Menschen wie um Hardware. Viele Unternehmen zögern instinktiv, ihre Betriebsdetails weiterzugeben. Davys Gegenargument ist einfach: „Sie geben diese Informationen bereits physisch weiter”.
Jedes Mal, wenn Sie einen Ladungsträger mit einem Papieretikett versenden, geben Sie Informationen weiter. Durch die Umstellung auf ein digitales Format entfällt die manuelle Neueingabe und es werden menschliche Fehler reduziert. Davon profitieren alle Beteiligten in der Lieferkette.
Überwindung der Investitionsbarriere mit Solution-as-a-Service
Die digitale Transformation erfordert Investitionen, die oft mit der physischen Expansion konkurrieren. Um diese Hürde zu verringern, arbeitet CLC nach einem Solution-as-a-Service-Modell.
Anstatt eine massive Vorabinvestition in Hardware zu verlangen, übernimmt CLC die volle Verantwortung für die Einrichtung. Dazu gehören die Hardware, die Konnektivität und die laufende Wartung. Durch die Verknüpfung des Modells mit messbaren Erkenntnissen und Effizienzgewinnen verlagert sich der Fokus von einer beängstigenden Kapitalinvestition (CAPEX) auf eine langfristige Partnerschaft, die auf tatsächlichen Ergebnissen basiert.
Welche Vorteile sehen Unternehmen?
Schnellere Umschlagshäufigkeit
Optimierung der Geschwindigkeit, mit der Vermögenswerte an den Anfang der Kette zurückkehren.Reduzierte Verweildauer
Identifizierung von Stellen, an denen Waren ungenutzt herumstehen.Administrative Freiheit
Eliminierung der „Excel-basierten” Logistik, bei der Menschen Daten von einem System in ein anderes eingeben müssen.Automatische Handshakes
Automatische Auslösung von Rechnungen oder Statusaktualisierungen, wenn Waren bewegt werden.
Dies sind keine abstrakten digitalen Vorteile. Es handelt sich um operative Verbesserungen, die auf validierten Warenbewegungen basieren.
Beginnen Sie noch heute
Davy's Rat an die Branche ist klar: Warten Sie nicht. Mit dem Aufstieg der KI und dem zunehmenden regulatorischen Druck vergrößert sich die Kluft zwischen den „Haben“ und „Nicht-Haben“ im digitalen Bereich.
„Machen Sie kleine Schritte”, rät Davy. „Überlegen Sie sich, was Sie erreichen wollen. Beginnen Sie nicht mit der Hardware. Wichtig ist: ‚Wo muss ich die Vorteile sehen?‘”
Die digitale Transformation sollte nicht darauf basieren, den neuesten Tracker/das neueste Gadget zu kaufen. Es sollte darum gehen, die Art und Weise zu verändern, wie Ihr Unternehmen Erkenntnisse nutzt, um intelligenter zu arbeiten. Diese Reise beginnt, wenn Sie den ersten Schritt wagen.
Warum die Reise mit CLC beginnt
CLC wurde speziell entwickelt, um die von Davy erwähnten „kleinen Schritte“ zu erleichtern. CLC bietet Ihnen die nötige Transparenz, um genau zu erkennen, wo Ihre Gewinne liegen.
Identifizieren Sie die Gewinne: Nutzen Sie Echtzeitdaten, um Engpässe in Ihrer Lieferkette zu erkennen, bevor sie zu kostspieligen Verzögerungen führen.
Skalieren Sie in Ihrem Tempo: Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt und skalieren Sie, sobald Sie den ROI nachweisen können, getreu der „kleinen Schritte”-Philosophie.
Machen Sie Ihre Anlagen zukunftssicher: Bereiten Sie Ihre Logistik auf die KI-gesteuerte Welt vor, indem Sie „dumme” Ladungsträger (wie Paletten und Container) in intelligente Datenpunkte verwandeln.
Der Weg zu einer digitalen Lieferkette muss kein großer Sprung sein. Indem Sie sich auf die richtigen Fragen konzentrieren und maßvolle Schritte unternehmen, können Sie Effizienzsteigerungen erzielen, die zuvor unsichtbar waren. CLC hilft Ihnen dabei, diese Fragen zu definieren, die richtige Technologie für Ihren Business Case auszuwählen und begleitet Sie bei jedem Schritt der Implementierung.
Wenn Sie bereit sind, manuelle Übergaben in nahtlose digitale Handshakes zu verwandeln, wenden Sie sich noch heute an CLC.
Möchten Sie die ganze Geschichte hören? Klicken Sie hier, um das vollständige Gespräch zwischen Davy Baars und Martijn Graat im LogisticsMatter-Podcast anzuhören.