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Women of AIDC: Stimmen, die die Branche prägen

Frauen prägen die AIDC-Branche maßgeblich durch ihre vielfältigen Perspektiven, fördern Innovation und stärken die Branche mit Sichtbarkeit, Netzwerken und nachhaltiger Entwicklung.

  • Veröffentlicht: 24. März 2026
  • Lesezeit: 13 min
  • Von: Anja Van Bocxlaer
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Women of AIDC: Stimmen, die die Branche prägen
Im Jahr 1973, dem Gründungsjahr von AIM Global, waren nur 30 Prozent der Frauen erwerbstätig. Es kam nur sehr selten vor, dass sie Führungspositionen innehatten. Im Durchschnitt verdienten sie 45 Prozent weniger als Männer und waren vor allem in der Pflege, im Haushalt, in der Gastronomie oder in der Verwaltung beschäftigt. Heute gestalten Frauen die digitale Wirtschaft aktiv mit. Quelle: Think WIoT
  • Vielfältige Teams in AIDC führen zu besseren Fragen und Entscheidungen.
  • Die Initiative „Women of AIDC“ stärkt Frauen durch Sichtbarkeit, Mentoring und Networking.
  • Technologische Entwicklungen wie RFID und 2D-Codes prägen die Branche und erhöhen die Bedeutung automatisierter Datenerfassung.
  • Unternehmen müssen inklusive Kulturen fördern und langfristige Karriereperspektiven für Frauen schaffen.

AIDC, kurz für Automatic Identification and Data Capture, braucht Frauen nicht als Symbole, sondern als Stimmen für bessere Entscheidungen. Julie McGill von Trustwell und Patti Blessing von Zebra Technologies sprechen über Karrierewege, Sichtbarkeit und Chancen in einer Branche, die mit Technologien wie Barcode, RFID und Datenerfassung zentrale Prozesse in Wirtschaft und Industrie prägt.

Julie McGill und Patti Blessing gehören zu den engagierten Stimmen hinter „Women of AIDC“, einer Initiative von AIM Global, dem weltweiten Verband der AIDC-Branche.

In diesem Interview reflektieren sie über ihren Werdegang in der Branche, die technologische Entwicklung von Barcodes zu RFID sowie die Bedeutung von Mentoring, Networking und Sichtbarkeit, um mehr Frauen zu ermutigen, in diesen Bereich einzusteigen und dort langfristig erfolgreich zu sein. Beide sind Gründungsmitglieder von „Women of AIDC“, das 2025 ins Leben gerufen wurde.

Warum sind Frauen in der AIDC-Branche wichtig?

Julie McGill: Vielfältige Teams stellen bessere Fragen und erzielen bessere Ergebnisse. Unterschiedliche Perspektiven führen zu besseren Fragen, besseren Entscheidungen und letztendlich zu besseren Ergebnissen.

Ich komme ursprünglich aus der Brauindustrie, wo die meisten Führungspositionen von Männern besetzt waren. Deshalb hatte eine weibliche CIO einen so tiefgreifenden Einfluss auf mich. Sie förderte Frauen aktiv, vernetzte sie und ermöglichte Mentoring. Das bleibt einem im Gedächtnis. Und genau deshalb zögerten viele von uns nicht, als die Idee für „Women of AIDC“ aufkam.

Was ich heute sehe: Viele junge Talente kennen AIDC einfach nicht. Dabei geht es um weit mehr als nur Barcodes oder Scanner. Es geht um Transparenz, Prozesse, Sicherheit, Lieferketten und darum, wie Unternehmen wirklich funktionieren.

Frauen bringen hier oft eine zusätzliche Perspektive ein. Sie denken ganzheitlicher, erkennen die Auswirkungen auf damit verbundene Prozesse und treiben die Umsetzung aktiv voran.

Es verändert sich viel, besonders in der Lebensmittelindustrie. Heute sitzen neben der IT auch die Verantwortlichen für Qualität, Lebensmittelsicherheit und Compliance mit am Tisch. Das schafft neue Rollen – und neue Möglichkeiten, etwas zu bewirken.

Welche Ziele hat sich „Women of AIDC“ gesetzt?

Patti Blessing: Als wir die Frauengruppe ins Leben riefen, ging es nie darum, Frauen abzugrenzen oder einen separaten Raum nur für sie zu schaffen. Vielmehr ging es darum, Frauen sichtbar zu machen – erfolgreiche Frauen zu würdigen, ihre Geschichten zu erzählen und dadurch greifbare Vorbilder zu schaffen. Unser Ziel war von Anfang an, Sichtbarkeit zu schaffen, Vorbilder zu präsentieren und Orientierung zu bieten.

Wenn junge Frauen sehen, wer die AIDC-Branche prägt, wird aus einer abstrakten Idee eine reale Option. Uns ist wichtig, dass die Gruppe kein geschlossener Kreis ist; auch Männer nehmen teil. Es geht nicht um Trennung, sondern um Austausch und Verständnis.

Julie, wie würdest du die Mission von „Women of AIDC“ beschreiben?

Julie McGill: Unsere Mission ist einfach: Menschen miteinander zu verbinden. Den Austausch zu fördern. Die Entwicklung voranzutreiben.

Wir bringen Menschen auf die Bühne, die ihre Lebenswege teilen – mit all den Herausforderungen, Entscheidungen und Erfahrungen. Diese Einblicke dienen als Orientierung. Sie zeigen, dass es nicht nur einen einzigen Weg gibt. Und oft reicht schon eine einzige Verbindung, ein Funke oder ein Gespräch, um etwas in Gang zu setzen.

Wie international ist „Women of AIDC“?

Patti Blessing: Sehr international. Die Mitglieder kommen aus Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika.

Viele sind erfahren – aber wir wollen auch jüngere Talente erreichen. Deshalb ist die Teilnahme offen und kostenlos. Man muss kein AIM-Mitglied sein. Das ist besonders wichtig für Studierende und Berufseinsteigerinnen. Der größte Mehrwert zeigt sich im Alltag:

Wenn jemand vor einem Karriereschritt steht, kann sie sich direkt an andere wenden und fragen: Wie würdest du das angehen? Dieses Netzwerk bietet Unterstützung – genau im richtigen Moment.

Was motiviert Sie, in dieser Gruppe mitzuarbeiten?

Patti Blessing: Ehrlich gesagt , die Menschen.

Mit so vielen klugen, engagierten Frauen zusammenzuarbeiten, ist etwas Besonderes. Es entstehen echte Beziehungen – nicht nur beruflich, sondern auch persönlich.

Und ich habe es schon immer genossen, als Mentorin tätig zu sein. Wenn ich jemandem helfen kann, seinen eigenen Weg schneller zu finden, ist das für mich ein echter Gewinn.

Julie McGill: Ich habe selbst sehr von der Unterstützung anderer profitiert. Deshalb ist es mir wichtig, etwas zurückzugeben. Mentoring kann im richtigen Moment einen großen Unterschied machen.

Und das Netzwerk hilft dabei. Es fällt leichter, ins Gespräch zu kommen; man hat sofort einen gemeinsamen Bezugspunkt. Gerade heute, wo viele Kontakte so zielorientiert sind, macht das einen großen Unterschied.

Das fördert einen echten Austausch – auf Augenhöhe.

Gab es einen Moment in Ihrer Karriere, der Ihren weiteren Weg entscheidend geprägt hat?

Julie McGill: Ein Moment hat meinen Karriereweg besonders geprägt. Während meiner Zeit bei der Coors Brewing Company bat mich ein Mentor zu einem Gespräch in sein Büro. Ich arbeitete damals an einem Projekt mit unserem Vertriebsnetzwerk, und er sagte zu mir: „Ich möchte, dass du mit unserem Netzwerk an EDI arbeitest.“

Meine ehrliche Antwort lautete: „Ich weiß nicht einmal, wie man EDI buchstabiert. Ich weiß nicht einmal, wofür es steht.“ Genau das macht diesen Moment für mich bis heute so besonders. Er konzentrierte sich nicht zuerst auf das, was mir an technischen Fähigkeiten noch fehlte. Er sah etwas anderes: die Beziehungen, die ich bereits aufgebaut hatte, das vorhandene Vertrauen und mein Potenzial.

Im Grunde sagte er: „Die technische Seite kann ich dir beibringen. Wir können dich auf Schulungen schicken; wir können dir zeigen, wie die Software funktioniert und wie man diese Prozesse einrichtet. Aber die Beziehungen zu den Händlern – dieses Vertrauen – das kann ich nicht einfach kaufen.“

Die Tatsache, dass damals jemand etwas in mir sah, das ich selbst noch gar nicht erkennen konnte, hat viel verändert. Diese Chance öffnete mir eine Tür und hat, rückblickend betrachtet, meiner Karriere eine ganz neue Richtung gegeben. Er sah Potenzial, keine Defizite.

Diese Grundlagen sind bis heute relevant. Ob EDI, XML oder Blockchain – vieles davon baut auf diesem Fundament auf.

Patti Blessing: Ich kann nicht sagen, dass ich einen bestimmten „Aha“-Moment hatte, aber ich kann Ihnen sagen, dass ich das Vergnügen hatte, in meinem Leben für einige unglaublich professionelle und großzügige Menschen zu arbeiten, die alle außerhalb der Arbeit als Trainer tätig waren.

Sie trainierten Fußballmannschaften, Basketballmannschaften oder Schachmannschaften. Und sie alle haben mich dazu inspiriert, mich ständig zu verbessern. Und sie sahen etwas in mir, das sich weiterentwickeln konnte. Sie motivierten mich, besser zu werden – sowohl beruflich als auch persönlich.

Und genau das möchte ich heute weitergeben.

„Es ist eine Männerwelt“ – gab es einen Moment, in dem Sie das so empfunden haben?

Patti Blessing: Ja. Schon sehr früh. Nach einem erfolgreichen Deal fragte mich ein Manager beim Abendessen: „Wie ist es, als Frau in einer Männerwelt zu sein?“

Das war ein entscheidender Moment für mich. Damals waren solche Aussagen in vielen Branchen noch alltäglicher als heute. Und ich erinnere mich noch genau daran, was das in mir ausgelöst hat. Es entfachte ein kleines Feuer. Mein erster Gedanke war: Das ist nicht richtig. Und ich werde nicht zulassen, dass eine solche Aussage definiert, wer ich bin.

In diesem Moment wusste ich mit Sicherheit, dass ich meine Karriere nicht von den Erwartungen anderer bestimmen lassen würde, sondern dass ich selbst entscheiden würde, wer ich bin, wozu ich fähig bin und welchen Weg ich einschlage.

Julie McGill: Mir fallen zwei Beispiele ein. Zu Beginn meiner Karriere kam es vor, dass man eine Konferenz betrat und die Mehrheit der Teilnehmer Männer waren. Wenn ich in einem Raum mit 100 Personen stand, waren 10 von uns Frauen. Das fällt auf. Gleichzeitig sehe ich positive Entwicklungen, da immer mehr Frauen in Führungspositionen befördert werden, auch in meiner eigenen Organisation, wo wir eine weibliche CEO haben.

Wir bewegen uns in die richtige Richtung, und Unternehmensgruppen wie „Women of AIDC“ bieten Möglichkeiten, wichtige Beziehungen aufzubauen und unsere Netzwerke zu erweitern.

Was müssen Unternehmen heute besser machen?

Julie McGill: Es beginnt mit der Unternehmenskultur. Unternehmen müssen Umgebungen schaffen, die wirklich inklusiv sind.

Gleichzeitig beobachten wir einen Wandel. An vielen Universitäten gibt es heute mehr Frauen als Männer.

Das Talent ist da. Unternehmen müssen dort präsent sein, frühzeitig Kontakte knüpfen und klare Karrierewege anbieten. Denn es geht nicht nur darum, Frauen zu gewinnen – es geht darum, sie langfristig zu halten.

Ihre Botschaft an junge Frauen?

Patti Blessing: Engagiert euch. Im Ernst. Es lohnt sich. AIDC ist eine unglaublich spannende, dynamische und schnell wachsende Branche mit enormem Potenzial. Und das Tolle daran ist: Es gibt nicht nur einen einzigen Weg. Ob ihr im Produktmanagement, im Vertrieb, in der Entwicklung, im Marketing oder im Finanzwesen arbeiten wollt – die Möglichkeiten sind endlos.

Wenn wir über AIDC sprechen, sprechen wir über Technologien, die Informationen erfassen, Produkte verfolgen und Prozesse transparent machen können. Und genau dort tut sich gerade viel. Neue Technologien entstehen, bestehende entwickeln sich weiter – und alles läuft zusammen.

Was mich daran begeistert, ist, dass diese Branche einen echten Einfluss hat. Im Gesundheitswesen sorgt sie für mehr Sicherheit. In der Lieferkette sorgt sie für mehr Effizienz. Im Einzelhandel sorgt sie dafür, dass Produkte zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und zum richtigen Preis verfügbar sind. Und das sind nur einige Beispiele.

Es ist also nicht nur eine interessante Branche – es ist eine, die wirklich etwas bewirkt. Der Zeitpunkt, um einzusteigen, war selten besser.

Julie McGill: Wir befinden uns derzeit in einer Phase, in der sich vieles verändert. Wir sehen mehr Frauen in Führungspositionen, eine größere Sichtbarkeit und mehr Chancen.

Ich sehe immer mehr starke weibliche Führungskräfte in den Unternehmen, für die ich gearbeitet habe, und ich sehe das auch bei unseren Kunden. Sie erreichen die höchsten Positionen, darunter CIO, CFO und CEO. Es ist eine spannende Zeit für Frauen in AIDC-Funktionen.

Was sich ebenfalls verändert, ist die Denkweise: Heute geht es mehr darum, sich gegenseitig zu unterstützen, Wissen zu teilen und gemeinsam voranzukommen. Genau das versuchen wir mit unserer Community zu fördern.

Letztendlich geht es darum, Türen zu öffnen – und sicherzustellen, dass die nächste Generation nicht nur durch sie hindurchgehen kann, sondern sich dort langfristig zu Hause fühlt und weiter wachsen kann.

Women of AIDC: Eine Plattform, ein Netzwerk und eine Stimme für Frauen in der Branche

„Women of AIDC“ wurde 2025 ins Leben gerufen und ist eine Initiative, die darauf abzielt, Frauen in der Welt der automatischen Identifikation und Datenerfassung zu vernetzen und zu stärken. Das Netzwerk wurde im Januar 2025 offiziell angekündigt, und das Kick-off-Meeting fand am 28. März 2025 statt.

Im Mittelpunkt steht eine klare Mission: die Stärkung von Frauen in der AIDC-Branche durch Führung, Innovation und Inklusion. Networking , berufliche Weiterentwicklung und Interessenvertretung sollen dazu beitragen, mehr Chancen zu schaffen und Frauen in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und globale Lieferketten nachhaltig zu unterstützen.

Die Initiative wird von erfahrenen Branchenvertreterinnen geleitet, darunter Patti Blessing (Zebra Technologies), Julie McGill (Trustwell), Jeanne Duckett, Elizabeth Sinclair und Sharmeen Khan (OpsSmart).

Kurz nach ihrem Start zeigt „Women of AIDC“ bereits sichtbare Wirkung. Auf der GS1 Connect 2025 wurde Melanie Nuce-Hilton (GS1) als erste Preisträgerin des „Women of Distinction Awards“ ausgezeichnet. Darüber hinaus gibt es eine Podcast-Reihe mit bekannten Stimmen aus der Branche, darunter Vertreter von Avery Dennison, Honeywell, Trustwell, BlueStar, SICK Sensor Intelligence, PLM Trustlink, TSC und OMRON Automation.

Auch die Community-Dialoge zeigen, dass das Netzwerk den Austausch und neue Perspektiven aktiv fördert – mit Gästen wie Leigh Marshall Dow (Mattermost), Purni Wickramasinghe (Chick-fil-A) und Hannah Bernard (Avery Dennison).

„Women of AIDC“ zielt nicht nur darauf ab , Frauen in der AIDC-Branche zusammenzubringen, sondern ihnen auch mehr Sichtbarkeit, Reichweite und Einfluss zu verschaffen.

Über Julie McGill

Julie McGill, Vice President of Supply Chain Strategy and Insights bei Trustwell, bringt eine einzigartige Perspektive mit, da sie die Lebensmittelindustrie aus nahezu jedem Blickwinkel kennt.

Trustwell selbst entstand aus der Fusion zweier Organisationen – ESHA Research, bekannt für Nährwertkennzeichnung, und FoodLogiQ, spezialisiert auf Rückverfolgbarkeit, Compliance und Lieferantendaten. Heute schlägt das Unternehmen eine Brücke zwischen beiden Welten und kombiniert Rezept- und Nährwertinformationen mit nahtloser Dokumentation über die gesamte Lieferkette hinweg.

McGill ist seit etwa neun Jahren bei Trustwell tätig und eng mit Brancheninitiativen wie GS1 und der Produce Traceability Initiative verbunden. Ihre Aufgabe: Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und in konkrete Produktanforderungen umzusetzen – von neuen gesetzlichen Vorgaben bis hin zu technologischen Trends.

McGill findet die Dynamik der Branche besonders spannend. Immer mehr Unternehmen testen neue Ansätze wie RFID oder 2D-Codes, um eine größere Datentiefe oder durchgängige Rückverfolgbarkeit vom Hersteller bis zum Kunden zu erreichen. Für sie ist klar: Je komplexer die Anforderungen werden, desto wichtiger wird die automatisierte Datenerfassung – unabhängig davon, ob dies über Barcodes, RFID oder zukünftige Technologien geschieht.

Ihre eigene Laufbahn begann lange vor dem Zeitalter der Smartphones: bei der Coors Brewing Company, mit frühen Datenerfassungssystemen und Handheld-Geräten, die noch manuell synchronisiert werden mussten. Es folgte ein Wechsel zu Transora, einer frühen Datenplattform für die Lieferkette. Im Jahr 2005 wurde Transora von GS1 US übernommen, und Julie arbeitete in verschiedenen Funktionen, um Akteure der Lebensmittelindustrie bei der Einführung von GS1-Identifikatoren, Datenträgern und Methoden zum Datenaustausch zu unterstützen.

Heute ist sie auf der technologischen Seite angekommen – und beschreibt ihren Karriereweg treffend: In der Lebensmittelbranche verlässt man nie den Tisch – man wechselt nur den Platz.

Über Patti Blessing

Patti Blessing ist RFID- und Engagement-Managerin für den Einzelhandel und das Gastgewerbe bei Zebra Technologies – und zu Hause in der Welt der automatischen Datenerfassung seit über 20 Jahren.

Dass sie in diesem Bereich landen würde, war jedoch alles andere als geplant. Ihre Karriere begann im Einzelhandel – zu einer Zeit, als verkaufte Produkte noch von Hand auf Papier erfasst wurden. Keine Barcodes, keine Systeme, keine Echtzeitdaten.

Der Wendepunkt kam bei NCR. Dort erkannte sie schnell, welchen Unterschied das Scannen machen konnte: für die Bestandsgenauigkeit, die Kassierprozesse und letztlich für den Geschäftserfolg. Was damals mit Barcodes begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem umfassenden Verständnis von Daten und Transparenz entwickelt.

Heute liegt ihr Schwerpunkt auf RFID – doch ihre Projekte drehen sich stets um das Zusammenspiel verschiedener Technologien: Barcodes, QR-Codes, Machine Vision und zunehmend auch KI. Für Blessing ist genau das die spannendste Entwicklung: der Übergang von isolierter Datenerfassung zu intelligent vernetzten Systemen, die Entscheidungen in der Praxis ermöglichen.

Gerade die Lebensmittelindustrie zeigt, wie entscheidend diese Transparenz geworden ist. Zu wissen, wo sich ein Produkt befindet und was entlang der Lieferkette geschieht, ist heute nicht mehr nur eine Frage der Effizienz, sondern von zentraler Bedeutung für Sicherheit und Vertrauen.

Was als zufälliger Einstieg in das Fachgebiet begann, ist mittlerweile zu einer festen Überzeugung geworden: Die automatische Datenerfassung schafft Transparenz, reduziert den Aufwand und verbessert Prozesse – und wird damit zu einem der wichtigsten Wegbereiter moderner Lieferketten.

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