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Personalisierung von Smartcards im Automobilsektor

Das modulare und sichere CS-DOD-Kartenpersonalisierungssystem von Rinas ermöglicht eine vielfältige, effiziente und qualitativ hochwertige Produktion personalisierter Karten im Automobil- und weiteren Sektoren.

  • Überarbeitet: 17. November 2025
  • Lesezeit: 7 min
  • Von: Anja Van Bocxlaer
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Das CS-DOD-Kartenpersonalisierungssystem von Rinas Gerätetechnik ist eine hochmoderne, flexible Lösung für die Personalisierung von Kartendaten. Quelle: Rinas Gerätetechnik
  • Das Rinas CS-DOD-System personalisiert vielfältige Kartentypen effizient und modulartig.
  • Personalisierungsprozesse umfassen RFID-Lesung, Magnetstreifenkodierung, Inkjet-Druck und Etikettierung.
  • Fortschrittliche Kameratechnologie garantiert Echtzeit-Qualitätssicherung und Prozesskontrolle.
  • Die Datenverarbeitung erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ohne direkte RFID-Personalisierung.

Seit drei Jahren ist das CS-DOD-Kartenpersonalisierungssystem von Rinas Gerätetechnik bei PAV Card im Einsatz. Dieses kompakte, modulare System umfasst Kodierungseinheiten für RFID und Magnetstreifen, einen DOD-Drucker und ein Beschriftungsmodul. Es verarbeitet verschiedene Kartentypen, darunter Barcode-, QR-Code- und Magnetstreifenkarten.

Das System wird in erster Linie zur Personalisierung von Fahrzeugkarten in der Automobilindustrie eingesetzt – zum Aufbringen von Seriennummern, Namen oder Barcodes. Thomas Keller gibt Einblicke in die Produktionsschritte an der Kartenpersonalisierungsmaschine.

CS-DOD-System von Rinas im Einsatz bei PAV Card

Anwendungsfälle für die Kartenpersonalisierung

Die Maschine von Rinas wird zur Personalisierung einer Vielzahl von Kartentypen eingesetzt, darunter Geschenkkarten, Mitgliedsausweise und Krankenversicherungskarten. Sie ist für die Massenproduktion ausgelegt und wird von Unternehmen, Banken, Versicherungsgesellschaften und kommunalen Einrichtungen eingesetzt.

Großaufträge mit mehreren Millionen Karten sind ein wichtiger Teil des Produktionsprozesses. Gleichzeitig werden auch kleinere Aufträge effizient abgewickelt – oft handelt es sich dabei nur um 200 bis 300 Karten. Diese stammen in der Regel von Sportvereinen oder kleineren Organisationen und werden wöchentlich oder monatlich bearbeitet. Das System ist auch für geringe Stückzahlen konfiguriert, sodass sowohl einmalige als auch wiederkehrende Aufträge mit maximaler Effizienz ausgeführt werden können.

Für einen privaten Krankenversicherer produziert die Maschine Mitgliedskarten mit aufgedruckten Namen, Mitgliedsnummern und zusätzlichen Daten. Diese Karten verfügen derzeit zwar noch nicht über RFID-Funktionalität, ein Übergang zu RFID ist jedoch technisch möglich.

Auch Städte und Gemeinden setzen auf diese Technologie – so nutzt beispielsweise die Stadt Hamburg sie für Verwaltungszwecke, während die Stadt Lübeck sie für Karten der Feuerwehr und der Polizei einsetzt. Im Einzelhandel werden Geschenkkarten für Kundenbindungsprogramme und Werbekampagnen hergestellt.

Thomas Keller leitet die Kartenpersonalisierung bei PAV Card und bringt über 25 Jahre Erfahrung mit.
Thomas Keller leitet die Kartenpersonalisierung bei PAV Card und bringt über 25 Jahre Erfahrung mit. Er überwacht die Auftragsabwicklung, sorgt für einen reibungslosen Ablauf und springt bei Bedarf an den Maschinen ein. Bildquelle: Think WIoT

Vielseitiger Personalisierungsprozess

Die Personalisierung von RFID-Karten auf der 6 Meter langen Rinas-Maschine beginnt mit der Zuführung von Blankokarten. Sobald eine Karte in das System gelangt, durchläuft sie zwei RFID-Stationen, die mit kontaktlosen Lesegeräten ausgestattet sind. An diesen Stationen wird die UID der Karte gelesen und protokolliert. Diese Daten werden beispielsweise zur Verifizierung oder zur Suche nach entsprechenden Datensätzen in einer Datenbank verwendet. Unmittelbar danach erfolgt die Magnetstreifen-Kodierung, bei der relevante Daten auf den Magnetstreifen geschrieben werden.

Nach der Kodierung wird die Karte einer Plasmabehandlung unterzogen, die die Oberfläche optimal für den anschließenden Inkjet-Drop-on-Demand-Druck (DOD) vorbereitet. Die Plasmabehandlung verändert die Oberflächenstruktur der Karte, sodass die Tinte besser haftet und der Druck schärfer erscheint. Anschließend wird die Karte mit einem ausschließlich schwarzen Tintenstrahldrucker bedruckt. Ein UV-Trockner sorgt dafür, dass die Tinte schnell aushärtet, sodass die Karte direkt zum nächsten Produktionsschritt weitergeleitet werden kann.

Am Ende des Prozesses bringt eine Etikettiereinheit ein Rubbeletikett an, um einen zuvor gedruckten PIN-Code zu verdecken, der anhand einer Datenbank überprüft wurde. Ein Kamerasystem überprüft anschließend die korrekte Platzierung des Etiketts.

CS-Lasersystem von Rinas im Einsatz bei PAV
Das RINAS CS-Laser-System bietet eine skalierbare und vielseitige Lösung für die Codierung und Kennzeichnung von Karten aus Materialien wie Polymeren, Holz und Metall. Bildquelle: Rinas Gerätetechnik

Modulares Design für individuelle Konfiguration

Das Rinas-Kodierungssystem zeichnet sich durch einen modularen Aufbau aus, sodass einzelne Komponenten – wie beispielsweise das Plasmabehandlungsmodul – je nach Bedarf hinzugefügt oder entfernt werden können. Diese Flexibilität macht die Maschine äußerst anpassungsfähig und zukunftssicher für eine Vielzahl von Personalisierungsanforderungen.

Qualitätssicherung durch fortschrittliche Inspektionstechnologie

Die Personalisierungsmaschine von Rinas Gerätetechnik nutzt fortschrittliche Kameratechnologie, um den Produktionsprozess in Echtzeit zu überwachen. An verschiedenen Stellen des Systems sind mehrere Kameras installiert, die die Karten sowohl von oben als auch von unten erfassen. Sie überprüfen, ob jeder Schritt korrekt ausgeführt wird, erkennen Fehler und ermöglichen einen schnellen Datenabgleich.

Wenn eine Karte beidseitig bedruckt werden muss, wird beim ersten Durchlauf ein QR-Code aufgebracht. Beim zweiten Durchlauf liest die Maschine diesen Code, um eine genaue Personalisierung auf der Rückseite sicherzustellen. Die Kameras gewährleisten, dass alle Prozessschritte korrekt ausgeführt werden, und bieten so ein hohes Maß an Produktionssicherheit.

Die Rinas-Maschine wird zur Personalisierung einer Vielzahl von Kartentypen verwendet, darunter Geschenkkarten, Mitgliedsausweise und Krankenversicherungskarten.
Bildquelle: Think WIoT

Sicherheit bei der Kartenpersonalisierung

Die Personalisierung und Verarbeitung der Karten erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, um die Datenintegrität zu gewährleisten und unbefugten Zugriff zu verhindern. Der gesamte Prozess beginnt mit der verschlüsselten Übertragung der vom Kunden bereitgestellten Daten. Diese personalisierten Angaben – wie Namen oder Identifikationsnummern – werden von der internen IT-Abteilung von PAV Card vorbereitet und dann an die Produktion weitergeleitet.

Da die zu verarbeitenden Karten keinen Chip enthalten – weder kontaktlos noch kontaktbasiert –, findet keine RFID-Personalisierung statt. Stattdessen werden die Karten visuell personalisiert, indem ein QR-Code und eine vertrauliche PIN aufgedruckt werden, die dann mit einem Etikett abgedeckt werden. Dieser Code ist mit einer Datenbank verknüpft und dient zur Identifizierung der Karte.

Trotz des Fehlens von RFID-Chips bleiben die Sicherheitsstandards hoch. Bevor das Etikett aufgebracht wird, wird die vertrauliche Nummer gelesen und mit der Datenbank abgeglichen, um die Richtigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus tragen auf die Karte gedruckte Prüfziffern dazu bei, Manipulationen zu verhindern, was die Sicherheit und Zuverlässigkeit der personalisierten Karten weiter erhöht.

Interview mit Thomas Keller

1. Welche Vorteile bietet die Rinas-Maschine gegenüber anderen Systemen in Ihrem Maschinenpark?

Thomas Keller: Ein wesentlicher Vorteil des Rinas CS-DOD-Kartenpersonalisierungssystems ist seine benutzerfreundliche Bedienung. Das Einrichten neuer Aufträge ist schnell und unkompliziert, was die Gesamteffizienz erhöht. Mit einer beeindruckenden Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 6.000 Karten pro Stunde bietet die Maschine erhebliche Vorteile – insbesondere für die Personalisierung von Geschenkkarten und ähnlichen Produkten.

Eine weitere große Stärke ist ihre Zuverlässigkeit. Die Maschine arbeitet konstant und erfordert nur minimale Wartung. Regelmäßige Wartungsarbeiten sind zwar notwendig, größere Ausfälle oder unerwartete Stillstandszeiten sind jedoch selten. Dies trägt dazu bei, die Gesamtbetriebskosten niedrig zu halten und eine gleichbleibend hohe Produktionsqualität zu gewährleisten.

Das Personalisierungssystem für Karten Rinas CS-DOD arbeitet zuverlässig und erfordert nur minimale Wartung.
Bildquelle: Think WIoT

2. Kann die Rinas-Maschine auch RFID-Karten personalisieren, und gibt es Pläne, diese Funktion in Zukunft zu nutzen?

Thomas Keller: Grundsätzlich ja! Derzeit wird die Maschine jedoch nur zum Lesen von RFID-Karten verwendet. Zu diesem Zweck wurde eine maßgeschneiderte Softwarelösung entwickelt. Eine direkte Codierung ist derzeit nicht integriert, da diese Prozesse von anderen Maschinen übernommen werden. Technisch wäre eine Aufrüstung durchaus möglich – beispielsweise durch Hinzufügen eines externen Moduls mit einem dedizierten Computer für die Codierung.

Derzeit besteht kein konkreter Bedarf für diese Funktionalität. Sollte sich dies jedoch ändern, wäre eine Aufrüstung der Rinas-Maschine eine praktische Option, die in Zusammenarbeit mit Rinas Gerätetechnik umgesetzt werden könnte.

3. Sie verwenden die Rinas-Maschine seit drei Jahren. Wie bewerten Sie deren Leistung und den angebotenen Support?

Thomas Keller: Wir sind sehr zufrieden mit der Maschine. Es ist ein System, das uns glücklicherweise keine technischen Probleme bereitet hat. Die Qualität und Zuverlässigkeit entsprechen wirklich dem Standard „Made in Germany“. Der Support von Rinas Gerätetechnik ist zuverlässig, effizient und sehr kompetent. Wenn wir Fragen haben, beziehen sich diese in der Regel auf Softwareanpassungen für spezifische Kundenanforderungen.

Wenn beispielsweise eine zusätzliche Personalisierungszeile benötigt wird, liefert das Rinas-Team schnell eine Lösung. Es entwickelt maßgeschneiderte Anpassungen, um die Maschine flexibel für neue Anforderungen zu machen. In diesem Sinne haben wir nicht nur eine Maschine erworben, sondern auch einen zuverlässigen IT-Support für den langfristigen Betrieb gewonnen.

Über PAV

PAV Card ist ein führender Full-Service-Anbieter von hochwertigen Druckprodukten, Karten, Mailings, Masken und Softwarelösungen. Das Unternehmen liefert maßgeschneiderte Lösungen für große und kleine Projekte.

Das Leistungsspektrum reicht von der Personalisierung von Fahrzeugkarten für die Automobilindustrie in großen Stückzahlen bis hin zur Bearbeitung kleinerer Aufträge für Vereine, kommunale Einrichtungen und verschiedene Organisationen.

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