Helen digitalisiert Finnlands Energiezukunft mit OPC UA
Die Digitalisierung mit OPC UA ermöglicht Helen die Transformation hin zu einer sicheren, flexiblen und klimaneutralen Energieinfrastruktur in Finnland.
16. April 2026 OPC
President & Executive Director
Steckbrief
Format: Video on Demand
Quelle: Think WIoT Livestream (Ausgabe 02/2025) – Der Orbit als Labor
Titel: Der Orbit als Labor: Suborbitale Missionen, KI & OPC UA
Umfang: 4 Vorträge
Veranstalter: OPC Foundation & Think WIoT
Datum: 15. Dezember 2025
Sprache: Englisch
Was hat Schwerelosigkeit mit industrieller Digitalisierung zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. Im Livestream „Der Orbit als Labor: Suborbitale Missionen, KI & OPC UA“, zu dem OPC Foundation und Think WIoT eingeladen hatten, drehte sich alles um die Frage, wie sich Raumfahrt-Experimente nicht nur sicherer und effizienter steuern lassen – sondern auch deutlich zugänglicher für Forschende und Missions-Teams.
Im Mittelpunkt standen suborbitale Missionen im TEXUS-Programm, moderne Steuerungskonzepte, der sichere Daten- und Befehlsaustausch zwischen Bodenstation und Experiment – und ein besonders spannender Ausblick: KI-gestützte Interaktion mit Nutzlasten über OPC UA, bis hin zur Bedienung per natürlicher Sprache.
Wie TEXUS als weltweit etabliertes Langzeitprogramm für Mikrogravitation seine Infrastruktur kontinuierlich erneuert, zeigte Andreas Schütte (Airbus Defence and Space): Veraltete Technologien werden konsequent ersetzt, um Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit hochzuhalten. Besonders relevant: die entscheidende Verbindung zwischen Bodensteuerung und weltraumgebundenem Experiment – dort, wo robuste Systeme, klare Datenmodelle und sichere Kommunikation über Erfolg oder Risiko entscheiden.
Warum Forschung unter Schwerelosigkeit so wertvoll ist, erklärten Dr. Karin Schwarzenberger (HZDR) und Prof. Dr. Dezső Horváth (University of Szeged) anhand chemischer Reaktionsfronten: Wenn Auftrieb und Sedimentation wegfallen, lassen sich Effekte beobachten, die auf der Erde oft überdeckt werden. Das liefert nicht nur Grundlagenwissen für neue Reaktorideen im All – sondern auch Impulse für nachhaltige Technologien auf der Erde, etwa in Bereichen wie CO₂-Speicherung, Bodenregeneration oder der Partikelherstellung für Hochleistungsmaterialien.
Wie man komplexe Nutzlasten nicht nur steuert, sondern auch erklärbar und flexibel bedienbar macht, zeigten Enrico Noack (Airbus Defence and Space) und Holger Kenn (OPC Foundation): Durch die Kombination von OPC UA mit LLMs (Large Language Models) entsteht ein Ansatz, bei dem Interaktion verständlicher wird – ohne die Anforderungen an Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Kontrollierbarkeit zu verlieren. Besonders wichtig: Die Lösung wurde konsequent entlang realer wissenschaftlicher Workflows gedacht – also danach, wie Forschende tatsächlich arbeiten, fragen und Entscheidungen treffen.
Zum Abschluss wurde es sehr konkret: Jan Lenk und Mark Eilers (HuMaTects) zeigten, wie ein webbasiertes OPC-UA-Payload-Portal mit KI-Agenten entsteht. Ziel ist ein Bedienkonzept, das Forschenden erlaubt, ihr Experimentmodul intuitiv und sicher zu steuern – inklusive KI-gestützter Assistenzfunktionen. Der Kernnutzen: weniger Hürde, mehr Klarheit, und eine Interaktion, die auch bei steigender Komplexität skalierbar bleibt.
Der Livestream zeigt eindrucksvoll, wie sich Raumfahrt-Experimente weiterentwickeln: weg von isolierten Insellösungen, hin zu standardisierten, sicheren Schnittstellen, die Missionsbetrieb, Forschung und IT/OT-Welten verbinden. OPC UA liefert dafür das robuste Fundament – und KI eröffnet eine neue Ebene der Verständlichkeit und Nutzbarkeit, gerade dort, wo viele Systeme, Rollen und Sicherheitsanforderungen zusammenkommen.
Die Digitalisierung mit OPC UA ermöglicht Helen die Transformation hin zu einer sicheren, flexiblen und klimaneutralen Energieinfrastruktur in Finnland.
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