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Saubere Kleidung, sichere Produktion: RFID für HACCP-konforme Prozesse

Die digitale Textilverwaltung mittels RFID-Technologie gewährleistet sichere, effiziente und HACCP-konforme Arbeitskleidungsprozesse in der Lebensmittelproduktion.

  • Veröffentlicht: 13. Juli 2026
  • Lesezeit: 6 min
  • Von: Anja Van Bocxlaer
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Das automatisierte Hängesystem von deister electronic ermöglicht die platzsparende Bereitstellung hygienisch aufbereiteter Berufskleidung. Mit textag® und RFID wird jedes Kleidungsstück eindeutig erfasst und im gesamten Wäschekreislauf nachverfolgt. Quelle: deister electronic
  • RFID-Technologie ermöglicht die automatische Erfassung und Verwaltung von Arbeitskleidung in der Lebensmittelproduktion.
  • Durch digitale Textilverwaltung wird der Schwund von Berufskleidung um bis zu 50 Prozent reduziert.
  • Poolwäsche statt personenbezogener Kleidung verringert die Umlaufmenge um etwa 30 Prozent.
  • Automatisierte Ausgabe- und Rückgabesysteme gewährleisten lückenlose Dokumentation und verbesserte Hygiene.

Wie deister electronic mit digitaler Textilverwaltung Hygienestandards unterstützt, Arbeitskleidung verfügbar hält und Kosten in der Lebensmittelproduktion senkt.

In der Lebensmittelproduktion ist hygienisch einwandfreie Arbeits- und Schutzkleidung ein zentraler Bestandteil der Produktsicherheit. Sie muss sauber, unbeschädigt, in der richtigen Größe und rechtzeitig verfügbar sein. In vielen Betrieben wird die Textilversorgung jedoch noch manuell organisiert. Wo sich ein Teil befindet, wie lange es dort liegt oder wie oft es gewaschen wurde, bleibt häufig unbekannt.

Damit entsteht ein Spannungsfeld: HACCP-Vorgaben verlangen kontrollierte Hygieneprozesse. Gleichzeitig müssen Schwund, Umlaufmengen und Verwaltungsaufwand begrenzt werden. RFID-Lösungen von deister electronic verbinden beide Anforderungen. Jedes Kleidungsstück erhält eine digitale Identität und kann von der Anlieferung bis zur Rückgabe automatisch erfasst werden.

HACCP verlangt verlässliche Textilprozesse

HACCP steht für „Hazard Analysis and Critical Control Points“ und bildet eine Grundlage des Hygienemanagements in der Lebensmittelverarbeitung. Unternehmen müssen Gefahren erkennen, kritische Kontrollpunkte definieren und Maßnahmen zur Risikominimierung umsetzen.

Arbeitskleidung ist Teil dieses Systems. Sie darf nicht selbst zur Kontaminationsquelle werden und muss entsprechend der Produktionsumgebung gewechselt, gereinigt und bereitgestellt werden. Beschädigte Kleidung kann ihre Schutzfunktion verlieren.

Es reicht deshalb nicht, saubere Kleidung vorzuhalten. Sie muss zu jedem Schichtbeginn verfügbar sein. Zugleich sollte nachvollziehbar sein, welche Textilien ausgegeben, zurückgegeben, gereinigt oder ausgemustert wurden.

Papierlisten, persönliche Fächer und Sichtkontrollen schaffen jedoch keine lückenlose Bestandstransparenz. Bei mehreren Schichten entstehen Fehlzuordnungen, Wartezeiten und Versorgungslücken.

Fehlbestände, Überbestände und Schwund

Fehlt zu Schichtbeginn ein sauberer Kittel oder eine passende Hose, kann ein Mitarbeitender den Produktionsbereich möglicherweise nicht betreten. Eine unzuverlässige Textilversorgung wirkt sich damit direkt auf die Produktion aus.

Gleichzeitig halten viele Betriebe mehr Kleidung vor, als benötigt wird. Ursache ist häufig die personenbezogene Wäscheversorgung. Für jeden Mitarbeitenden werden mehrere Garnituren reserviert, auch während Urlaub oder Krankheit.

Werden Textilien manuell einsortiert, landen Teile im falschen Fach, bleiben ungenutzt oder werden von anderen Personen entnommen. Ohne digitale Bestandsdaten ist kaum erkennbar, welche Größen fehlen und wie viele Kleidungsstücke tatsächlich benötigt werden.

Auch Schwund verursacht erhebliche Kosten. Berufskleidung wird nicht zurückgegeben, in Spinden gelagert oder versehentlich aus dem Betrieb mitgenommen. Der Fachbeitrag nennt Schwundquoten von rund 20 Prozent als nicht ungewöhnlich.

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RFID gibt jedem Textil eine digitale Identität

deister electronic ist Hersteller von RFID-Komponenten und RFID-basierten Automatisierungslösungen. Für die digitale Textilverwaltung kombiniert das Unternehmen waschbeständige UHF-RFID-Transponder, Lesetechnik, Ausgabe- und Rückgabesysteme sowie Software.

Jedes Kleidungsstück erhält einen RFID-Transponder mit eindeutiger Identifikationsnummer. Anders als bei einem Barcode muss das Textil nicht einzeln sichtbar vor ein Lesegerät gehalten werden. Mehrere Teile können gleichzeitig erkannt werden.

Beim Wareneingang lassen sich ganze Wäschecontainer in einem Schritt identifizieren. Manuelles Zählen entfällt, alle Bewegungen werden automatisch dokumentiert. Das System erkennt, wann ein Kleidungsstück angeliefert, eingelagert, ausgegeben oder zurückgegeben wurde. Verantwortliche erhalten einen aktuellen Überblick über Mengen, Größen und Rückläufe.

Poolwäsche reduziert die Umlaufmenge

RFID schafft die Grundlage für den Wechsel von personenbezogener Wäsche zu Poolwäsche. Mitarbeitende entnehmen ein hygienisch aufbereitetes Kleidungsstück in ihrer Größe aus einem gemeinsamen Bestand.

Der Betrieb muss nicht mehr für jede Person mehrere vollständige Bekleidungssätze reservieren. Der Bestand orientiert sich am tatsächlichen Bedarf je Größe, Schicht und Produktionsbereich. Jede Entnahme wird einer Person zugeordnet, zusätzlich lassen sich Kontingente festlegen.

In der Praxis lassen sich mit RFID-gestützter Textilverwaltung deutliche Einsparungen erzielen:

  • Der Schwund kann um 50 Prozent oder mehr sinken,

  • die Wascheffizienz um rund 30 Prozent steigen

  • und die benötigte Umlaufmenge um etwa 30 Prozent reduziert werden.

Wie hoch das Potenzial im einzelnen Betrieb ausfällt, hängt von den bestehenden Prozessen, Beständen und der gewählten Systemlösung ab.

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Drei Lösungen für die automatisierte Ausgabe

deister electronic bietet drei Systemkonzepte für die automatisierte Ausgabe von Arbeits- und Schutzkleidung.

1. RFID-Ausgabeschränke

Die Schränke können dort installiert werden, wo Kleidung benötigt wird. Mitarbeitende identifizieren sich und entnehmen freigegebene Artikel. Anschließend kontrolliert das System den Bestand und bucht die Teile mit Datum und Uhrzeit auf das Nutzerkonto.

Individuelle Kontingente verhindern überhöhte Entnahmen. Auch Arbeitsschuhe, Schnittschutzhandschuhe oder andere mit UHF-Transpondern ausgestattete Artikel lassen sich verwalten.

2. Zentrale Hängeausgabe

Hier werden Kleidungsstücke auf Bügeln in einem automatisierten Fördersystem gelagert. Nach der Identifikation wählt der Mitarbeitende das benötigte Teil am Terminal aus. Das System transportiert den Artikel zur Ausgabe.

Der kontrollierte Ablauf verhindert, dass andere Kleidungsstücke berührt werden. Das ist in hygienisch sensiblen Bereichen vorteilhaft. Dem stehen ein höherer Platzbedarf und eine aufwendigere Bügellogistik gegenüber.

3. RFID-Raumlösung

Die Raumlösung funktioniert wie eine automatisierte, begehbare Kleiderkammer. Nach der Identifikation betritt der Mitarbeitende den Ausgaberaum und wählt die benötigten Teile selbst aus.

Beim Verlassen werden alle Artikel automatisch erkannt und dem Nutzerkonto zugeordnet. Ein einzelnes Scannen ist nicht nötig. Die Kleidung kann gefaltet oder auf Bügeln bereitliegen. Das ermöglicht eine schnelle Versorgung zu Schichtbeginn.

teXtag® Raum- und Schranklösung

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teXtag® kombiniert intelligente RFID-Systeme und flexible Raum- sowie Schranksysteme zur effizienten und automatisierten Verwaltung von Arbeitskleidung.

Rückgabe und Lebenszyklus automatisch erfassen

Gebrauchskleidung wird über RFID-gestützte Rückgabeschränke oder Sammelstellen zurückgeführt. Die Rückgabe wird automatisch erfasst und dem Nutzer zugeordnet.

So lässt sich nachvollziehen, wer welche Kleidung entnommen und zurückgegeben hat. Fehlende Teile werden früher sichtbar, Rückläufe besser planbar und Bestände anhand realer Bewegungsdaten gesteuert.

Zusätzlich kann der Lebenszyklus jedes Textils dokumentiert werden. Wird jeder Waschgang erfasst, ist erkennbar, wie häufig ein Kleidungsstück aufbereitet wurde und wann eine Prüfung, Reparatur oder Ausmusterung notwendig ist.

Das ist hygienisch relevant, weil verschlissene Materialien oder offene Nähte die Schutzfunktion beeinträchtigen können. Gleichzeitig wird verhindert, dass einwandfreie Kleidung zu früh ersetzt wird.

Hygiene und Wirtschaftlichkeit verbinden

Die Einführung eines digitalen Textilmanagementsystems erfordert Investitionen in Transponder, Lesetechnik, Ausgabe- und Rückgabesysteme sowie Software. Die wirtschaftlichen Potenziale entstehen durch geringere Umlaufmengen, weniger Schwund, eine effizientere Wäschelogistik und weniger Verwaltungsaufwand.

Mit der RFID-basierten Textilverwaltung von deister electronic werden Ausgabe, Rückgabe, Bestand und Lebenszyklus automatisch dokumentiert. Berufskleidung wird damit zu einem transparent steuerbaren Bestandteil des Hygienemanagements.

Für Lebensmittelproduzenten bedeutet das: sicherere Abläufe, besser planbare Bestände und eine zuverlässige Versorgung der Mitarbeitenden. Saubere Kleidung wird nicht mehr nur bereitgestellt, sondern digital verwaltet und bedarfsgerecht in den Produktionsprozess integriert.

Mit textag® den gesamten Wäschekreislauf steuern

Mit der textag® Textilverwaltung von deister electronic werden Ausgabe, Rückgabe und Bestände automatisch per RFID erfasst. Flexible Raum- und Schranksysteme ermöglichen eine zentrale oder dezentrale Versorgung, reduzieren Wegezeiten und schaffen rund um die Uhr Transparenz über den gesamten Wäschekreislauf.

So lassen sich Bestände gezielt optimieren, Schwund reduzieren und Kosten nachhaltig senken. Im Demoraum in Barsinghausen bei Hannover können Unternehmen die textag® Lösungen live testen.

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