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Klinik-Supply-Chain: Amsterdam UMC rückt die Linnenkamer ins Rampenlicht

  • Veröffentlicht: 23. Februar 2026
  • Lesezeit: 3 min
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Linnenkamer des Amsterdam UMC im Fokus der Klinik-Supply-Chain und Arbeitskleidungsmanagement
Die Linnenkamer am Amsterdam UMC sichert den kontinuierlichen Umlauf von Arbeitskleidung und stabilisiert die klinische Supply Chain. Bildquelle: Facilitaire Dienst des Amsterdam UMC

Wenn Arbeitskleidung zur Supply-Chain-Aufgabe wird

Arbeitskleidung ist im Klinikalltag ein unsichtbarer, aber kritischer Versorgungsprozess: Sobald Größen fehlen, Rückgaben stocken oder Bestände „verschwinden“, trifft das nicht nur die Logistik – sondern direkt Stationen und Teams. Genau deshalb macht der Facilitaire Dienst des Amsterdam UMC das Thema aktuell in einer „Supply Chain take-over“-Reihe auf LinkedIn sichtbar. Ein Beitrag von clustermanager Martijn van den Berg widmet sich der Linnenkamer – der Stelle, die den Kleidungskreislauf stabil hält, Ausnahmen bearbeitet und dafür sorgt, dass Dienstkleidung kontinuierlich in Umlauf bleibt.

Im Mittelpunkt steht weniger eine neue „Showcase-Technologie“ als vielmehr der operative Kern: von Ausgabe- und Rücknahmepunkten über das Nacharbeiten dezentral ausgegebener Kleidung bis zum Lösen von System-Fehlermeldungen – damit der Prozess verlässlich und übersichtlich bleibt.

Vergleich: Operative Stabilität vs. RFID-gestützte Closed-Loop-Automation

Was Amsterdam UMC hier beschreibt, ist der Alltag, den viele Häuser kennen: Verfügbarkeit entsteht nicht nur durch Automaten oder Software, sondern durch eine Instanz, die den Kreislauf „am Laufen hält“ – inklusive Ausnahmebehandlung, Bestandspflege und Datenqualität.

Zwei Think-WIoT-Artikel zeigen, wie dieser Anspruch in anderen Kliniken zusätzlich systematisch durch RFID abgesichert wird:

Nordnorwegen: Eine zentrale, RFID-basierte Textilraumlösung verschiebt den Fokus auf kontrollierte Entnahme, klare Regeln und 24/7-Verfügbarkeit. Der Mehrwert entsteht durch Transparenz über Umlaufmengen, weniger Engpässe und eine stabilere Versorgung auch unter schwierigen Rahmenbedingungen.

Ljubljana: Ein datengetriebenes RFID-System wird als Closed-Loop-Textillogistik verstanden: Ausgabe und Rücknahme werden automatisiert, Prozesse messbar gemacht und die Steuerung über belastbare Daten in den Alltag integriert. Das Ergebnis ist ein transparenteres, effizienteres Textilmanagement, das sich über Standorte und Nutzergruppen skalieren lässt.

Im Einsatz
UHF RFID-Tag für Textilwäsche

UHF RFID-Tag für Textilwäsche

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Der JYL-Tech Fabric UHF RFID Laundry Tag verbessert die Transparenz und Effizienz im Textilmanagement von Wäschereibetrieben mit hohem Durchsatz.

Vom Krankenhaus zur Hotellerie: Textilien als Live-Daten

Dass RFID-Textilmanagement nicht nur im Gesundheitswesen relevant ist, zeigt ein weiterer Think-WIoT-Beitrag aus der Fünf-Sterne-Hotellerie: Royal Jersey Laundry setzt gemeinsam mit HID auf robuste UHF-RFID-Wäschetags, schnelle Scan-Workflows und eine Cloud-Plattform, die Tag-IDs in Live-Verfügbarkeiten, Lieferscheine und Abrechnungslogik übersetzt.

Der Kern ist derselbe wie in der Klinik: Nicht „mehr Hände zählen“, sondern Textilflüsse so digital erfassen, dass daraus steuerbare Bestandsdaten in Echtzeit werden – 24/7, workflow-nah und wirtschaftlich belastbar.

Praxisblick aus Graz: RFID-Wäscheraum als skalierbares Versorgungskonzept

Eine zusätzliche Perspektive liefert der Think-WIoT-Livestream-Vortrag von Kristina Gabriel, Leiterin Supply-Chain-Management am LKH-Universitätsklinikum Graz. Sie beschreibt ein RFID-Wäscheraum-Konzept, das 2020 als Pilotprojekt gestartet ist und die 24/7-Versorgung des Personals strukturiert absichert.

Bereits mehrere Kleiderkammern sind im Einsatz – mit einem klaren Skalierungsziel: bis 2026 soll die Versorgung auf mindestens sechs Kleiderkammern und mehrere tausend Mitarbeitende erweitert werden. Der Beitrag zeigt damit sehr konkret, wie aus einem Pilot eine planbare Rollout-Strategie wird.

Was man daraus für die Praxis ableiten kann

Der Amsterdam-UMC-Impuls macht deutlich: Selbst mit Ausgabesystemen bleibt die entscheidende Frage „Wer hält den Kreislauf stabil, wenn die Realität nicht ‘by design’ läuft?“ – also bei Abweichungen, Sonderfällen, Fehlermeldungen und Bestandslücken.

Die Beispiele aus Nordnorwegen, Ljubljana und Graz zeigen ergänzend, wie Kliniken diese Stabilität technisch weiter „hart verdrahten“ können: durch eindeutige Identifikation, kontrollierte Ausgabe und Rückgabe, valide Kennzahlen und damit weniger Suchaufwand, weniger Pufferbestand und höhere Versorgungssicherheit.

Und das Hotellerie-Beispiel macht klar: Wer Textilien als „Live-Daten“ versteht, kann Prozesse nicht nur absichern, sondern auch betriebswirtschaftlich deutlich präziser steuern.

Weiterführende Lektüre auf Think WIoT


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Think WIoT
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Anja Van Bocxlaer