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Streusalz knapp: Echtzeit-IoT-System soll Winterdienste gezielter unterstützen

  • Veröffentlicht: 09. Februar 2026
  • Lesezeit: 2 min
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Echtzeit-IoT-Sensoren unterstützen Winterdienste bei Streusalzknappheit in Lemgo
Echtzeitdaten zu Straßenlage und Streubedarf: Sensoren liefern Messwerte, die drahtlos ins System übertragen werden. Bildquelle: Fraunhofer IOSB-INA

Fraunhofer-Institut in Lemgo entwickelt digitale Lösung gegen Straßenglätte

Lemgo / Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) – Streusalz ist vielerorts knapp und teuer: Lieferengpässe, gestiegene Kosten und hohe Nachfrage belasten die Vorräte – während die Verkehrssicherheit auf Straßen, Radwegen und Gehwegen weiter gewährleistet werden muss. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „NachWinD“ an: Das Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo entwickelt gemeinsam mit Partnern ein lernendes Echtzeit-IoT-System, das Winterdienste bei Planung, Einsatz und Nachbereitung unterstützt.

Ein zentrales Element ist ein Messnetzwerk aus präzisen Sensoren, das lokale Straßenverhältnisse erfasst – stationär an der Straße oder mobil direkt am Räumfahrzeug. Die Messdaten werden drahtlos über Funk übertragen, sodass sie in Echtzeit in die Einsatzentscheidung einfließen können.

Ergänzend wird eine Wissensdatenbank aufgebaut, die Praxiserfahrung mit Daten (u.a. Wetterprognosen, Sensorik, historische Verbräuche) verknüpft. So lassen sich Streumengen, Prioritäten und Einsatznotwendigkeit fundierter bewerten – und knappe Ressourcen gezielter einsetzen.

Projektsteckbrief: NachWinD

  • Titel: NachWinD – Steigerung der Nachhaltigkeit und Präzision im Winterdienst

  • Laufzeit: 15.05.2024 – 14.05.2027

  • Förderung: Europäische Union und Land Nordrhein-Westfalen

  • Konsortium & Partner: Fraunhofer (Lemgo), Okeanos Smart Data Solutions GmbH, INFA-ISFM e.V., ASP Paderborn, Kreis Lippe – Eigenbetrieb Straßen, Deutscher Wetterdienst (DWD)

  • Mehr zum Projekt finden Sie hier.

NachWinD zeigt, wie drahtlos vernetzte Sensorik die operative Entscheidung im Winterdienst verbessert. Ähnliche Ansätze zur hochaufgelösten, lokalen Lageerfassung entstehen auch in anderen Regionen – etwa mit SMARTIES in Franken: Ultraleichte Mini-Sensoren steigen an Ballons auf, erfassen georeferenzierte Atmosphärendaten und übertragen sie per mioty an Basisstationen. So werden lokale Modelle präziser und Warnungen bei Schnee und Glätte schneller verfügbar.


Kontakt- und Firmeninformationen

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Think WIoT
Kontakt:
Anja Van Bocxlaer