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IDCRAFT erweitert Portfolio um 3D-gedruckte RFID-Transponder

  • Veröffentlicht: 09. April 2026
  • Lesezeit: 4 min
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3D-gedruckter RFID-Transponder von IDCRAFT mit individuellem Gehäusedesign
3D-gedruckte RFID-Transponder von IDCRAFT für flexible, projektspezifische Anwendungen. Bildquelle: Think WIoT

IDCRAFT setzt auf Inhouse-Gehäuselösungen für kleine und mittlere Stückzahlen

Der RFID-Distributor IDCRAFT erweitert sein Portfolio um 3D-gedruckte RFID-Transponder. Die Lösung richtet sich vor allem an Projekte mit kleinen bis mittleren Stückzahlen sowie an Anwendungen, bei denen individuelle Bauformen oder spezielle Befestigungen gefragt sind.

Der RFID-Distributor IDCRAFT baut derzeit eine eigene Fertigung für 3D-gedruckte RFID-Transponder auf. Ziel ist es, Kunden künftig noch flexibler bei Projekten zu unterstützen, in denen standardisierte Transponder an ihre Grenzen stoßen.

Im Fokus stehen zwei Bereiche: ein Portfolio aus Standardgehäusen sowie kundenspezifische Transpondergehäuse, die nach Vorgaben des Kunden entwickelt oder direkt auf Basis bereitgestellter 3D-Druckdateien produziert werden können.

„Viele Projekte erfordern spezielle Bauformen oder Anpassungen, die mit klassischen Transpondern nur schwer umzusetzen sind“, erklärt Patrick Kochendörfer, Geschäftsführer von IDCRAFT. „Mit dem 3D-Druck können wir deutlich schneller und flexibler auf solche Anforderungen reagieren.“

RFID-Inlay wird während des Drucks integriert

Technisch setzt IDCRAFT auf das FDM-3D-Druckverfahren. Dabei wird Kunststoff-Filament erhitzt und Schicht für Schicht verarbeitet. Während des Druckprozesses wird an einem definierten Punkt das RFID-Inlay eingelegt und anschließend vollständig im Gehäuse versiegelt.

„Die RFID-Inlays werden während des Drucks eingebracht und sind danach komplett geschützt“, so Patrick Kochendörfer. Aktuell arbeitet IDCRAFT vor allem mit klassischen RFID-Inlays und Labels. Perspektivisch können jedoch auch Transponder mit Keramikunterbau integriert werden.

Der Vorteil dieser Methode liegt vor allem in der Gestaltungsfreiheit: Anders als bei Spritzgussverfahren sind keine teuren Werkzeuge erforderlich. Dadurch lassen sich auch kleinere Stückzahlen wirtschaftlich realisieren.

IDCRAFT RFID 3DTag
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Asset Tag

IDCRAFT RFID 3DTag

Der IDCRAFT RFID 3D Tag ermöglicht flexible und robuste RFID-Lösungen für individuelle industrielle Anforderungen.

Standardgehäuse und kundenspezifische Bauformen

Mit dem neuen Ansatz will IDCRAFT insbesondere Anwendungen adressieren, bei denen maßgeschneiderte Transponderlösungen gefragt sind. Dazu zählen etwa spezielle Bauformen für industrielle Anlagen, angepasste Befestigungslösungen oder projektspezifische Integrationen.

Die geplanten Transponder unterstützen sowohl UHF-Technologie (RAIN RFID) als auch HF-Technologie (NFC). Als Standardchips kommen unter anderem NXP UCODE 9, Alien Higgs 10, NXP I-CODE SLIX und NTAG213 zum Einsatz. Weitere Chiptypen können projektbezogen integriert werden.

Auch bei der Kennzeichnung sind individuelle Lösungen möglich: Seriennummern, Barcodes, QR-Codes oder Firmenlogos können per Lasergravur oder über robuste Labels aufgebracht werden.

Materialien für verschiedene Einsatzumgebungen

Bei den Materialien setzt IDCRAFT aktuell auf PLA für Innenanwendungen sowie ABS für Outdoor- und Industrieumgebungen. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen bereits an der Integration von Hochleistungsmaterialien, die Temperaturen von bis zu 200 °C standhalten sollen.

Die Transponder sind sowohl als Off-Metal- als auch als On-Metal-Varianten verfügbar. Für die Montage sind Befestigungslösungen wie M5-Schrauben oder Kabelbinder vorgesehen.

Fokus auf flexible RFID-Projekte

Der Einstieg in die 3D-gedruckte Transponderfertigung entstand aus konkreten Projektanforderungen.

„In verschiedenen Projekten benötigten wir immer wieder kundenspezifische Bauformen – sowohl bei Transpondern als auch bei Lesegeräten“, sagt Patrick Kochendörfer. „Dabei sind wir häufig beim Thema 3D-Druck gelandet.“

Wie groß die Nachfrage sein wird, möchte das Unternehmen zunächst testen. „Im ersten Schritt ist das ein Test, um zu sehen, wie der Markt darauf reagiert“, erklärt Kochendörfer.

Für ein Standardprodukt liegt die aktuelle Produktionskapazität bei etwa 200 Transpondern pro Tag auf einem Drucker. Preislich will sich IDCRAFT im branchenüblichen Bereich bewegen – auch bei kleineren Stückzahlen.

Mehrwert durch RFID-Know-how

Dass RFID-Transponder theoretisch auch mit einem eigenen 3D-Drucker hergestellt werden könnten, räumt Patrick Kochendörfer ein. Den Unterschied sieht er jedoch im Gesamtpaket.

„Unser Vorteil liegt darin, dass wir nicht nur den Druck anbieten“, sagt er. „Wir können Transponder designen, passende Inlays auswählen, die Tags testen und anschließend codieren oder personalisieren.“

Als RFID-Distributor kombiniert IDCRAFT damit 3D-Druck, RFID-Know-how und Projektunterstützung – ein Ansatz, der insbesondere für Unternehmen interessant sein könnte, die individuelle Transponderlösungen benötigen, ohne selbst entsprechende Entwicklungsressourcen aufzubauen.

Sie planen ein RFID-Projekt mit besonderen Anforderungen an Bauform, Befestigung oder Stückzahl? IDCRAFT begleitet Sie von der Auswahl des passenden Inlays bis zum fertig personalisierten Transponder. Details zum 3D-gedruckten RFID 3DTag für UHF- und HF-Anwendungen finden Sie auf der Produktseite von IDCRAFT.


Kontakt- und Firmeninformationen

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IDCRAFT GmbH
Kontakt:
Patrick Kochendörfer