- Granterre verwendet RFID-Etiketten und -Gates zur Echtzeitverfolgung von Versandeinheiten.
- Die Versandgenauigkeit konnte auf 99,95 Prozent gesteigert und Fehllieferungen nahezu eliminiert werden.
- Manuelle Scans entfallen komplett, wodurch Be- und Entladezeiten um 50 Prozent reduziert wurden.
- Das System basiert auf GS1-Standards und ist somit mit Partnern und Kunden kompatibel.
Der italienische Agrar- und Lebensmittelkonzern Granterre hat in Zusammenarbeit mit Murata ID Solutions eine RFID-Lösung implementiert. Die Lösung umfasst RFID-Etiketten, RFID-Gates und die Middleware id-Bridge 4.0 von Murata ID Solutions.
Durch die Kennzeichnung von Versandeinheiten mit RFID optimiert Granterre die ein- und ausgehenden Warenströme, reduziert die Be- und Entladezeiten und gewährleistet vollständige Transparenz über die gesamte Lebensmittelversorgungskette hinweg.
Granterre
Granterre: Ein führender Agrar- und Lebensmittelkonzern
Granterre ist ein führender Agrar- und Lebensmittelkonzern, der aus der Fusion der Unternehmen Grandi Salumifici Italiani und Parmareggio hervorgegangen ist. Das Unternehmen ist auf Wurstwaren und Käse wie Parmigiano Reggiano und Grana Padano spezialisiert. Als einer der wichtigsten Akteure der italienischen Lebensmittelindustrie verfügt Granterre über 17 Produktionsstätten, ein 30.000 m² großes Distributionszentrum und weltweit rund 25.000 Lieferpunkte.
Täglich durchlaufen Tausende von Produkten die Lieferkette zwischen Produktionsstätten, Vertriebszentren und Endkunden. Angesichts dieses umfangreichen Vertriebsnetzes muss das Unternehmen ein hohes Maß an Effizienz gewährleisten.
Eine RFID-fähige Lebensmittel-Lieferkette
Um die Logistikprozesse zu optimieren und die Lieferkette transparenter zu gestalten, entschied sich das italienische Lebensmittelunternehmen für den Einsatz einer RFID-Tracking-Lösung. Das System wurde in Zusammenarbeit mit Murata ID Solutions entwickelt. Von Anfang an war es das Ziel, die Versandeinheiten in Echtzeit genau zu verfolgen.
Nach einer vorläufigen Analyse und einer ROI-Bewertung entschied sich Granterre, alle Versandeinheiten direkt an seinen Produktionsstandorten mit RFID-Tags zu versehen. Das System umfasst RFID-Gates, die an Ladetoren installiert sind, und die Middleware id-Bridge 4.0, die den RFID-Einsatz verwaltet. Mit der RFID-Lösung hat Granterre eine besser vernetzte, transparentere und nachhaltigere Lebensmittelversorgungskette erreicht.
Die Versandgenauigkeit ist auf 99,95 Prozent gestiegen, und Fehllieferungen wurden praktisch eliminiert.
Ausblick
Granterre plant, das System um neue Anwendungen zu erweitern. Als nächsten Schritt erwägt das italienische Lebensmittelunternehmen die Möglichkeit, die Lösung nachgelagert bei seinen Kunden zu integrieren. Ziel ist es, die Transparenz und Effizienz der Lieferkette weiter zu steigern.
Da das derzeit eingesetzte System die GS1-Standards verwendet, ist die Lösung bereits in jeder Umgebung kompatibel. Die RFID-Etiketten von Granterre können von der RFID-Lösung von Partnern oder Kunden erkannt werden. Eine weitere zukünftige Erweiterung umfasst die Anwendung des Tags auf Box-Ebene für die Bestandsverwaltung.
Lebensmittelprodukte „Made in Italy“
Granterre ist ein Hersteller von Käse und Wurstwaren und ein wichtiger Akteur in der italienischen Lebensmittelindustrie.
Granterre
Das Unternehmen wurde 2019 als Ergebnis der Fusion der beiden Unternehmen Parmareggio und Grandi Salumifici Italiani gegründet und am 1. Januar 2023 in Granterre umbenannt. Die Gruppe ist führend in der Herstellung von Wurstwaren und Käse, die auf italienischem Boden hergestellt werden.
Marken von Granterre
Granterre produziert jährlich 140.000 Tonnen Produkte. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem die Marken Parmareggio, Casa Modena, Senfter und Agriform.
Jede dieser Marken hat ihre eigenen Spezialitäten. Parmareggio ist einer der wichtigsten Käsehersteller Italiens. Casa Modena und Senfter sind auf die Herstellung von Salami, Schinken, Wurstwaren und Trockenwürsten spezialisiert. Agriform produziert Käse.
Produktionsstätten
Das italienische Lebensmittelunternehmen besitzt 17 Produktionsstätten. Bevor die Versandeinheiten die Produktionsstätten verlassen, werden sie mit RFID-Etiketten versehen, die Informationen über den Inhalt und die Logistikgeschichte der Versandeinheit enthalten.
RFID-Tore
RFID-Tore sind an den Ladetoren der Produktionsstätten und im 30.000 m² großen Distributionszentrum von Granterre in Bologna Interporto installiert. Paletten, die aus den Produktionsstätten mit RFID-gekennzeichneten Versandeinheiten geliefert werden, werden beim Eintritt in das Distributionszentrum automatisch überprüft.
Sendungsverfolgung auf Sendungsebene
RFID-Etiketten werden codiert, gedruckt und auf einzelne Versandeinheiten aufgebracht
RFID-Tore an den Ladetoren
Jede der 42 Laderampen im Distributionszentrum verfügt über RFID-Tore an den Ladetoren. Während des Entladens werden die aus den Produktionsstätten ankommenden Versandeinheiten beim Passieren der Tore überprüft und die Informationen von den RFID-Etiketten erfasst. Die Produkte werden dann in dafür vorgesehenen Bereichen gelagert.
Im Distributionszentrum
Im Distributionszentrum werden die Produkte gemäß einer Kommissionierliste kommissioniert und sortiert. Die einzelnen Kartons werden auf eine Palette gestellt, um eine Versandeinheit entsprechend der Bestellung zu bilden.
Das RFID-Etikett
Das RFID-Etikett, das mit der Kommissionierliste verknüpft ist und sich auf einen Serial Shipping Container Code (SSCC) bezieht, wird gedruckt und auf jeder einzelnen Versandeinheit angebracht. Das Etikett enthält Informationen über die Anzahl der Kartons, die Art des Produkts, die Herkunft der Produkte usw.
Ausgangsbereich
Die Versandeinheiten werden zum Versandbereich gebracht, wo sie auf den Lkw geladen werden, der die an den Ladetoren installierten RFID-Gates passiert. Auf diese Weise wird jede Palette automatisch überprüft.
99,95 Prozent Versandgenauigkeit
Während des Wareneingangs und -ausgangs wird jede einzelne Palette automatisch überprüft
Echtzeitinformationen
Wenn die Versandeinheiten beim Be- und Entladen die Ladetür passieren, wird der RFID-Tag automatisch gescannt und die Informationen über die Ladeeinheit werden in Echtzeit auf dem Dashboard aktualisiert.
Alarm
Wenn das RFID-System einen Fehler feststellt (im Falle eines falschen Zielorts oder einer falschen Ladereihenfolge), wird ein Alarm direkt an die Benutzeroberfläche vor Ort oder an das Dashboard gesendet. Auf diese Weise werden die Mitarbeiter vor Ort und die Logistikmanager sofort informiert und können den Fehler schnell beheben.
Keine manuellen Scans
Die RFID-Etiketten werden automatisch ohne Sichtverbindung gescannt. Dank des automatischen Lesens der Versandeinheiten an den Ladetoren hat sich der manuelle Arbeitsaufwand reduziert.
Auch die Be- und Entladezeiten konnten um 50 Prozent reduziert werden, da manuelle Scans nun nicht mehr erforderlich sind.
Die RFID-Lösung
Die RFID-Lösung stellt außerdem sicher, dass nur korrekte Versandeinheiten auf Lkw verladen werden. Dank sofortiger Fehlerwarnungen hat Granterre die Versandgenauigkeit auf 99,95 Prozent gesteigert. Die bestellten Versandeinheiten werden zu den Endkunden transportiert, die ebenfalls von genauen Tracking-Informationen zu ihren Sendungen profitieren.