- Chiara Koopmans wurde in Forbes' '30 Under 30' gewählt, was die Sichtbarkeit von Truvami stärkt.
- Truvami entwickelt eine Full‑Stack‑Lösung für durchgängiges indoor‑ und outdoor Asset Tracking.
- Das geplante, wiederverwendbare Smart Label (Launch 2026) integriert Wi‑Fi, GNSS, LoRaWAN/BLE und setzt auf energieeffizientes Power‑Management.
- Ein 15‑köpfiges Team und Partner wie Swisscom Broadcast unterstützen Entwicklung, Produktion und Skalierung der Lösung.
Forbes „30 Under 30“ zeichnete die junge Ingenieurin aus der Schweiz kürzlich in Berlin aus
Als Chiara Koopmans, Geschäftsführerin von Truvami, Anfang Dezember in Berlin im Publikum saß, rechnete sie nicht damit, selbst Teil der Show zu werden. Dann wurde die Bühne beleuchtet, die Namen wurden verlesen – und plötzlich war auch ihrer dabei. Koopmans ist eine von 30 Preisträgern aus der Schweiz, die von Forbes für „30 Under 30“ ausgewählt wurden.
Seit 2011 veröffentlicht Forbes (USA) jährlich „30 Under 30“-Listen in verschiedenen Kategorien. Im Jahr 2025 wurden etwas mehr als 1.300 junge Talente in über 80 Ländern weltweit ausgezeichnet. Chiara Koopmans ist eine von ihnen.
Chiara Koopmans, wie haben Sie erfahren, dass Sie in diese jährliche Liste aufgenommen wurden?
Chiara Koopmans: Es passierte tatsächlich völlig unerwartet. Eines Tages erhielt ich eine E-Mail, dass ich auf der Shortlist stehe. Ursprünglich standen über 3.000 Namen auf der Liste – allein das Shortlisting fühlte sich schon wie eine große Ehre an. Kurz darauf wurde ich zum Forbes 30 Under 30 Summit in Berlin eingeladen. Da wusste ich, dass ich unter den Top 150 Kandidaten war, und ehrlich gesagt war ich schon begeistert, es bis dahin geschafft zu haben.
Der Summit selbst war großartig: viele inspirierende Menschen, tolle Energie und eine hervorragende Organisation. Dann, am zweiten Abend, wurde die Liste auf der Bühne verkündet – und plötzlich wurde mein Name aufgerufen. Das war ein wirklich wunderschöner und unvergesslicher Moment.
Was war Ihre erste Reaktion, als Ihr Name aufgerufen wurde?
Chiara Koopmans: Es fühlte sich wie ein wahr gewordener Traum an. Für uns als junges Unternehmen ist diese Sichtbarkeit extrem wichtig – auch, um Talente anzuziehen, die uns helfen, im kommenden Jahr weiter zu wachsen. Diese Anerkennung bringt uns viel Aufmerksamkeit und eröffnet vielleicht auch Chancen, dass zukünftige Kunden mit uns zusammenarbeiten. Dafür sind wir wirklich sehr dankbar.
Ihr Unternehmen heißt Truvami. Wie kam es dazu und wofür steht Truvami?
Chiara Koopmans: Wir bauen Truvami seit drei Jahren auf – und es war eine echte Reise. Von Beginn an war unsere Vision, eine Tracking-Lösung zu entwickeln, die nahtlos sowohl indoor als auch outdoor funktioniert. In Bau und Logistik wechseln Assets ständig zwischen Standorten und Fahrzeugen. Deshalb haben wir von Anfang an auf durchgängige Sichtbarkeit in beiden Umgebungen gesetzt.
Ein wichtiger Partner und Investor ist Swisscom Broadcast – ihre Unterstützung war maßgeblich für unser Wachstum. Heute konzentriert sich unser 15-köpfiges Team vor allem auf Firmware- und Softwareentwicklung, ergänzt durch Sales, Marketing und starke externe Produktionspartner.
Der Name Truvami stammt aus dem Italienischen „trova mi“ und bedeutet „finde mich“. Er bringt genau auf den Punkt, wofür wir stehen: Menschen dabei zu unterstützen, ihre Assets zuverlässig zu finden und zu überwachen – egal, wo sie sich befinden.
Sie arbeiten seit 18 Monaten an einem neuen Smart Label. Was steckt dahinter?
Chiara Koopmans: Wir bereiten für 2026 den Launch eines industrialisierten, wiederverwendbaren Tracking-Labels vor, das besonders gut für skalierbares Asset Tracking in der Intralogistik geeignet ist. Eine zentrale Innovation liegt im Power-Management und der Energieeffizienz des Labels – dadurch ist es für industrielle Anwendungen besonders zuverlässig und langlebig.
Eine Beta-Version ist bereits verfügbar und wird derzeit von unseren Partnern getestet. Technologisch integriert die Lösung Wi-Fi, GNSS sowie LoRaWAN/BLE und ist nahtlos mit unserer eigenen Plattform inklusive Dashboards und APIs verbunden.
Unser Ziel ist eine echte Full-Stack-Lösung: Kunden müssen sich weder mit Hardware-Integration noch mit Konnektivität oder Plattform-Komplexität beschäftigen. Stattdessen erhalten sie klare, handlungsrelevante Daten, die smartere und schnellere Entscheidungen ermöglichen.