Connected Load Carrier schafft Transparenz für Rollcontainer-Pools
Europäische Händler bewegen Hunderttausende Rollcontainer zwischen Distributionszentren, Filialen und Logistikpartnern. Connected Load Carrier schafft eine durchgängige Datengrundlage und macht Bestände, Bewegungen und Engpässe automatisch sichtbar.
Hunderttausende Rollcontainer, aber kein vollständiger Überblick
Wie viele Rollcontainer befinden sich aktuell im Umlauf? Wo stehen sie? Wie lange befinden sie sich bereits an einem Standort? Und stimmen die Systemdaten mit den physischen Beständen überein?
Für viele große Einzelhändler lassen sich diese Fragen nicht zuverlässig beantworten. Tag für Tag bewegen sich Rollcontainer, Paletten und Behälter zwischen Distributionszentren, Transportdienstleistern, Filialen, regionalen Hubs und Lieferanten.
Zwar existieren zahlreiche Buchungen in ERP-, Warehouse-Management- und Transport-Management-Systemen. Diese Systeme wurden jedoch nicht dafür entwickelt, einen einzelnen Ladungsträger über verschiedene Standorte, Unternehmen und Systemgrenzen hinweg kontinuierlich zu verfolgen.
Das Ergebnis sind manuelle Zählungen, zusätzliche Beschaffungen, Streitigkeiten über Fehlmengen und Verluste, die häufig als unvermeidbarer Teil des Betriebs betrachtet werden.
Warum bestehende Systeme die Lücke nicht schließen
Verlässt ein Rollcontainer ein Distributionszentrum, wird der Ausgang im WMS registriert. Bei der Ankunft in der Filiale beginnt möglicherweise eine neue Erfassung. Holt ein externer Transportdienstleister den Rollcontainer ab, entsteht ein weiterer Datensatz.
Zwischen diesen einzelnen Registrierungen fehlt jedoch häufig die durchgängige Verbindung. Es gibt viele Systeme und Buchungen, aber keine gemeinsame Wahrheit über dasselbe physische Objekt.
Unklar bleibt, wie lange ein Ladungsträger an einem Standort steht, ob er vom richtigen Partner abgeholt wurde, ob er beschädigt ist oder ob die gebuchten Mengen den tatsächlichen Beständen entsprechen.
Die versteckten Kosten fehlender Transparenz
Die wirtschaftlichen Folgen werden oft unterschätzt, weil sie in unterschiedlichen Kostenstellen entstehen.
Arbeitsstunden für manuelle Bestandsaufnahmen gelten als normaler Betriebsaufwand. Neue Rollcontainer werden bestellt, weil bestehende Assets nicht auffindbar sind. Mitarbeitende klären Mengendifferenzen mit Transportpartnern. Nicht zurückgeführte Ladungsträger werden abgeschrieben.
Zusammengenommen können Arbeitsaufwand, unnötige Ersatzbeschaffungen, Verluste und eine ineffiziente Verteilung des Pools zu einem erheblichen Kostenfaktor werden.
Je größer und internationaler das Netzwerk ist, desto schwieriger lässt sich der Ladungsträger-Pool mit manuellen Prozessen kontrollieren.
Connected Load Carrier schafft eine objektbezogene Datenebene
Connected Load Carrier, kurz CLC, setzt genau an dieser Informationslücke an.
CLC ersetzt bestehende ERP-, WMS- oder TMS-Lösungen nicht. Stattdessen ergänzt das Unternehmen sie um eine kontinuierliche Datenebene für den physischen Ladungsträger.
Ein- und ausgehende Assets werden automatisch registriert. Dadurch entsteht eine unabhängige Datengrundlage darüber, welche Rollcontainer sich an einem Standort befinden, welche ihn verlassen haben und wie lange sie sich dort aufhalten.
Aus einem anonymen Transportmittel wird ein digital sichtbares Asset mit nachvollziehbarer Bewegungshistorie, auch wenn es zwischen unterschiedlichen Partnern, Standorten und Systemen wechselt.
Weniger Zählaufwand und frühere Engpasserkennung
Für Distributionszentren kann die automatische Erfassung den Aufwand für manuelle Bestandsaufnahmen deutlich reduzieren. Differenzen zwischen gebuchten und tatsächlich vorhandenen Mengen werden schneller sichtbar.
Filialen können früher erkennen, welche Ladungsträger eintreffen und ob genügend Assets für die nächsten Abläufe verfügbar sind. Engpässe werden damit nicht erst sichtbar, wenn Rollcontainer bereits fehlen.
Auch Streitigkeiten mit Lieferanten oder Transportpartnern lassen sich auf Basis gemeinsam nachvollziehbarer Daten klären, statt auf voneinander abweichenden Aufzeichnungen zu beruhen.
Gemessene Realität statt Annahmen
Für Logistikplanung und Disposition schafft die kontinuierliche Erfassung eine belastbarere Datengrundlage.
Auslastung, Umlaufgeschwindigkeit und Verfügbarkeit müssen nicht mehr ausschließlich aus Buchungsdaten oder Erfahrungswerten abgeleitet werden. Unternehmen können erkennen, an welchen Standorten sich Ladungsträger ansammeln, wo Unterbestände entstehen und welche Assets ungewöhnlich lange außerhalb des regulären Umlaufs bleiben.
Das verbessert die Grundlage für Routing, Disposition und eine effizientere Verteilung des vorhandenen Pools.
Daten für Wiederverwendung und Nachhaltigkeit
Fehlende Transparenz erschwert auch die Dokumentation von Wiederverwendung, Verlustquoten und Umlaufbewegungen.
Im Rahmen von Nachhaltigkeitsberichten und der Erfassung von Scope-3-Emissionen benötigen Unternehmen belastbare Daten über ihre logistischen Prozesse und eingesetzten Ressourcen.
CLC ermöglicht es, Kennzahlen wie Umlaufgeschwindigkeit, Nutzung, Wiederverwendung und Verluste aus tatsächlich erfassten Bewegungsdaten abzuleiten.
Individuelle Lösung statt Standardpaket
CLC beginnt nicht mit einem festen Technologiepaket, sondern mit der Frage, an welcher Stelle der Lieferkette der größte operative und wirtschaftliche Nutzen erzielt werden kann.
Die Lösung wird auf bestehende Prozesse, Standorte, Partner und die Größe des Ladungsträger-Pools abgestimmt. So kann ein Unternehmen gezielt dort starten, wo fehlende Transparenz heute den größten Aufwand oder die höchsten Verluste verursacht.
Einstieg ohne große Anfangsinvestition
Connected Load Carrier stellt die Lösung als Service bereit.
Kunden müssen keine eigene Hardware beschaffen, keine grundlegende Technologieentscheidung treffen und keine umfassende Anfangsinvestition tätigen.
Der Einstieg kann in einem eigenen Distributionszentrum, einem definierten Warenfluss oder einer Gruppe direkt betriebener Filialen erfolgen. Dort lassen sich automatische Erfassung, Datenqualität und operativer Nutzen zunächst unter kontrollierten Bedingungen prüfen.
Anschließend kann die Lösung schrittweise auf weitere Standorte, Transportdienstleister, Lieferanten und Poolmanager ausgeweitet werden.
Vom Pilotprojekt zum transparenten Ladungsträger-Pool
Unternehmen müssen nicht ihren gesamten Ladungsträger-Pool auf einmal digitalisieren.
Der erste Schritt besteht darin, den Bereich zu identifizieren, in dem fehlende Transparenz heute die größten Kosten, Engpässe oder Abstimmungsprobleme verursacht.
Connected Load Carrier unterstützt Einzelhändler dabei, diesen Ausgangspunkt zu bestimmen und ein fokussiertes Pilotprojekt mit klaren Zielen zu entwickeln.
Wo entstehen in Ihrem Ladungsträger-Pool heute die größten Informationslücken?
Sprechen Sie mit Sjoerd Janssen, Sales Manager bei Connected Load Carrier, und identifizieren Sie den Prozessbereich, in dem automatische Erfassung den größten operativen Nutzen schaffen kann.