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Zuverlässiges batterieloses RFID-Sensing: Warum RF Ambient-Energie schlägt

  • Veröffentlicht: 02. Februar 2026
  • Lesezeit: 4 min
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Batterieloses RFID-Sensing mit RF Ambient-Energie für zuverlässige industrielle IoT-Messungen
Mikel Choperena, CEO von Kliskatek: RF-gestützte Sensorik ermöglicht eine vorhersehbare, wartungsfreie Datenerfassung für batterielose industrielle IoT-Anwendungen. Bildquelle: Think WIoT

Ein neuer Kommentar von Mikel Choperena, CEO von Kliskatek, argumentiert, dass die meisten „batterielosen” Konzepte an derselben Stelle scheitern: der Zuverlässigkeit. Im industriellen IoT bedeutet Zuverlässigkeit nicht, dass „es manchmal funktioniert”. Es bedeutet, dass ein Sensor genau dann, wenn es erforderlich ist, an den wichtigen Stellen und über Jahre hinweg ohne Wartungsroutinen saubere Messwerte liefert.

Choperenas Kernaussage lautet, dass die Fernfeld-RF-Energiegewinnung, insbesondere unter Verwendung von Sub-1-GHz-UHF und RAIN-RFID, das bietet, was viele Umgebungsquellen in Innenräumen oft nicht garantieren können: kontrollierbare Energie auf Abruf und vorhersehbare Kommunikationsfenster, die auf ausgereiften, einsetzbaren Standards basieren.

Warum RF-Harvesting Ambient-Power bei batterielosem IoT und aktivem UHF-Sensing schlägt

Aktive UHF-Sensorik: gleicher HF-Pfad, anderer Zweck

Der Aktivierungs- und Datenrückweg kommt jedem bekannt vor, der mit UHF-RFID arbeitet: Ein Lesegerät versorgt einen Tag mit Energie, und der Tag antwortet über Backscatter. Der Unterschied besteht darin, was das HF-Feld im Tag auslöst.

Bei der aktiven UHF-Sensorik wird das RF-Feld nicht in erster Linie dazu verwendet, einen gespeicherten Wert aus dem Chip-Speicher abzurufen. Stattdessen initiiert es eine kurze, deterministische Transaktion: Der Leser liefert Energie, der Tag wird aktiviert, führt einen Messzyklus durch, serialisiert das Sensorergebnis und gibt die Messung sofort über die UHF-Backscatter-Verbindung zurück. Die Identifizierung kann Teil des Austauschs bleiben, aber das operative Ziel ist eine zeitgenaue Sensorauslesung und nicht nur die Bestandsaufnahme.

Von „wenn die Natur mitspielt“ zu Messungen auf Abruf

Choperena definiert Vorhersagbarkeit als die Fähigkeit, Lesefenster und Arbeitszyklen zu planen. Bei der RF-gestützten Sensorik ist die Messung an eine absichtliche Interaktion des Lesegeräts gebunden. Das ermöglicht Verhaltensweisen, die im Feld wichtig sind: Der Betrieb kann zu einem definierten Zeitpunkt eine Messung anfordern, bei Bedarf schnell wiederholen und viele Sensor-Tags innerhalb eines kurzen Durchgangs abfragen.

Anstatt darauf zu warten, dass die Umgebung genügend Energie liefert, bringt das System das Feld zum Sensor, wenn der Prozess es benötigt.

Warum Umgebungsquellen scheitern, wenn Vorhersagbarkeit nicht verhandelbar ist

Der Kommentar lehnt Photovoltaik in Innenräumen oder Vibrationsenergiegewinnung nicht ab. Er positioniert sie als nützliche Werkzeuge, wenn die Bedingungen stabil und kontrolliert sind, aber als unzuverlässige Grundlagen, wenn die Auslesezeit in vielen realen Umgebungen garantiert werden muss.

Die Photovoltaik in Innenräumen hängt von Lichtverhältnissen ab, die je nach Zeitplan, Dimmung, Spektrum und Platzierung variieren und sich im Laufe der Zeit ändern können. Die Schwingungsenergiegewinnung hängt oft von Resonanz und stabilen Schwingungsprofilen ab, während reale Maschinen Zustände, Lasten und Ausfallzeiten verändern. In beiden Fällen liegt die Energiequelle außerhalb der Kontrolle des Betreibers, was konsistente Arbeitszyklen und garantierte Messzeitpunkte erschwert.

Ein praxisnahes Design-Mindset für feldtaugliches batterieloses Sensing

Über die These hinaus skizziert Choperena einen herstellerunabhängigen Ansatz, der deterministisches Verhalten bei intermittierender Stromversorgung priorisiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Klarheit des Betriebs: vorhersehbare Transaktionen, klare Fehlermodi und wiederholbare Ergebnisse.

Zu den wichtigsten Grundsätzen gehören die Konzeption eines kurzen Ein-Durchlauf-Messzyklus, die Budgetierung der Energiespeicherung über den nutzbaren Spannungsbereich statt über Spitzenwerte, die Einbettung von Diagnosefunktionen, die Backends dabei helfen, Niedrigenergie-Fenster von Sensorfehlern zu unterscheiden, sowie die Abstimmung der Antennen- und Gehäuseleistung in der realen Installationsumgebung, in der Materialien und Mehrwegeeffekte dominieren.

Wann Ambient dennoch gewinnt und warum Hybridmodelle relevant sind

Umgebungsenergiegewinnung kann die richtige Wahl sein, wenn die Umgebung vorhersehbar ist. Kontrollierte Lichtverhältnisse können PV-Anlagen in Innenräumen sehr effektiv machen. Ständig eingeschaltete Maschinen mit einer konsistenten Vibrationssignatur können die Vibrationsenergiegewinnung bei niedrigen Arbeitszyklen unterstützen.

In der Praxis können hybride Ansätze attraktiv sein, bei denen Umgebungsenergie dort genutzt wird, wo sie stark ist, während die RF-gesteuerte Sensorik als Grundlage für eine garantierte Auslesung beibehalten wird.

Über Kliskatek

Mit Sitz in Hernani, Spanien, entwickelt Kliskatek ultra-low-power Funk-Sensorlösungen mit Energy Harvesting, basierend auf tiefgehender Erfahrung in batterielosem UHF-RFID-Sensing und ergänzenden Harvesting-Ansätzen wie Solar.

Über Think WIoT

Think WIoT befasst sich mit drahtlosen IoT-Technologien und Ökosystemen mit Schwerpunkt auf praktischen Einsatzbeschränkungen, realer Leistung und skalierbaren Architekturen.


Kontakt- und Firmeninformationen

Veröffentlicht von
Think WIoT
Kontakt:
Anja Van Bocxlaer