LOCFIELD macht Kühlschränke zu automatischen UHF-RFID-Inventarsystemen
Wilmsmeier Solutions zeigt, wie sich ein Kühlschrank mit der schlanken und flexiblen LOCFIELD®-Antenne in eine automatische RAIN-RFID-Lesezone verwandeln lässt. Gekennzeichnete Proben, Behälter oder Produkte werden erfasst und die Daten über FEIG2any direkt an das Backend übertragen.
Automatische Bestandskontrolle ohne Einzel-Scan
In Laboren, medizinischen Einrichtungen oder Smart-Retail-Anwendungen muss jederzeit nachvollziehbar sein, welche Objekte sich in einem Kühlschrank befinden. Konventionelle Prozesse erfordern häufig eine manuelle Bestandskontrolle oder das einzelne Scannen jedes Behälters.
Mit UHF RFID kann die Inventarisierung automatisch erfolgen. Die im Kühlschrank befindlichen Objekte werden mit RAIN-RFID-Transpondern ausgestattet und von der integrierten LOCFIELD®-Antenne erfasst. Eine Softwareübersicht stellt die gelesenen Transponder und damit den aktuellen Bestand digital bereit.
Dadurch entsteht eine kontrollierte Identifikationszone direkt im Kühlschrank. Mitarbeitende müssen die einzelnen Objekte weder suchen noch nacheinander erfassen.
Flexible Antenne für begrenzte Einbauräume
Die Integration von RFID in einen Kühlschrank stellt besondere Anforderungen an die Antennentechnik. Die Lesezone muss auf den Innenraum ausgerichtet werden, während die Antenne möglichst wenig Platz beanspruchen darf.
Die LOCFIELD®-Antenne ist schlank und flexibel ausgeführt und kann deshalb an die Geometrie des Kühlschranks angepasst werden. Wilmsmeier Solutions setzt die Antennentechnologie auch für räumlich begrenzte Lesezonen in Regalen, Durchgängen und Fördersystemen ein.
Die Anwendung zeigt damit, dass Smart Cabinets und intelligente Kühlschränke nicht zwangsläufig speziell konstruierte Gehäuse benötigen. Auch bestehende Geräte können grundsätzlich um eine RFID-Erfassung ergänzt werden, sofern Antenne, Reader, Transponder und Lesefeld aufeinander abgestimmt sind.
Laborproben und Produkte automatisch überwachen
Ein möglicher Einsatzbereich sind Labor- und Forschungskühlschränke. RFID-gekennzeichnete Proben, Reagenzien oder Behälter lassen sich automatisch inventarisieren. Das System kann dadurch sichtbar machen, welche Objekte vorhanden sind und welche aus dem Kühlschrank entnommen wurden.
Auch im Handel sind entsprechende Anwendungen möglich. Ein Smart Refrigerator kann Produkte automatisiert erfassen und die Bestandsinformationen für Self-Service-, Nachfüll- oder Abrechnungsprozesse bereitstellen.
Für Systemintegratoren liegt der zentrale Vorteil in der berührungslosen Pulkerfassung: Mehrere gekennzeichnete Objekte können innerhalb der definierten Lesezone erkannt werden, ohne dass Sichtkontakt zu einem Barcode erforderlich ist.
FEIG2any überträgt RFID-Daten direkt ins Backend
Die RFID-Erfassung allein schafft noch keinen durchgängigen Prozess. Die gelesenen Daten müssen anschließend zuverlässig an ein Laborinformationssystem, eine Warenwirtschaft, eine Cloud-Plattform oder eine kundenspezifische Anwendung übertragen werden.
Dafür kann die Anwendung mit FEIG2any kombiniert werden. Die Software läuft direkt auf unterstützten FEIG-UHF-RFID-Readern und überträgt RFID-Ereignisse ohne zusätzlichen Edge-Computer oder separate Middleware an das Backend. Unterstützt werden unter anderem HTTP beziehungsweise HTTPS, MQTT, AWS IoT Core, Azure IoT Hub und OPC UA.
Die Konfiguration erfolgt browserbasiert. Dadurch können Systemintegratoren die RFID-Datenanbindung wiederverwenden und müssen nicht für jedes Smart-Fridge-Projekt eine neue Middleware entwickeln.
Vom Kühlschrank zur vernetzten Bestandslösung
Die Kombination aus LOCFIELD®-Antenne, UHF-RFID-Reader und Backend-Anbindung zeigt einen kompakten Ansatz für automatisierte Inventarsysteme. Relevant ist die Lösung überall dort, wo viele gekennzeichnete Objekte auf engem Raum zuverlässig erfasst und digital verwaltet werden sollen.
Neben Labor- und Verkaufsanwendungen kommen beispielsweise medizinische Verbrauchsmaterialien, Lebensmittel, Werkzeuge oder andere sensible Bestände infrage. Entscheidend für die Umsetzung sind eine definierte Lesezone, geeignete Transponder und die zuverlässige Integration der RFID-Daten in den bestehenden Prozess.
Sie planen einen intelligenten Kühlschrank, ein Smart Cabinet oder eine automatisierte Bestandslösung?
Sprechen Sie mit Olaf Wilmsmeier über Antennenauslegung, Transponderauswahl, Reader-Integration und die direkte Anbindung der RFID-Daten an Ihr Backend.