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HID und Sharry starten digitale Studentenausweise am H-FARM College

  • Veröffentlicht: 30. April 2026
  • Lesezeit: 4 min
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Digitale Studentenausweise in mobiler Wallet am H-FARM College für sicheren Campuszugang
Smartphone-basierter Studentenausweis im Einsatz: Ein mobiler Ausweis wird per NFC an ein Lesegerät gehalten, wodurch ein sicherer, kartenloser Zugang zu den Einrichtungen des Campus ermöglicht wird. Bildquelle: HID

HID und Sharry haben am H-FARM College in Italien studentische Ausweise auf Basis mobiler Geldbörsen eingeführt – dies ist die erste Umsetzung dieser Art im europäischen Hochschulwesen.

HID stellt sichere Identitätstechnologien und die Ausstellung von Zugangsdaten bereit, während Sharry eine cloudbasierte Zugangs- und Arbeitsplatzplattform liefert. Die Lösung integriert mobile Zugangsdaten in die bestehende Zugangskontrollinfrastruktur und ermöglicht so den Zugang zum Campus per Smartphone.

Erster europäischer Einsatz von Wallet-basierten Studentenausweisen

HID und Sharry haben am H-FARM College digitale Wallet-basierte Studentenausweise eingeführt. Das System ermöglicht es Studierenden, Lehrkräften und Mitarbeitern, mit Smartphones oder Smartwatches anstelle von physischen Ausweisen Zugang zu den Einrichtungen des Campus zu erhalten.

Der Einsatz stellt die erste Implementierung von Wallet-basierten Studentenausweisen im europäischen Hochschulwesen dar. Er kombiniert die Identitätsinfrastruktur von HID mit der Plattform von Sharry, um eine einheitliche, mobilbasierte Zugangsumgebung zu schaffen.

Technische Architektur: Identität, Middleware und Zugangskontrolle

Die Lösung ist in drei miteinander verbundene Schichten gegliedert, die gemeinsam den mobilen Zugang ermöglichen:

  • Zugangsdatenebene (HID): HID stellt die Infrastruktur zur Ausstellung und Verwaltung sicherer digitaler Identitäten bereit. Diese Zugangsdaten werden in mobile Wallets bereitgestellt und mit den Benutzeridentitäten innerhalb des Universitätssystems verknüpft.

  • Middleware-Ebene (Sharry): Sharry verbindet Identitätsmanagement, mobile Anwendungen und Zugangskontrollsysteme. Es ermöglicht Benutzern, ihre Zugangsdaten über die Campus-App bereitzustellen, und fungiert als Koordinationsschicht zwischen Backend-Systemen und Benutzerinteraktion.

  • Zugangskontrollschicht: Die Infrastruktur ist in Genetec integriert, das physische Zugangspunkte verwaltet und Berechtigungen an Türen und in gesicherten Bereichen durchsetzt.

Im Betrieb interagieren diese Schichten in einem kontinuierlichen Ablauf. Ein Benutzer erhält eine über HID ausgestellte digitale Berechtigung und richtet sie über die Sharry-basierte App ein. Wenn der Benutzer sein Smartphone oder seine Smartwatch an ein Lesegerät hält, wird die Berechtigung an das Zugangskontrollsystem übertragen und dort verarbeitet, das die Berechtigungen überprüft und die entsprechende Aktion an der Tür auslöst.

Mobile Zugangsberechtigungen im täglichen Campusbetrieb

Mit der Einführung können Nutzer über ihre Mobilgeräte auf Räume, Gemeinschaftsbereiche und Infrastruktur wie Druckerstationen zugreifen. Die digitale Berechtigung dient als sicherer Ersatz für herkömmliche Ausweise.

Die Akzeptanz bei H-FARM war sofort gegeben. Rund 70 Prozent der Nutzer aktivierten ihre Berechtigungen innerhalb weniger Minuten nach Erhalt der Benachrichtigung, was auf eine hohe Akzeptanz mobiler Identitätssysteme hindeutet.

Integration in das Universitätsökosystem

Die Bereitstellung ist in das umfassendere digitale Ökosystem von H-FARM eingebettet. Die Campus-App unterstützt die Navigation, Veranstaltungsaktualisierungen und Dienste wie die Bestellung und Bezahlung von Speisen. Durch die Integration der Identitätsverwaltung in diese Umgebung wird die Zugangskontrolle Teil einer einheitlichen digitalen Plattform.

Für Universitäten verbindet dieser Ansatz mehrere Systeme:

  • Identitätsmanagement

  • Physische Zugangskontrolle

  • Campusdienste und -anwendungen

Diese Konvergenz ermöglicht eine zentralisierte Steuerung von Identitäten und Berechtigungen auf dem gesamten Campus und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von separaten Systemen.

Relevanz für Integratoren und Betreiber

Für Systemintegratoren zeigt das Projekt, wie mobile Zugangsdaten in bestehende Zugangskontrollumgebungen integriert werden können, ohne die Infrastruktur zu ersetzen. Der Einsatz von Middleware ermöglicht die Interoperabilität zwischen Identitätsanbietern, Anwendungen und Zugangssystemen.

Für Betreiber vereinfachen digitale IDs das Lebenszyklusmanagement von Zugangsdaten. Ausstellung, Aktualisierung und Sperrung können aus der Ferne abgewickelt werden, was die Skalierbarkeit verbessert und den Betriebsaufwand reduziert.

Auf dem Weg zu „Mobile-First“-Campus-Architekturen

Die H-FARM-Implementierung spiegelt einen breiteren Übergang zu „Mobile-First“-Zugangssystemen im Hochschulbereich wider. Durch die Kombination von Identität, Zugang und Diensten in einer einzigen digitalen Umgebung können Hochschulen sowohl die Benutzerinteraktion als auch die Systemverwaltung optimieren.

Das Projekt baut auf früheren Kooperationen zwischen HID und Sharry in Unternehmensumgebungen auf und erweitert dieses Modell auf den Hochschulbereich.

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Kontakt- und Firmeninformationen

Veröffentlicht von
HID
Kontakt:
Richard Aufreiter