Truvami unterstützt das Verkehrsmanagement in Zermatt
Zermatt, Schweiz – Die Steuerung von Bauaktivitäten in einer der bekanntesten autofreien Gemeinden der Schweiz erfordert eine sorgfältige Planung und eine präzise Koordination. Um diesen Prozess zu unterstützen, arbeitete Truvami mit der Gemeinde Zermatt zusammen und stellte eine Lösung zur Live-Überwachung von Baufahrzeugen während der festgelegten Bauphasen bereit.
Zermatt beschränkt den motorisierten Verkehr während des grössten Teils des Jahres. Damit die notwendigen Bau- und Infrastrukturprojekte dennoch umgesetzt werden können, öffnet die Gemeinde zweimal jährlich während definierter Bauphasen, die ansonsten verkehrsfreie Zone für autorisierte Baufahrzeuge.
Jedes beteiligte Unternehmen musste seine Schätzungen bezüglich benötigter Fahrten in Form eines Logistikkonzepts bei der Gemeinde einreichen. Die Firmen erhielten dann nach Unterzeichnung einer Vereinbarung (Datenschutz lässt grüssen), für jedes Fahrzeug eine Fahrbewilligungen und einen Truvami Tag XL Tracker.
Die Ortungstechnologie von Truvami ergänzt somit den bestehenden Prozess um eine operative Datenebene, mit der sich die geplanten respektive bewilligten Fahrten mit den tatsächlich durchgeführten Transporten vergleichen lassen.
Jedes registrierte Baufahrzeug übermittelt in regelmässigen Abständen Positionsdaten an die Truvami Plattform. Auf dem Portal wurden digitale Zäune (sog. Geofences) für die Fahrverbotszone Zermatt, diverse Baustellen und Deponien eingerichtet.
Die Kombination aus Live-Standortdaten und Geofencing ermöglichte es der Gemeinde, automatisch zu erkennen, wenn Fahrzeuge das Fahrverbot eingangs Zermatts passierten, oder die jeweiligen Baustellen und Deponien anfuhren. Auf diese Weise konnten die Verkehrsbewegungen erfasst und beispielsweise die Frequentierung der Strassen ausgewertet werden. Die gewonnenen Daten lieferten eine belastbare Grundlage, um Verkehrsströme zu analysieren und die Einhaltung der festgelegten Zufahrtsregelungen zu überprüfen.
„Die Verwaltung von Zufahrtsberechtigungen ist nur ein Teil der Aufgabe“, sagt Chiara Koopmans, General Manager von Truvami. „Operative Daten ermöglichen es Gemeinden, nachvollziehbar zu dokumentieren, was tatsächlich passiert ist, geplante und tatsächliche Bewegungen zu vergleichen und daraus fundierte Entscheidungen für zukünftige Bauphasen abzuleiten.“
Das Projekt zeigt, wie Industrial IoT die Gemeinden bei anspruchsvollen operativen Aufgaben unterstützen kann, ohne bestehende Arbeitsabläufe grundlegend zu verändern. Anstatt sich ausschliesslich auf manuelle Dokumentation oder nachträgliche Auswertungen zu verlassen, erhalten Behörden kontinuierliche Betriebsdaten, die dann Planung, Compliance und Verkehrsanalysen unterstützen. Auf der anderen Seite geben die präzisen Daten auch den Anbietern die Möglichkeit, in weiteren Angeboten deren Schätzungen für Aufwände und Arbeitswege noch akkurater und Daten-basiert zu verfeinern.