Truvami schafft Transparenz im Zermatter Bauverkehr

  • Veröffentlicht: 22. Juli 2026
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Live-Überwachung von Baufahrzeugen in Zermatt durch Truvami zur Verkehrssteuerung bei Bauprojekten
Im autofreien Zermatt treffen Tourismus, Bauaktivitäten und begrenzte Verkehrswege aufeinander. Live-Tracking und Geofencing schaffen während definierter Bauphasen Transparenz über die Bewegungen autorisierter Fahrzeuge. Bildquelle: truvami

Live-Standortdaten und Geofencing ermöglichen den Vergleich zwischen geplanten, bewilligten und tatsächlich durchgeführten Fahrten von Baufahrzeugen.

Zermatt, Schweiz, Juli 2026 – Die Koordination von Bauaktivitäten in einer der bekanntesten autofreien Gemeinden der Schweiz erfordert eine sorgfältige Planung. Um das Verkehrsmanagement während der festgelegten Bauphasen zu unterstützen, arbeitete Truvami mit der Gemeinde Zermatt zusammen. Eine IoT-basierte Lösung erfasste die Bewegungen autorisierter Baufahrzeuge und stellte der Gemeinde aktuelle Standort- und Bewegungsdaten zur Verfügung.

Zeitlich begrenzte Zufahrt für Baufahrzeuge

Zermatt beschränkt den motorisierten Verkehr während des grössten Teils des Jahres. Damit notwendige Bau- und Infrastrukturprojekte dennoch umgesetzt werden können, öffnet die Gemeinde die ansonsten verkehrsfreie Zone zweimal jährlich während definierter Bauphasen für autorisierte Baufahrzeuge.

Jedes beteiligte Unternehmen reichte im Vorfeld ein Logistikkonzept mit einer Schätzung der benötigten Fahrten bei der Gemeinde ein. Nach Unterzeichnung einer Vereinbarung erhielt jedes zugelassene Fahrzeug eine Fahrbewilligung sowie einen Truvami Tag XL Tracker.

Der robuste IoT-Tracker ist für Maschinen, Baufahrzeuge und andere mobile Assets in anspruchsvollen Außenumgebungen ausgelegt. Seine lange Batterielaufzeit ermöglicht einen kontinuierlichen Einsatz bei geringem Wartungsaufwand. Die Geräte erfassten die Fahrzeugpositionen in regelmäßigen Abständen und übermittelten die Daten über LoRaWAN an die Truvami-Plattform. Das Tracker-Portfolio von Truvami unterstützt je nach Einsatzumgebung verschiedene Ortungsverfahren, darunter GNSS, Bluetooth Low Energy und WLAN-basierte Positionierung.

Die Ortungslösung ergänzte den bestehenden Genehmigungsprozess um eine operative Datenebene. Dadurch konnten die geplanten und bewilligten Fahrten mit den tatsächlich durchgeführten Transporten verglichen werden.

Live-Standortdaten und digitale Zonen

Die registrierten Baufahrzeuge übermittelten in regelmässigen Abständen ihre Positionsdaten an die Truvami Plattform. Dort wurden digitale Zonen, sogenannte Geofences, für die Zufahrt nach Zermatt sowie für verschiedene Baustellen und Deponien eingerichtet.

Durch die Kombination aus Standortdaten und Geofencing konnte die Gemeinde automatisch erfassen, wann Fahrzeuge in die Fahrverbotszone einfuhren und wann sie bestimmte Baustellen oder Deponien erreichten.

Auf diese Weise liessen sich Verkehrsbewegungen dokumentieren und unter anderem die Frequentierung einzelner Strassenabschnitte auswerten. Die erfassten Daten bildeten eine belastbare Grundlage, um Verkehrsströme zu analysieren und die Einhaltung der festgelegten Zufahrtsregelungen zu überprüfen.

Datengrundlage für zukünftige Bauphasen

„Die Verwaltung von Zufahrtsberechtigungen ist nur ein Teil der Aufgabe“, sagt Chiara Koopmans, General Manager von Truvami. „Operative Daten ermöglichen es Gemeinden, nachvollziehbar zu dokumentieren, was tatsächlich passiert ist, geplante und tatsächliche Bewegungen zu vergleichen und daraus fundierte Entscheidungen für zukünftige Bauphasen abzuleiten.“

Das Projekt zeigt, wie Industrial IoT Gemeinden bei anspruchsvollen operativen Aufgaben unterstützen kann, ohne bestehende Arbeitsabläufe grundlegend zu verändern. Anstelle ausschliesslich manueller Dokumentationen oder nachträglicher Auswertungen erhalten Behörden kontinuierlich verfügbare Betriebsdaten für die Verkehrsplanung, die Überprüfung von Vorgaben und die Analyse tatsächlicher Fahrzeugbewegungen.

Auch die beteiligten Unternehmen können von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren. Die Daten helfen ihnen, den tatsächlichen Aufwand und die erforderlichen Fahrwege genauer zu bewerten und künftige Logistik- und Projektangebote auf einer fundierteren Datengrundlage zu kalkulieren.


Kontakt- und Firmeninformationen

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Chiara Koopmans