Digitalisierung in der Logistik

25 Min
02. Mai 2024
Logistik Industrie

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Einem Bericht von ‚Allied Market Research‘ zufolge wird der globale Markt für digitale Logistik zwischen 2023 und 2032 voraussichtlich um mehr als 20 Prozent wachsen, wobei der Anteil vernetzter Logistiksysteme bereits über 14 Prozent beträgt. Die Einführung von vernetzten Kommunikationssystemen, Cloud- und IoT-Plattformen in der Logistik führt durch den Austausch von Daten zwischen den Akteuren der Lieferkette zu einer Verbesserung der operativen Produktivität in der Logistik.

Trotz der raschen Zunahme zellularer IoT-Verbindungen bleibt das volle Potenzial dieser Technologien, insbesondere im Bereich des Sichtbarkeitsmanagements im Transportwesen, noch weitgehend ungenutzt.Der folgende Beitrag geht auf zahlreiche Aspekte im Kontext von innovativen Wireless IoT Technologien und Fortschritten in der Logistik ein. Er zeigt durchweg ein Bild vollen Potenziale aber auch Hürden auf.

1. Status Quo

Automatisierte Logistik

Der Begriff Logistik ist in fast jeder fachlichen Betrachtung von Experten zu finden, da alle Prozesse unseres wirtschaftlichen Lebens von logistischen Bewegungen durchdrungen sind.

Die offizielle Definition von Logistik fällt je nach Kontext unterschiedlich aus. Die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen basieren auf der Definition des Council of Supply Chain Management Professionals (CSCMP). Hierbei handelt es sich um eine Organisation, die sich vor allem mit dem Supply Chain Management beschäftigt. Beim CSCMP lautet die Definition für Logistik wie folgt: „Logistikmanagement ist der Teil des Supply Chain Managements, der die effiziente und effektive Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und Lagerung von Waren, Dienstleistungen und damit verbundenen Informationen zwischen dem Ursprungspunkt und dem Verbrauchspunkt plant, implementiert und kontrolliert, um die Anforderungen von Kunden oder Unternehmen zu erfüllen.”

Die Definition unterstreicht die Bedeutung der Logistik für die Planung, Durchführung, Steuerung und Kontrolle der Bewegung und Lagerung von Gütern und Informationen, um die Bedürfnisse der Kunden und des Geschäfts zu erfüllen. Zudem wird deutlich, dass Logistik nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern als integraler Bestandteil des gesamten Supply Chain Managements bewertet wird.

In Deutschland wurde eigens der Begriff „Intralogistik“ geprägt. Intralogistik wurde um die Jahrtausendwende, also gegen Ende der 1990 in Deutschland eingeführt. Die Intralogistik umfasst die interne Logistik von Unternehmen, also alle logistischen Prozesse, die innerhalb eines Werks oder Lagers stattfinden, wie beispielsweise der Warenein- und -ausgang.

Unterschiedlichen Teilbereichen der Logistik und ihre Aufgaben

Die Logistikbranche spielt eine essenzielle Rolle in der effizienten Bewegung, Lagerung und dem Umschlag von Gütern und ist somit ein wichtiger Bestandteil der globalen Wirtschaft. Ohne Logistik ist ein wirtschaftlicher Stillstand die Folge.

Im Folgenden werden die wichtigsten Teilbereiche der Logistik aufgelistet, um zu verdeutlichen, welche Teilbereiche dazu gehören und wie sie sich unterscheiden. Der folgende Abschnitt veranschaulicht zudem, dass alle Teilbereiche in einem engen Zusammenhang stehen und sich gegenseitig ergänzen. Dies verdeutlicht die Relevanz von Big-Data-Lösungen in der Logistik. Um Digital Twins von Warenlagern zu erzeugen oder die logistische Cold Chain mit künstlicher Intelligenz zu optimieren, ist es unerlässlich, Cloud Computing und das Internet der Dinge (IoT) in alle Zukunftsplanungen zu integrieren. Im Allgemeinen zielt die Qualitätssicherung in der Logistik darauf ab, die Position von Unternehmen zu stärken oder auszubauen.

Fazit: Die dargestellten Sektoren veranschaulichen die Komplexität und Vielfalt der Logistikindustrie sowie deren entscheidende Rolle in der Organisation globaler Lieferketten.

  • Die Beschaffungslogistik umfasst die Beschaffung von Rohstoffen und Waren, die für die Produktion oder den direkten Verkauf benötigt werden. Dazu werden Lieferanten ausgewählt, Eckdaten der Beschaffung geklärt und die physische Beschaffung sowie die Logistik der Materialien organisiert.
  • Die Produktionslogistik umfasst die Prozesse, die die Ressourcen, die Produktionssteuerung und die Materialflüsse innerhalb eines Produktionsunternehmens betreffen. Ihr Ziel ist es, den Produktionsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, um die Produktionsziele zu erreichen. Die Produktionslogistik arbeitet eng mit der Beschaffungslogistik zusammen, da sie die Fertigung auf die korrekte Zulieferung der Rohstoffe angewiesen ist. Andernfalls stehen die Produktionslinien still.
  • Die Distributionslogistik ist für die Verteilung der fertigen Produkte an die Endverbraucher oder Einzelhändler zuständig. Dies umfasst die Lagerhaltung, die Lagerverwaltung in der Logistik, das Asset Management, das Behältermanagement, das Ladungsträgermanagement, das Transportmanagement, die Auftragsabwicklung sowie die Auswahl von Distributionskanälen.
  • Die Lagerlogistik stellt einen Teilbereich der Distributionslogistik dar und fokussiert sich auf die effiziente Lagerung von Waren, die Organisation des Lagers sowie die Optimierung von Lagerprozessen. Dies beinhaltet auch die Implementierung von Lagerverwaltungssystemen. Häufig werden im Lagerbereich Echtzeitlokalisierungslösungen oder Indoor-Ortungen eingesetzt.
  • Die Transportlogistik ist ein Sektor, der neben der Logistik auch zum Wirtschaftszweig „Verkehr und Transport“ gehört. Sie beinhaltet alle Aktivitäten rund um den physischen Transport von Gütern, ob auf der Straße, Schiene, in der Luft oder auf dem Wasser. Dazu gehören die Organisation, Ausführung und Überwachung der Transportwege, Güter und Auch in diesem Logistikzweig nimmt die Echtzeitlokalisierung von Ladungsträgern, Behältern oder Containern einen entscheidenden Faktor ein.
  • Die Umschlagslogistik (Transshipment) zielt auf das Be- und Entladen sowie den Weitertransport von Waren ab, wobei hierfür häufig Umschlagsterminals wie Häfen, Rangierbahnhöfe oder Flughäfen genutzt werden. Die Distanzen sind kurz, weshalb häufig AGVs oder Förderanlagen zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund ist eine optimale Planung der Prozesse erforderlich, um kostspielige Verzögerungen beim Be- oder Entladen, aufwendige Suchvorgänge oder Staus im Weitertransport zu vermeiden.
  • Im Bereich der Entsorgungslogistik geht es um die Logistik rund um die Entsorgung und das Recycling von Materialien und Produkten. Die Sammlung, der Transport, die Verarbeitung und die Entsorgung von Abfällen stellen die Kernprozesse der Entsorgungslogistik dar. Die Füllstandmessungen an Abfallcontainern werden zukünftig eine bedarfsorientierte Steuerung der Entsorgungslogistik ermöglichen, wodurch Kosten und CO2 eingespart werden können.
  • Die Reverse Logistik umfasst die Rückführung von Produkten und Materialien vom Endverbraucher zurück zum Hersteller oder zu einem speziellen Entsorgungszentrum. Dies erfolgt häufig im Rahmen von Recyclingprogrammen oder zur Wiederaufarbeitung. Auch das Retourenmanagement gehört dazu. Ein Bereich, der im E-Commerce für viel Aufwand sorgt und zukünftig stärker reglementiert werden muss, um die Ziele der Nachhaltigkeit zu erreichen.
  • Die Informationslogistik steht für die IT-Infrastruktur aller operativen Prozesse. Hier findet die effiziente Verwaltung und Übermittlung von Informationen statt, die für die Steuerung der physischen Logistikflüsse notwendig sind. In diesem Kontext ist zudem die Nutzung von IT-Systemen wie beispielsweise SCM-Software (Supply Chain Management) zu nennen. Ein Abschnitt weiter unten beschäftigt sich eingehender mit Softwarelösungen in der Logistik.

Logistik inklusive Haftung und Gewährleistung

Die Kontraktlogistik stellt eine Sonderform dar, da sie fast alle Teilbereiche der Logistik abdeckt und im Auftrag eines Kunden ausgeführt wird. Die Dienstleistungen sind daher umfassend und individuell an die jeweiligen Kunden angepasst. Die Kontraktlogistik umfasst Beschaffung, Transport, Fulfillment, Lagerung, Verteilung und Retouren.

Im Allgemeinen stellt die Kontraktlogistik ein Geschäftsmodell innerhalb der Logistikbranche dar, bei dem ein Unternehmen (der Auftraggeber) einen Logistikdienstleister für eine umfassende und langfristige Abwicklung seiner logistischen Prozesse beauftragt. Die Dienstleistungen gehen über den reinen Transport oder die Lagerung hinaus und umfassen eine Vielzahl von Aktivitäten. Auch die Haftung und die Gewährleistung können je nach Vereinbarung dazu gehören.

Aufgrund der Komplexität der Prozesse, die im Rahmen der Kontraktlogistik von einem Kontraktlogistiker verantwortet werden, ist der Einsatz von Überwachungstechnologien, die Daten in Echtzeit bereitstellen, von eminenter Wichtigkeit. Gerade in der Kontraktlogistik kommt es auf die Qualität der Performance für den Kunden sowie das Vertrauen des Kunden in den Kontraktlogistiker an.

Die Kontraktlogistik umfasst eine Vielzahl von Aufgaben, die in fünf Hauptbereiche unterteilt werden können:

  • Lagerhaltung und Bestandsmanagement
  • Kommissionierung und Verpackung
  • Transportmanagement
  • Retourenmanagement
  • Value-Added Services (Zusammenbau von Produkten)

Zu den Vorteilen für den Auftraggeber zählt, dass sich das Unternehmen durch die Auslagerung dieser Aufgaben an einen spezialisierten Dienstleister auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann. Zudem kann es von der Expertise sowie den bestehenden Netzwerken des Logistikpartners profitieren. Des Weiteren lassen sich häufig Kostenvorteile durch Skaleneffekte und die Optimierung der gesamten Lieferkette beobachten. Die Zusammenarbeit basiert in der Regel auf langfristigen Verträgen, welche einen individuell zugeschnittenen Service inklusive Gewährleistung und Haftung gewährleisten.

Wireless IoT Technologien in der Intralogistik

Die Intralogistik bezeichnet alle logistischen Prozesse innerhalb eines Unternehmens, die sich auf den Material- und Warenfluss sowie die Informationsflüsse innerhalb von Lager- oder Produktionsanlagen konzentrieren. Der Begriff steht somit für logistische Prozesse, die von einem Unternehmen verantwortet werden und innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs sowie räumlich begrenzt ablaufen. Zu den essenziellen Aspekten und Tätigkeiten zählt die Lagerverwaltung und das Bestandsmanagement, um die ordnungsgemäße Lagerung und Verfügbarkeit der Produkte sicherzustellen. Die Kommissionierung und Verpackung spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle, da sie das Zusammenstellen von Aufträgen nach Kundenanforderungen und das Verpacken der Ware für den Versand umfassen.

Im Wareneingang und -ausgang werden eingehende Waren überprüft und verbucht, während ausgehende Produkte verladen und versendet werden. Das Materialflussmanagement plant und steuert die Bewegung von Materialien innerhalb der Produktionsanlagen. Fördertechnik, wie Förderbänder, automatisierte Transportsysteme und Kräne, ermöglicht die Bewegung von Materialien.

Die Lagertechnik und Lagerverwaltung nutzt Regalsysteme, Robotik und Software zur Verwaltung des Lagers. Die Automatisierung spielt eine weitere wichtige Rolle, indem autonome Fahrzeuge, Robotik und andere automatisierte Systeme zur Effizienzsteigerung eingesetzt werden. Ein effizientes Retourenmanagement umfasst die Organisation der Rückgabe, Wiederaufbereitung und Entsorgung von nicht verkauften oder defekten Waren.

Zur Verfolgung, Steuerung und Optimierung der innerbetrieblichen Logistik werden IT-Systeme wie Warehouse-Management-Systeme (WMS) und Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) eingesetzt. Die Qualitätskontrolle stellt sicher, dass die gelagerten und transportierten Waren durch Inspektionen und Überwachungssysteme in puncto Qualität überprüft werden.

Das Sicherheits- und Umweltmanagement gewährleistet die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften sowie die Reduktion von Abfall und Energieverbrauch. Die Mitarbeiterplanung und das -management sind von entscheidender Bedeutung für die Organisation der personellen Ressourcen und die Planung der Arbeitsabläufe.

  • In der Intralogistik gewinnen drahtlose IoT-Funksysteme zunehmend an Bedeutung, da sie die Effizienz steigern, den Materialfluss optimieren und die Transparenz verbessern. Nachfolgend werden einige der wichtigsten Technologien vorgestellt, die in diesem Bereich zum Einsatz kommen.
  • Intralogistiksysteme nutzen häufig Wi-Fi für eine schnelle und zuverlässige Datenübertragung, insbesondere in Lagerhäusern, wo sie mobile Endgeräte, Lagerverwaltungssoftware und Maschinensteuerungen miteinander verbinden.
  • Für die präzise Standortverfolgung innerhalb von Lagern oder Produktionsstätten wird häufig Bluetooth LE oder UWB-Technologie für das Asset-Tracking, die Indoor-Navigation und die Lokalisierung von Waren, Maschinen oder Geräten verwendet.
  • RFID wird in der Intralogistik eingesetzt, um auf der Basis von passiven oder aktiven Tags, die an Waren, Behältern oder Ladungsträgern angebracht werden, Informationen zu erfassen. Die Tags werden von Wireless-RFID-Reader ausgelesen, um Informationen wie Produktstandorte, Zustand oder Status schnell zu erfassen. Wenn über längere Distanzen das Tracking von Waren und Geräten notwendig ist, beispielsweise in weitläufigen Lager- und Produktionsumgebungen, kommen LoRaWAN oder NB-IoT zum Einsatz. Beide LPWAN-Technologien bieten die Anbindung von Sensoren, sind für große Entfernungen geeignet und haben Vorteile durch ihre Energieeffizienz.
  • Zigbee stellt ein drahtloses Mesh-Netzwerkprotokoll zur Überwachung von Sensoren und Steuerung automatisierter Prozesse dar. Es eignet sich insbesondere für vernetzte Geräte, die in kurzer Entfernung miteinander kommunizieren müssen.

Automatisierungstechnik in der Logistik

  • RFID

    Radio Frequency Identification (RFID) ist eine der verbreitetsten Technologien in der Logistik für die automatische Identifikation und das Tracking von Gütern mittels Funketiketten.

  • Sensorik

    Zur Condition Monitoring werden diverse Sensoren eingesetzt, die Bedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Bewegung und mehr messen. Das ist besonders wichtig für die Überwachung sensibler Ladungen.

  • LPWAN

    Low Power Wide Area Network (LPWAN) ist eine Netzwerktechnologien, die eine energiesparende und kostengünstige Kommunikation über lange Distanzen ermöglichen, einschließlich LoRaWAN, Sigfox, mioty oder NB-IoT. Einsatzbereiche sind beispielsweise die Echtzeitlokalisierung.

  • WLAN

    Wireless Local Area Network (WLAN) ermöglicht schnelle Datenkommunikation über kurze Distanzen und wird oft in Lagerhäusern und Verteilzentren eingesetzt.

  • RTLS

    Real Time Locating Systems (RTLS) ist ein Systeme zur Echtzeit-Ortung, die genaue Standortdaten in Echtzeit liefern, um Güter und Ressourcen in großen Anlagen zu verfolgen. Ultra Wideband (UWB) bietet beispielsweise präzise Standortbestimmungen.

Produkte für die Logistikbranche

In der Logistikbranche kommen zahlreiche Produkte zum Einsatz, die darauf abzielen, die Effizienz zu steigern, Lieferketten zu optimieren und die Transparenz zu verbessern. Zu den aktiv genutzten Produkten gehören unter anderem RFID Schreib-/Lesegeräte, die durch die an Produkten und Paletten angebrachten RFID-Tags ein individuelles Tracking von Waren oder Assets ermöglichen und eine schnelle Erfassung und Lokalisierung im Lager oder während des Transports gewährleisten. Bluetooth LE- und LoRaWAN-Gateways spielen eine wichtige Rolle: Während Bluetooth LE für präzise Standortbestimmungen in Lagerhäusern bei der Indoor-Navigation und dem Asset-Tracking verwendet wird, bietet LoRaWAN durch seine große Reichweite und den geringen Energiebedarf ideale Voraussetzungen für das Tracking über weite Strecken, beispielsweise bei der Containerlogistik, dem Behältermanagement oder der Überwachung von Fahrzeugflotten.

Ein weiteres unverzichtbares Hilfsmittel in der Logistik sind Scanner. Mit ihnen lassen sich Waren beim Ein- und Ausgang schnell und fehlerfrei erfassen, wobei fortgeschrittene Systeme auch Bilderkennungstechnologien einsetzen, um den Zustand von Waren zu überprüfen. Antennen wiederum sind ein Kernbestandteil von RFID-Tracking-Systemen, da sie die Signale der RFID-Tags erfassen und damit die Position von Gütern in Echtzeit bestimmen. Überwachungskameras tragen zur Sicherheit und Überwachung von Lager- und Betriebsräumen bei. Intelligente Kamerasysteme können darüber hinaus automatisierte Überprüfungen und Sortierungen von Waren durchführen.

Essentiell für das Tracking und die Inventarisierung sind Etiketten und Transponder, insbesondere RFID- und Barcode-Etiketten, die in der Logistik als Basis für diese Systeme dienen. Spezielle Etikettendrucker drucken die notwendigen Barcode- und RFID-Etiketten für die Produktkennzeichnung. GPS-Tracker ermöglichen es, Transportfahrzeuge in Echtzeit zu verfolgen, was insbesondere bei internationalen Lieferungen unerlässlich ist. Schließlich spielt auch die Logistiksoftware eine entscheidende Rolle in der modernen Lieferkette. Dazu zählen Warehouse Management Systeme (WMS), Transportmanagement-Systeme (TMS), Supply-Chain-Management-Software (SCM) und Routenoptimierungssysteme.

Logistikautomatisierung soll zwischen 2023 und 2030 um fast 15 Prozent wachsen

Einem Bericht von LM Ericsson zufolge wird die Zahl der IoT-Verbindungen im Verkehrssektor von 100 Millionen im Jahr 2020 auf 292 Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Die COVID-19-Pandemie hat die Einführung von IoT-Technologien in der Logistik beschleunigt, wobei IoT, Automatisierung und Robotik eine zentrale Rolle bei der Überwachung von Sendungen und Fahrzeugen spielen. Die Integration von Cloud-basierten Anwendungsschnittstellen hat sich durchgesetzt und ermöglicht eine nahtlose Anbindung an E-Commerce-Plattformen, was von 90 Prozent der befragten Logistikunternehmen als Reaktion auf die Pandemie genutzt wurde, um die IoT-Implementierung zu beschleunigen und die Markterholung zu fördern.

Ein weiterer Bericht von ‚Grand View Research‘ prognostiziert, dass der globale Markt für Logistikautomatisierung zwischen 2023 und 2030 um fast 15 Prozent wachsen wird. Logistikautomatisierung umfasst Hardware- und Softwarelösungen, die darauf abzielen, Prozesse wie Transport, Lagerung, Abruf und Datenmanagement zu optimieren, um die Effizienz zu steigern, Fehler zu reduzieren und Durchlaufzeiten zu verkürzen. Diese Technologielösungen unterstützen die Skalierbarkeit von Unternehmen durch die effiziente Verwaltung größerer Volumina mit Hilfe von autonomen Robotern, Fördersystemen, autonomen fahrerlosen Fahrzeugen und automatischen Lagersystemen.

2. In der Praxis

Fortschritte und technologische Innovationen in der Logistik

Die Intralogistik steht vor einem tiefgreifenden Wandel, der maßgeblich durch den Einsatz innovativer Funklösungen vorangetrieben wird. Diese technologischen Fortschritte tragen nicht nur zur Kostensenkung bei, sondern revolutionieren auch die Art und Weise, wie logistische Prozesse ablaufen.

Mit dem Aufkommen selbstfahrender Fahrzeuge im Lager stellt sich die Frage, wie diese autonom agieren können. Die Antwort liegt in der Integration von KI-Systemen und fortschrittlichen Sensortechnologien, die es den Fahrzeugen ermöglichen, sich selbstständig im Lager zu orientieren und Aufgaben effizient auszuführen. Roboter, die Lagermitarbeiter ersetzen, sind keine Vision mehr, sondern Realität. Sie arbeiten schneller, fehlerfreier und können rund um die Uhr eingesetzt werden, was die Produktivität erheblich steigert.

Die Einführung intelligenter Kleidung für Lagermitarbeiter mit 5G-Netzverbindung und integriertem Display optimiert die Kommunikation und Prozessabläufe im Lager. Solche Innovationen ermöglichen es den Mitarbeitern, effizienter zu arbeiten und gleichzeitig stets über wichtige Informationen informiert zu sein. Eine weitere zukunftsweisende Innovation sind selbstorganisierende Paletten, die durch IoT-Technologien gesteuert werden und eine autonome Lagerhaltung ermöglichen.

Auf der Ebene der Supply Chain ermöglichen drahtlose Lösungen ein bedarfsgerechtes und stabiles Agieren auch in Krisenzeiten. Durch die Nutzung von Echtzeitdaten und vernetzten Systemen können Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren und ihre Lieferketten anpassen.

Auch die Nachhaltigkeit für Unternehmen und die Reduzierung von CO2-Emissionen rücken in den Fokus. Fortschritte in der Elektromobilität und verbesserte Logistikrouten tragen dazu bei, Emissionen auf der Straße und in der Luft zu reduzieren. Der verstärkte Transport auf der Schiene ist ein weiterer Ansatz, die Umweltbelastung zu minimieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.

Asset Management und Container Management erreichen durch den Einsatz intelligenter Technologien die nächste Stufe. Die Verfolgung und Verwaltung von Gütern wird präziser, was zu optimierten Prozessen und weniger Verlusten führt. Auch das Ladungsträger- und Palettenmanagement profitiert von diesen Technologien, wodurch der gesamte Logistikprozess effizienter wird.

Poolsystemen könnte die Zukunft gehören, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz. Diese Systeme ermöglichen eine flexible Nutzung der Ressourcen und reduzieren unnötige Redundanzen und Investitionen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass drahtlose Lösungen in der Intralogistik nicht nur zur Kostensenkung beitragen, sondern auch die Effizienz steigern, die Umweltbelastung reduzieren und die Belastbarkeit von Lieferketten verbessern. Diese Technologien verändern die Logistiklandschaft grundlegend und eröffnen neue Wege für Innovation und Fortschritt.

RFID zur Palettenverfolgung im Lager

Im Lager von KEB Automation wurde eine RFID-basierte Lösung zur Palettenverfolgung eingeführt. Die Ladungsträger werden über RFID-Tags mit einer eindeutigen Handling Unit (HU)-Nummer identifiziert. Diese Nummer ist im SAP Extended Warehouse Management (EWM) hinterlegt. Die kommissionierten Paletten werden im Lager für die fahrerlosen Transportsysteme (FTS) bereitgestellt. 20 Q5X-Sensoren von Turck erkennen die Anwesenheit der Paletten beim Transport in die Produktionshallen. Die Sensoren sind an den Übergabepunkten installiert.

Sobald eine Palette erkannt wird, wird ein Transportauftrag für das FTS generiert. Das DTS holt die Palette ab und transportiert sie durch ein RFID-Gate. Jede Palette, die mit einem RFID-Transponder versehen ist, wird von externen Antennen an den Hallentoren mit einer Leserate von nahezu 100 Prozent erfasst. Diese Antennen sind mit einem UHF-RFID-Lesegerät Q300 verbunden. Die Identifikation der Ladung ist unabhängig von der Position der Palette möglich.

Teaser: KEB Automation erweitert FAHRERLOSES TRANSPORTSYSTEM mit RFID
KEB Automation erweitert fahrerloses Transportsystem mit RFID

„Durch den Einsatz dieser RFID-Lösung können wir hier bewusst ein gewisses Chaos zulassen, um effizient arbeiten zu können. Sobald eine Palette den Bereich verlässt, wird die Palette und ihr Ziel automatisch erkannt.“

Phillip Hannesen

Digital Transformation Manager for Produktion, KEB Automation

Logo KEB Automation

Wollballen mit UHF-RFID verfolgen

Ab Juli 2023 werden alle neuen Wollpakete in Australien mit einem RFID-eBale-Tag ausgestattet, um die Wollballen über die gesamte Lieferkette verfolgen zu können. Die Australian Wool Exchange (AWEX) hat das RFID-System in Zusammenarbeit mit HID eingeführt. Die eBale-Tags sind temperatur-, chemikalien-, druck- und torsionsbeständig. Ausgestattet mit einem RFID-Chip und einem QR-Code hat jeder eBale-Tag eine eindeutige Nummer. Damit erhält jeder Wollballen eine eindeutige Identität. Die Daten der eBale-Tags werden mit RFID-Lesegeräten erfasst.

Die Daten werden mit dem Programm WoolClip erfasst und an Lagerhäuser, Logistik- und Transportzentren, Handelsvertreter sowie nationale und internationale Verarbeitungszentren übermittelt.

Awex schützt die Qualität und Rückverfolgbarkeit von Wollballen mit RFID-Tags
AWEX schützt die Rückverfolgbarkeit von Wollballen MIT RFID-TAGS

„Mit der Unterstützung von HID konnte AWEX einen UHF-Transponder identifizieren, der in der Lage ist, die rauen Bedingungen der Wolllieferkette zu überstehen, und ihn auf Wollverpackungen aufbringen. Das Ergebnis sind kommerziell erhältliche eBales und die weltweit erste landesweite Einführung der RFID-Technologie für Wollverpackungen.“

Mark Grave

CEO, Australian Wool Exchange

Logo Australian Wool Exchange AWEX

Wein-Logistik mit RFID optimiert

Der Weinproduzent Symington Family Estates optimiert seine internen Logistikprozesse mit RFID. Seit 2015 werden die Halbfertigprodukte mit hybriden Barcode- und RFID-Etiketten versehen. Während der Weinabfüllung werden zwei Etiketten gedruckt, die GS1-128 Barcodes und RFID SSCC-96 enthalten. Diese Etiketten werden auf metallische Ladungsträger geklebt, die ca. 600 Flaschen tragen. Jährlich sind etwa 5.000 Ladungsträger mit RFID-Etiketten im Umlauf.

Alle eingehenden Waren werden nach der Abfüllung im ERP-System erfasst. Anschließend werden die Ladungsträger ins Lager transportiert. Das Eingangstor zum Lager ist mit einem RFID-Lesegerät ausgestattet. Beim Passieren des RFID-Lesegeräts werden die Informationen des RFID-Transponders, einschließlich des Standorts, der Ladeeinheiten-ID oder SSCC (Serial Shipping Container Code) und der Zeitzone, gemäß dem EPCIS-Standard an das ERP-System gesendet. Auf diese Weise ermöglichen die RFID-Transponder eine Verfolgung der Ladungsträger in Echtzeit.

Wenn das Halbfabrikat zur Etikettierung und Verpackung in die Endfertigung gelangt, erfassen zwei RFID-Lesegeräte entlang der Produktionslinien den RFID-Transponder. Dies ermöglicht eine lückenlose Kontrolle und Überwachung der internen Prozesskette und garantiert die exakte Fertigstellung des Produkts mit dem entsprechenden Etikett.

Teaser: Auf 1.024 Hektar wird unter der Sonne Portugals Wein angebaut
Ladungsträger-Tracking mit RFID in der Weinproduktion

„Übergeordnetes Ziel war es, den zukünftigen Anforderungen an die Supply Chain einen Schritt voraus zu sein. Die Dynamik innerhalb der Supply Chain verändert sich zunehmend. Immer mehr Unternehmen investieren in die digitale Transformation und Standardisierung der Supply Chain. Als wir 2015 auf RFID umgestiegen sind, wollten wir auch die Inventurzeiten reduzieren.“

Isabel Freitas

Analyst Developer, Symington Family Estates

Logo Symington Family Estates

Weitere Artikel über IoT in der Logistik

3. Panorama

Welchen Einfluss haben Roboter auf die Arbeit von Menschen?

In einer Zeit, in der Roboter zunehmend in der Arbeitswelt eingesetzt werden, bleibt das wertvollste Kapital einer stabilen Firma ihre Mitarbeiter. Auch wenn automatisierte Systeme viele Prozesse übernehmen, ist es das Fachwissen und die Innovationskraft der Menschen, die den langfristigen Erfolg eines Unternehmens sichern. Daher ist die Weiterbildung der Mitarbeiter zu IT-Fachleuten und Facharbeitern von entscheidender Bedeutung. Diese Schulungen stellen sicher, dass die Belegschaft mit den technologischen Entwicklungen Schritt halten und diese effektiv nutzen kann.

In diesem Zusammenhang kommt den Ausbildungsaktivitäten der Regierungen eine besonders hohe Bedeutung zu. Eine proaktive Bildungspolitik, die sowohl die technischen Fähigkeiten als auch die kritischen Denkfähigkeiten der Menschen fördert, ist entscheidend für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Innovationen sollten nicht ausschließlich auf dem Technologiesektor stattfinden. Es ist ebenso wichtig, dass sie auch gesellschaftliche Veränderungen bewirken, die allen zugutekommen.

Indem Innovationen über den rein technologischen Bereich hinausgehen und auch positive gesellschaftliche Veränderungen anstreben, können sie eine inklusivere und gerechtere Gesellschaft schaffen. Dies erfordert ein Umdenken in der Art und Weise, wie Bildungs- und Arbeitsmarktpolitiken gestaltet werden, damit sie nicht nur mit den technischen, sondern auch mit den sozialen Herausforderungen unserer Zeit Schritt halten.

Internet of Things in der Logistik

Das Internet der Dinge (IoT) revolutioniert die Logistikbranche und treibt die Digitalisierung in der Logistikbranche maßgeblich voran. Durch die Vernetzung von Geräten und Systemen ermöglicht IoT eine nahtlose Kommunikation und Datenübertragung, was zu einer effizienteren und transparenteren Logistikkette führt. Automatische Transportsysteme sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung. Sie ermöglichen die Automatisierung von Lagerprozessen und den Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen, die Güter präzise und ohne menschliches Eingreifen transportieren.

Ein weiterer bedeutender Fortschritt ist das autonome Fahren in der Logistik. Durch den Einsatz von selbstfahrenden Lkw können Transportaufgaben sicherer und effizienter durchgeführt werden, während gleichzeitig die Betriebskosten gesenkt werden. Diese Fahrzeuge nutzen fortschrittliche Sensoren und künstliche Intelligenz, um sicher durch den Verkehr zu navigieren und gleichzeitig Echtzeitdaten zu sammeln.

Big Data im Transportsektor ermöglicht es, riesige Datenmengen zu analysieren und daraus wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Daten helfen Unternehmen, ihre Lieferketten zu optimieren, indem sie Trends und Muster erkennen, die menschlichen Analysten möglicherweise entgehen. Cloud Computing im Transportwesen bietet die notwendige Infrastruktur, um diese Daten sicher zu speichern und zu verarbeiten, und ermöglicht gleichzeitig den Zugriff auf diese Informationen von überall und zu jeder Zeit.

Künstliche Intelligenz im Transportbereich spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Effizienz und Vorhersagbarkeit von Lieferketten. KI-gestützte Systeme können Routen optimieren, den Kraftstoffverbrauch reduzieren und die Wartung von Fahrzeugen vorausschauend planen, um Ausfallzeiten zu minimieren.

Ein spezieller Bereich, in dem IoT besonders nützlich ist, ist der Cold Chain Transport. Hierbei geht es um den Transport temperaturempfindlicher Waren wie Lebensmittel und Medikamente. IoT-Sensoren überwachen kontinuierlich die Temperatur und andere Umgebungsbedingungen, um sicherzustellen, dass die Waren in optimalem Zustand bleiben.

E-Learning im Transportsektor bietet den Beschäftigten Zugang zu wichtigen Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen. Durch die Nutzung digitaler Plattformen können Logistikunternehmen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter stets auf dem neuesten Stand der Technologie und Best Practices sind.

Telematik im Transportwesen kombiniert GPS-Technologie mit Onboard-Diagnosesystemen, um Echtzeitdaten über die Fahrzeugposition, Geschwindigkeit und den Zustand des Fahrzeugs zu liefern. Diese Informationen sind entscheidend für die Überwachung und Steuerung von Transportflotten und tragen dazu bei, die Sicherheit und Effizienz der Logistikoperationen zu verbessern.

Insgesamt hat das Internet der Dinge die Logistikbranche grundlegend verändert. Durch die Integration von IoT-Technologien können Unternehmen ihre Prozesse optimieren, die Betriebskosten senken und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit erhöhen. Die fortschreitende Digitalisierung der Logistikbranche wird auch in Zukunft neue Möglichkeiten und Herausforderungen mit sich bringen, die durch innovative Technologien und intelligente Lösungen gemeistert werden können.

Software steuert alle logistischen Prozesse

Die Logistikbranche ist ohne Software nicht denkbar. Sie steigert die Effizienz der Prozesse, verbessert die Transparenz und optimiert die gesamte Lieferkette. Im Folgenden werden die wichtigsten Zwecke und IT-Lösungen vorgestellt, die in diesem Bereich zum Einsatz kommen:

  • Transport Management Systeme (TMS) helfen bei der Planung, Durchführung und Optimierung von Transporten. Das Frachtkostenmanagement ermöglicht eine genaue Kalkulation und Abrechnung der Transportkosten.
  • Die Routenoptimierung sorgt für die effizienteste Streckenführung und optimiert die Auslastung der Fahrzeuge.
  • Warehouse Management Systeme (WMS) steuern und optimieren Lagerprozesse wie Kommissionierung, Ein- und Auslagerung und Bestandsführung. Automatic Identification and Data Capture (AIDC) erleichtert die permanente Inventur und Warenverfolgung mit RFID- oder Barcode-Technologie.
  • Supply-Chain-Management-Systeme (SCM) koordinieren den gesamten Warenfluss entlang der Lieferkette. Dazu gehört auch die Bedarfs- und Bestandsplanung, mit der zukünftige Bedarfe prognostiziert und Lagerbestände optimiert werden können.
  • Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme integrieren Logistikprozesse mit anderen Bereichen wie Einkauf, Vertrieb und Produktion.
  • Flottenmanagement-Software überwacht den Status, den Standort und den Zustand von Fahrzeugen. Zum Flottenmanagement gehören auch Telematiksysteme, die Echtzeitdaten für eine genaue Fahrzeugverfolgung und Wartungsplanung liefern.
  • Order Management Systeme (OMS) werden dem Bereich E-Commerce und Kundenzufriedenheit zugeordnet. Sie verwalten Online-Bestellungen und liefern Echtzeit-Statusinformationen. Track-and-Trace-Software ist ein Service, mit dem Kunden ihre Bestellungen verfolgen können.
  • Retourenmanagement-Systeme vereinfachen die Abwicklung von Rücksendungen und erhöhen die Kundenzufriedenheit.
  • Business Intelligence Tools analysieren Logistikdaten und unterstützen bei strategischen Entscheidungen. Künstliche Intelligenz (KI) in Unternehmen und maschinelles Lernen unterstützen die Optimierung von Prozessen und Prognosen.

Spezialisierte Partner für Logistiklösungen

Die Energiereduktion und der CO2 Fußabdruck werden zukünftig immer wichtiger

In der Logistik führt die Integration und Nutzung Wireless IoT-Technologien zu signifikanten Verbesserungen in vielen Aspekten des Managements und der Betriebsführung. Diese Technologien ermöglichen eine umfassende Optimierung der Lagerverwaltungs- und Logistikprozesse, was nicht nur zu einer Effizienzsteigerung, sondern auch zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen, des Energieverbrauchs und anderer Betriebskosten führt.

Der Einsatz von Smart Glasses in der Logistik revolutioniert den Prozess der Lagerverwaltung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Augmented-Reality-gestützte Informationen direkt im Sichtfeld abrufen, was die Kommissionierung und das Behältermanagement erheblich beschleunigt und vereinfacht. Dies trägt zu einer Reduzierung der Lagerfläche und des Umlaufvermögens bei, da effizientere Arbeitsprozesse weniger Platz und Ressourcen benötigen.

Auch Remote E-Learning in der Logistik und eine dynamischere Gestaltung von Schulungsprogrammen für Logistikmitarbeiter können durch Smart Glasses auf eine Ebene gebracht werden. Interaktive und realitätsnahe Trainingsszenarien helfen, die Komplexität logistischer Prozesse greifbar zu machen und die Prozessoptimierung in der Logistik durch besser geschultes Personal zu fördern.

Telematik in der Logistik spielt eine entscheidende Rolle bei der Optimierung des Flottenmanagements. Durch den Einsatz von IoT-Geräten in Fahrzeugen können Echtzeitdaten übermittelt werden, die nicht nur die Routenplanung verbessern, sondern auch Kraftstoffeinsparungen ermöglichen. Diese Technologien tragen auch dazu bei, die Fahrzeugwartung effizienter zu gestalten und Ausfallzeiten zu minimieren.

Das Asset Management, insbesondere die Verwaltung von Ladungsträgern und Paletten sowie die Nutzung von Poolsystemen, wird durch IoT erheblich erleichtert. Sensoren und RFID-Tags ermöglichen eine lückenlose Verfolgung und Steuerung der Logistikressourcen, was das Recycling- und Retourenmanagement optimiert und letztlich zu weiteren Kosteneinsparungen führt.

Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von Machine Vision in der Logistik die automatisierte Überwachung und Analyse von Lagerbeständen und Sendungen. Diese Technologie verbessert die Genauigkeit der Bestandsaufnahme und ermöglicht eine proaktive Instandhaltung der Lagerausrüstung, was wiederum zu einer Verringerung der Lagerfläche und zu Energieeinsparungen führt.

Die Integration dieser drahtlosen IoT-Technologien in die Logistik von Smart Cities erweitert das Potenzial urbaner Logistiksysteme. Durch eine bessere Vernetzung und Automatisierung der urbanen Logistikinfrastruktur können Lieferketten effizienter gestaltet und städtische Verkehrssysteme entlastet werden, was insgesamt zu einer signifikanten CO2-Reduktion beiträgt.
Autonome Fahrzeuge in der Logistikbranche können fast 24 Stunden am Tag operieren, wodurch die Lieferzeiten verkürzt und die Produktivität erhöht wird. Kraftstoffverbrauch und Wartungskosten werden durch optimierte Fahrweisen reduziert.

Computer Vision in der Logistik kann zur Automatisierung der Lagerverwaltung eingesetzt werden, indem Artikel erkannt, sortiert und verfolgt werden, was die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Lageroperationen verbessert. Visuelle Inspektionssysteme ermöglichen eine schnelle und präzise Überprüfung von Produkten auf Fehler oder Beschädigungen.

Visionen für die Logistik 

Big Data im Verkehr spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da die Analyse umfangreicher Datenmengen aus verschiedenen Quellen eine präzisere Planung und Steuerung der Verkehrsströme ermöglicht. Diese Daten helfen Logistikunternehmen, Engpässe zu vermeiden, die Effizienz zu steigern und die Lieferzeiten zu verkürzen.

Logistik Cloud Computing bietet die notwendige Infrastruktur, um diese Daten sicher zu speichern und in Echtzeit zugänglich zu machen. Durch die Nutzung von Cloud-Diensten können Logistikunternehmen flexibel auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren und ihre IT-Ressourcen effizient skalieren. Künstliche Intelligenz im Verkehr wird zunehmend eingesetzt, um komplexe Logistikprozesse zu automatisieren und zu optimieren. KI-gestützte Systeme analysieren Daten, treffen fundierte Entscheidungen und passen sich dynamisch an neue Situationen an, wodurch die gesamte Logistikkette optimiert wird.

Machine Learning in der Logistik bietet die Möglichkeit, Muster in historischen Daten zu erkennen und daraus Vorhersagen für zukünftige Ereignisse abzuleiten. Diese Technologie wird genutzt, um die Nachfrage zu prognostizieren, Bestände zu verwalten und Routen zu optimieren. Ein innovativer Ansatz ist Pick by RFID, bei dem Radiofrequenz-Identifikationstechnologie genutzt wird, um den Kommissionierprozess zu verbessern. Durch die automatische Identifikation und Verfolgung von Waren werden Fehler reduziert und die Effizienz gesteigert.

Predictive Maintenance in der Logistik nutzt Datenanalyse und Machine Learning, um den Zustand von Fahrzeugen und Ausrüstungen kontinuierlich zu überwachen und Wartungsbedarfe frühzeitig zu erkennen. Dies verhindert unerwartete Ausfälle und reduziert die Wartungskosten. Geofencing in der Logistik ermöglicht es, virtuelle geografische Grenzen zu setzen, um die Bewegungen von Fahrzeugen und Waren in Echtzeit zu überwachen. Diese Technologie hilft, die Sicherheit zu erhöhen und die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten.

Telematiksysteme in der Logistik kombinieren GPS-Technologie mit verschiedenen Sensoren und Kommunikationssystemen, um detaillierte Informationen über den Standort, die Bewegung und den Zustand von Fahrzeugen zu liefern. Diese Systeme sind entscheidend für das Flottenmanagement und die Optimierung von Transportprozessen.

Die Visionen für die Logistik sind geprägt von einer durchgehenden Digitalisierung und Vernetzung, die eine effizientere, sicherere und flexiblere Logistikkette ermöglicht. Durch den Einsatz von Big Data, Cloud Computing, künstlicher Intelligenz, Machine Learning, RFID, Predictive Maintenance, Geofencing und Telematiksystemen wird die Logistikbranche in der Lage sein, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen und gleichzeitig neue Möglichkeiten zu erschließen. Diese Technologien werden dazu beitragen, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, die Betriebskosten zu senken und die Nachhaltigkeit in der Logistik zu fördern.

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